Magdeburg. Der Begriff „Transfer-Schlappe“ klingt nach einer klaren Niederlage auf dem Spielermarkt. Im Fall von Aljuš Anžič ist diese Zuspitzung bislang jedoch nicht belastbar belegt. Sicher ist: Der junge slowenische Rückraumspieler steht bei RK Celje unter Vertrag und wird in Medienberichten mit mehreren europäischen Klubs in Verbindung gebracht.

Nach Informationen von sport.de, das sich auf das slowenische Portal Handballia beruft, soll Pick Szeged im Werben um Anžič derzeit die besseren Karten haben. Auch der SC Magdeburg und die SG Flensburg-Handewitt werden in diesem Zusammenhang genannt. Eine offizielle Bestätigung für einen Wechsel, ein konkretes Angebot aus der Bundesliga oder abgeschlossene Verhandlungen liegt aber nicht vor.

Pick Szeged soll im Rennen vorn liegen

Der Bericht zeichnet das Bild eines begehrten Talents, bei dem ein Wechsel nach Ungarn wahrscheinlicher erscheint als ein Schritt in die Handball-Bundesliga. Für den SC Magdeburg wäre das Thema vor allem deshalb relevant, weil der Klub regelmäßig mit international interessanten Spielern in Verbindung gebracht wird. Belastbar belegt ist im konkreten Fall aber nur, dass Magdeburg in der Berichterstattung als möglicher Interessent auftaucht.

Auch bei Flensburg-Handewitt bleibt die Quellenlage vorsichtig zu bewerten. Von einem offiziell gescheiterten Transfer kann nicht gesprochen werden. Dafür fehlen öffentliche Bestätigungen der beteiligten Vereine ebenso wie Angaben zu Angebot, Ablöse oder Vertragsdetails.

Warum Anžič so viel Aufmerksamkeit bekommt

Aljuš Anžič gilt als eines der auffälligeren slowenischen Handballtalente seiner Generation. Der Rückraum-Mitte-Spieler läuft für RK Celje Pivovarna Laško auf und wurde international als slowenischer Juniorennationalspieler geführt. Bei der U21-Weltmeisterschaft 2025 sammelte er mit 61 Toren und 20 Assists viel Aufmerksamkeit.

Nach Angaben der IHF unterschrieb Anžič nach dem Turnier einen Vertrag bei Celje bis 2028. Genau deshalb wäre ein Wechsel zu einem anderen Klub nicht nur sportlich, sondern auch vertraglich erklärungsbedürftig. Bislang gibt es dazu keine offiziellen Angaben.

Was sich seriös sagen lässt

Seriös festhalten lässt sich derzeit: Es gibt einen Medienbericht über das Interesse mehrerer Klubs an Aljuš Anžič. Pick Szeged soll dabei aussichtsreich positioniert sein. Der SC Magdeburg und die SG Flensburg-Handewitt werden genannt, ohne dass ein konkreter Abschluss oder ein gescheitertes Angebot öffentlich belegt wäre.

Damit bleibt die Geschichte eine Transfermeldung unter Vorbehalt. Sollte Pick Szeged den Wechsel offiziell bestätigen, wäre das eine bemerkenswerte Personalie im europäischen Handball. Eine gesicherte „Transfer-Schlappe“ für Magdeburg und Flensburg ist es nach aktuellem Stand jedoch nicht.

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