Die „Hölle von Q“ geht 2026 mit einer veränderten Radstrecke an den Start. Bereits am 21. Juni erhalten Athletinnen und Athleten die Gelegenheit, den neuen Kurs im Rahmen einer kostenlosen Probefahrt kennenzulernen. Die Streckenanpassung ist aufgrund von Bauarbeiten notwendig geworden und betrifft einen zentralen Abschnitt des traditionsreichen Mitteldistanz-Triathlons im Harz.

Quedlinburg, 20. Juni 2026 – Knapp zehn Wochen vor dem Start der Jubiläumsausgabe können Teilnehmer der „Hölle von Q“ erstmals die neue Radstrecke unter Wettkampfbedingungen erkunden. Die Organisatoren laden für Sonntag, 21. Juni, zu einer kostenlosen Probefahrt ein. Treffpunkt ist um 9.30 Uhr am Parkplatz des Badesees Ditfurt, wo später auch die erste Wechselzone des Triathlons eingerichtet wird.

Die gemeinsame Ausfahrt dient nicht nur der Orientierung. Sie bietet zugleich die Möglichkeit, sich frühzeitig mit den Besonderheiten der überarbeiteten Strecke vertraut zu machen. Für viele Athletinnen und Athleten dürfte dies ein wichtiger Baustein der Wettkampfvorbereitung sein, denn die „Hölle von Q“ genießt seit Jahren den Ruf, zu den anspruchsvollsten Triathlon-Veranstaltungen Mitteldeutschlands zu gehören.

Neue Radstrecke führt erstmals über Bärenrode

Hintergrund der Streckenänderung sind Bauarbeiten auf einem Abschnitt zwischen Allrode und Friedrichsbrunn. Die bisherige Route kann deshalb in diesem Jahr nicht vollständig genutzt werden. Als Alternative haben die Veranstalter eine neue Streckenführung ausgearbeitet, die künftig über Bärenrode verläuft.

Mit der Anpassung verändert sich nicht nur der Verlauf des Kurses. Die Radstrecke wird zugleich etwas länger und wächst um rund zwei Kilometer an. Die Organisatoren sehen darin jedoch keine grundlegende Veränderung des sportlichen Charakters. Der anspruchsvolle Kurs durch den Ostharz bleibt erhalten und stellt weiterhin hohe Anforderungen an Ausdauer, Kraft und Renneinteilung.

Die Probefahrt am 21. Juni soll den Teilnehmern die Gelegenheit geben, die neue Streckenführung im Detail kennenzulernen. Gerade bei Wettkämpfen mit längeren Anstiegen und technisch anspruchsvollen Passagen spielt die Streckenkenntnis eine wichtige Rolle. Viele Athleten nutzen solche Testfahrten, um ihre Verpflegungsstrategie, Materialwahl und Kräfteverteilung frühzeitig anzupassen.

Wer an der Ausfahrt teilnehmen möchte, sollte die Route nach Möglichkeit vorab auf ein Navigationsgerät laden. Einen Shuttle-Service zwischen Start- und Zielbereichen wird es nicht geben. Die Veranstalter empfehlen deshalb die Bildung von Fahrgemeinschaften oder die individuelle Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Zehn Jahre „Hölle von Q“

Die diesjährige Veranstaltung markiert ein besonderes Jubiläum. Zum zehnten Mal wird die „Hölle von Q“ ausgetragen. Seit ihrer Premiere hat sich die Veranstaltung zu einem festen Termin im regionalen und überregionalen Triathlon-Kalender entwickelt.

Der ungewöhnliche Name geht auf die historische Straße „Hölle“ in der Altstadt von Quedlinburg zurück. Sie gehört zu den bekanntesten Gassen der UNESCO-Welterbestadt und wird traditionell kurz vor dem Zieleinlauf passiert. Gleichzeitig steht die Bezeichnung sinnbildlich für die sportlichen Herausforderungen, die Teilnehmer auf der Strecke erwarten.

