Brand in Hasserode
Erneut Feuer in Wernigerode: Leerstehender Fabrikkomplex brennt wieder

Brand in Hasserode

In einem leerstehenden Fabrikkomplex in Wernigerode-Hasserode ist erneut ein Feuer ausgebrochen. Mehrere Einsatzkräfte rückten am Montagnachmittag zur Bielsteinchaussee aus – an denselben Ort, an dem erst im Juli ein Großbrand fast 190 Feuerwehrleute beschäftigte. Wie schwer das Gebäude diesmal beschädigt wurde und wodurch das Feuer entstand, ist bislang nicht geklärt.
Wernigerode, 29. September 2026. Wieder hat es in dem leerstehenden Fabrikkomplex an der Bielsteinchaussee im Stadtteil Hasserode gebrannt. Die Einsatzkräfte wurden am Montag, 28. September, kurz nach 17 Uhr alarmiert. Mehrere Feuerwehren rückten zu dem Gebäude aus, das in der Berichterstattung als ehemalige Möbelfabrik bezeichnet wird.
Es ist der zweite dokumentierte Brand an diesem Ort innerhalb weniger Monate. Mitte Juli hatte ein Feuer große Teile des Komplexes erfasst und einen der umfangreicheren Feuerwehreinsätze in Wernigerode ausgelöst. Nun stand das Gebäude erneut im Mittelpunkt eines Einsatzes.
Wie groß das Feuer diesmal war, lässt sich nach dem bisherigen Informationsstand noch nicht verlässlich beziffern. Angaben zur Zahl der eingesetzten Feuerwehrleute und Fahrzeuge, zur Schadenshöhe oder zur Brandursache liegen für den jüngsten Vorfall bislang nicht in belastbarer Form vor. Auch zu möglichen Verletzten gibt es derzeit keine gesicherte behördliche Angabe.
Der erneute Brand in Wernigerode fällt vor allem wegen seiner Vorgeschichte auf. Zwischen beiden Feuerwehreinsätzen liegen nur rund zweieinhalb Monate. Der vorherige Brand an der Bielsteinchaussee ist durch das Polizeirevier Harz detailliert dokumentiert.
Am Abend des 14. Juli war gegen 19 Uhr ein Feuer in dem leerstehenden Fabrikgebäude ausgebrochen. Nach Angaben der Polizei griffen die Flammen damals auf den gesamten Gebäudekomplex über. Was zunächst als Gebäudebrand begonnen hatte, entwickelte sich zu einem Großeinsatz, an dem Feuerwehren aus Wernigerode und umliegenden Orten beteiligt waren.
Insgesamt waren nach Angaben des Polizeireviers Harz 189 Feuerwehrleute vor Ort. Auch das Technische Hilfswerk aus Quedlinburg unterstützte den Einsatz. 41 Fahrzeuge waren beteiligt. Die Löscharbeiten zogen sich über Stunden hin; am folgenden Morgen waren noch Nachlöscharbeiten notwendig.
Während des Brandes war eine große Rauchentwicklung über dem Bereich Hasserode zu beobachten. Der Einsatz fand deshalb auch überregional Beachtung. Verletzt wurde bei dem Feuer nach Angaben der Polizei niemand.
Prüfstatus: developing
Der Sachschaden des Juli-Brandes wurde von den Ermittlern auf rund 100.000 Euro geschätzt. Das Ausmaß des Feuers war erheblich: Nach Angaben der Polizei war schließlich der gesamte Gebäudekomplex betroffen.
Bei der Suche nach der Brandursache standen damals verschiedene Möglichkeiten im Raum. Die Ermittler prüften einen möglichen Blitzeinschlag. Zugleich konnte Brandstiftung nach dem damaligen Ermittlungsstand nicht ausgeschlossen werden.
Für das Feuer vom 28. September sagt das allerdings nichts aus. Weder die damaligen Ermittlungsansätze noch die Schadenshöhe oder die Einsatzstärke lassen sich auf den neuen Brand übertragen. Für den jüngsten Vorfall ist bislang keine Brandursache gesichert.
Gerade weil der Juli-Einsatz außergewöhnlich groß war, ist eine klare Trennung zwischen beiden Ereignissen entscheidend. Die Zahl von 189 Feuerwehrleuten und 41 Fahrzeugen gehört ausschließlich zum Großbrand im Sommer. Für den erneuten Brand in der ehemaligen Möbelfabrik in Wernigerode sind bislang keine vergleichbaren offiziellen Zahlen bekannt.
