Freibad im Harzvorland soll eigenen Strom nutzen: Badersleben modernisiert die „Batze“
Badersleben. Im nördlichen Harzvorland soll ein kleines Freibad künftig von selbst erzeugtem Strom profitieren: Für das Freibad Badersleben in der Gemeinde Huy sind eine Dachsanierung und eine Photovoltaikanlage vorgesehen. Das Projekt zeigt, wie ein kommunales Bad im Landkreis Harz modernisiert werden soll, um hohe Stromkosten im Betrieb zu senken.
Im Mittelpunkt steht das Freibad Badersleben, offiziell Bad „Am Spring“. Die lokale Bezeichnung „Badersleber Batze“ ist vor allem als vertrauter Name für das Bad greifbar, während die belegbaren Projektdaten aus dem Förderkontext stammen. Dort wird das Vorhaben als „Modernisierung Freibad Badersleben“ geführt.
Badersleber Freibad im Harzvorland bekommt Photovoltaik aufs Dach
Träger des Projekts ist die Gemeinde Huy. Als Umsetzungszeitraum wird 2025 bis 2026 genannt. Vorgesehen sind die Sanierung des Daches und die Installation einer Photovoltaikanlage. Die Förderung läuft im Rahmen des EU-Fonds ELER über die LEADER-Region Rund um den Huy.
Die neue Solartechnik soll vor allem im Betrieb helfen. Laut Projektbeschreibung entstehen im Technikbereich des Freibades hohe Stromkosten, unter anderem durch große Pumpen. Die Photovoltaikanlage soll deshalb dazu beitragen, diese Kosten zu reduzieren. Wie groß die Anlage wird, wie viel Strom sie liefern kann und welchen Anteil des Verbrauchs sie abdeckt, ist aus den vorliegenden Angaben nicht ersichtlich.
Warum das Projekt für kleine Freibäder im Landkreis Harz wichtig ist
Für Badersleben geht es nicht nur um neue Technik auf einem Dach. Freibäder in kleineren Orten sind Freizeitangebote, Treffpunkte und Orte für Schwimmunterricht. Gleichzeitig müssen Kommunen Gebäude, Wassertechnik und Energieversorgung finanzieren. Genau an diesem Punkt setzt das Vorhaben im Harzvorland an.
In der Projektbeschreibung wird das Bad ausdrücklich mit Schwimmunterricht in den Sommermonaten verbunden. Außerdem werden Kindergarten, IB Heim und die Bevölkerung als Nutzergruppen genannt. Damit ist das Freibad Badersleben mehr als ein saisonales Freizeitangebot: Es gehört zur lokalen Infrastruktur in der Gemeinde Huy.
Erst das Dach, dann der Solarstrom
Die Photovoltaikanlage ist Teil einer größeren baulichen Modernisierung. Das Dach des Freibades wird in der Projektbeschreibung als sanierungsbedürftig beschrieben. Die Ziegel seien mehr als 50 Jahre alt, brüchig und wasserdurchlässig; auch die Dachrinne wird als desolat bezeichnet.
Die Sanierung ist damit nicht nur eine Begleitmaßnahme. Sie schafft die Grundlage dafür, die Solartechnik überhaupt sinnvoll auf dem Gebäude zu installieren. Aus dem Projekt wird dadurch ein kombinierter Schritt: Bausubstanz sichern und zugleich die Energiekosten des Freibades senken.
Badersleben als Beispiel aus der LEADER-Region
Die LEADER-Region Rund um den Huy führt mehrere Freibadprojekte in der Region auf. Badersleben ist damit kein isolierter Punkt auf der Karte, sondern Teil einer regionalen Aufgabe: Kleine Bäder im nördlichen Harzvorland müssen erhalten, saniert und für den weiteren Betrieb wirtschaftlicher gemacht werden.
Dabei ist die Einordnung wichtig: Belegt ist nicht, dass alle Freibäder im Harz künftig eigenen Strom nutzen. Belegt ist konkret das Projekt in Badersleben mit Dachsanierung und Photovoltaikanlage. Weitere Freibadprojekte in der Region zeigen jedoch, dass die Zukunft solcher Einrichtungen auch im Landkreis Harz ein Thema bleibt.
Welche Details noch fehlen
Offen bleibt, wie hoch die konkrete Fördersumme und die Gesamtkosten des Projekts sind. Auch zur Leistung der Photovoltaikanlage, zum genauen Inbetriebnahmezeitpunkt und zur erwarteten jährlichen Einsparung liegen keine belastbaren Angaben vor. Deshalb lässt sich derzeit nicht sagen, dass das Bad vollständig energieautark arbeiten wird.
Für Badersleben und die Gemeinde Huy ist der belegte Kern dennoch deutlich: Das Freibad Bad „Am Spring“ soll mit saniertem Dach und eigener Photovoltaikanlage zukunftsfester werden. Im nördlichen Harzvorland steht das Projekt damit beispielhaft für die Frage, wie kleine kommunale Bäder im Landkreis Harz trotz hoher Energiekosten weiter betrieben werden können.
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