Nach der aktuellen Berichterstattung wurden am Montagnachmittag mehrere Einsatzkräfte beziehungsweise Feuerwehren zum Fabrikkomplex alarmiert. Wie viele Kräfte tatsächlich vor Ort waren und wie lange die Löscharbeiten dauerten, ist noch nicht belastbar dokumentiert.
Unklar bleibt auch, welcher Bereich des Gebäudes diesmal betroffen war. Beim Feuer im Juli hatte sich der Brand auf den gesamten Komplex ausgebreitet. Ob das am Montag erneut der Fall war oder die Feuerwehr das Feuer auf einen kleineren Gebäudebereich begrenzen konnte, lässt sich aus dem bisherigen Informationsstand nicht ableiten.
Dasselbe gilt für die Schadenshöhe. Das Gebäude war bereits durch den vorherigen Brand erheblich betroffen. Welcher zusätzliche Schaden durch das neue Feuer entstanden ist, steht derzeit nicht fest.
Besonders offen ist die Frage nach der Entstehung des Feuers. Für den Brand vom Montag liegt bislang keine gesicherte Ursache vor. Spekulationen über einen Zusammenhang mit dem Feuer im Juli wären deshalb nicht gerechtfertigt.
Auch die damalige Prüfung einer möglichen Brandstiftung darf nicht auf den aktuellen Fall übertragen werden. Sie war Teil der Ermittlungen zum Juli-Brand. Ob es zwischen beiden Ereignissen überhaupt einen Zusammenhang gibt, ist nicht belegt.
Damit beschränkt sich der gesicherte Kern des aktuellen Geschehens zunächst auf wenige, aber wesentliche Punkte: In dem leerstehenden Fabrikkomplex an der Bielsteinchaussee hat es erneut gebrannt, die Feuerwehr wurde kurz nach 17 Uhr alarmiert, und es handelt sich um dasselbe Gelände, auf dem bereits Mitte Juli ein Großbrand ausgebrochen war.
In der aktuellen Berichterstattung wird das Gelände auch als „Lost Place“ bezeichnet. Für die sachliche Einordnung ist vor allem entscheidend, dass das Fabrikgebäude leer steht. Der Begriff „Lost Place“ ist keine amtliche Einstufung, sondern eine verbreitete Bezeichnung für aufgegebene oder nicht mehr regulär genutzte Gebäude und Anlagen.
Die Geschichte des Gebäudes spielt für den erneuten Brand dennoch eine Rolle. Denn die Feuerwehr kehrte am Montag an einen Einsatzort zurück, an dem sie erst wenige Wochen zuvor mit einem erheblichen Kräfteaufgebot gearbeitet hatte. Im Juli waren neben den örtlichen und umliegenden Feuerwehren auch Kräfte des THW im Einsatz. Die Nachlöscharbeiten reichten bis in den nächsten Morgen.
Der erneute Brand in Wernigerode wirft deshalb vor allem die Frage auf, was diesmal in dem bereits zuvor beschädigten Gebäudekomplex geschehen ist. Eine Antwort darauf kann erst der weitere Ermittlungs- und Informationsstand liefern.
Fest steht bislang die ungewöhnlich kurze Abfolge: Am 14. Juli brannte der leerstehende Fabrikkomplex an der Bielsteinchaussee so stark, dass 189 Feuerwehrleute und das THW eingesetzt wurden. Am 28. September mussten Einsatzkräfte erneut zu einem Feuer an derselben Adresse ausrücken.
Mehr lässt sich aus den bekannten Fakten derzeit nicht seriös ableiten. Ob der zweite Brand ein vergleichbares Ausmaß erreichte, wie hoch der neue Schaden ist und wodurch das Feuer ausgelöst wurde, bleibt offen. Gerade diese Punkte werden darüber entscheiden, wie der erneute Einsatz in der ehemaligen Möbelfabrik einzuordnen ist.
Bis entsprechende Angaben der zuständigen Stellen vorliegen, bleibt der jüngste Brand vor allem deshalb bemerkenswert, weil er denselben leerstehenden Fabrikkomplex betrifft, der erst im Sommer Schauplatz eines Großbrandes war. Die Vorgeschichte ist gut dokumentiert. Beim neuen Feuer dagegen steht die Klärung der entscheidenden Details noch aus.
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