Was einst mit vergleichsweise überschaubaren Teilnehmerzahlen begann, hat sich im Laufe der Jahre zu einem etablierten Sportereignis entwickelt. Inzwischen reisen Athletinnen und Athleten aus verschiedenen Regionen Deutschlands sowie aus dem Ausland in den Harz, um sich der anspruchsvollen Mitteldistanz zu stellen.

Die Jubiläumsausgabe findet 2026 aus organisatorischen Gründen früher statt als gewohnt. Aufgrund der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wurde der Wettkampf auf den 30. August vorgezogen.

Eine der anspruchsvollsten Mitteldistanzen der Region

Die „Hölle von Q“ verbindet Schwimmen, Radfahren und Laufen auf einer Strecke, die vor allem durch ihr Höhenprofil geprägt wird. Die Teilnehmer absolvieren zunächst zwei Kilometer im Ditfurter See, bevor sie auf die Radstrecke wechseln. Anschließend folgt der Halbmarathon bis nach Quedlinburg.

  • 2,0 Kilometer Schwimmen im Ditfurter See
  • 83 Kilometer Radfahren durch den Ostharz und das Harzvorland
  • 21,1 Kilometer Laufen bis ins Ziel nach Quedlinburg

Besonders die Radstrecke prägt den Charakter des Wettkampfs. Insgesamt summieren sich die Höhenmeter auf etwa 1.600. Der größte Teil davon entfällt auf den Radsplit, der rund 1.400 Höhenmeter umfasst. Damit gehört die „Hölle von Q“ zu den profiliertesten Mitteldistanzen in Deutschland.

Die Strecke führt durch einige der markantesten Landschaften der Region. Weite Abschnitte verlaufen durch das Harzvorland und die Höhenlagen des Ostharzes. Immer wieder wechseln sich längere Anstiege mit schnellen Abfahrten ab. Für viele Teilnehmer macht gerade diese Mischung den besonderen Reiz des Wettkampfs aus.

Probefahrt als wichtiger Bestandteil der Vorbereitung

Mit der kostenlosen Probefahrt setzen die Veranstalter ihre Tradition fort, Teilnehmer frühzeitig in die Wettkampfvorbereitung einzubeziehen. Gerade für Sportler, die erstmals bei der „Hölle von Q“ starten, bietet die gemeinsame Ausfahrt wertvolle Orientierung.

Die Veranstaltung ist bewusst offen gestaltet. Teilnehmen können sowohl bereits gemeldete Starter als auch Interessierte, die die neue Radstrecke kennenlernen möchten. Eine vorherige Anmeldung wird lediglich aus organisatorischen Gründen empfohlen.

Die Probefahrt bildet den Auftakt weiterer Vorbereitungstermine. In den Wochen vor dem Wettkampf sind zusätzliche Trainingsangebote vorgesehen. Dazu gehören unter anderem gemeinsame Einheiten auf Teilen der Laufstrecke sowie organisierte Schwimmtermine im Ditfurter See.

Solche Angebote werden von vielen Athleten genutzt, um sich nicht nur sportlich, sondern auch mental auf den Wettkampf einzustellen. Wer die Strecke bereits kennt, kann wichtige Passagen besser einschätzen und geht häufig mit größerer Sicherheit in den Wettkampftag.

Großes Interesse an der Jubiläumsausgabe

Das Interesse an der zehnten Auflage der „Hölle von Q“ ist weiterhin hoch. Die Veranstaltung zählt inzwischen zu den bekanntesten Ausdauerwettkämpfen der Region und erfreut sich seit Jahren wachsender Beliebtheit.

Neben Einzelstartern spielen auch Staffelteams eine wichtige Rolle. Sie ermöglichen es mehreren Sportlern, sich die drei Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen aufzuteilen. Dadurch wird die Veranstaltung auch für Athleten attraktiv, die nicht die komplette Mitteldistanz absolvieren möchten.

Darüber hinaus bemühen sich die Organisatoren um eine stärkere internationale Beteiligung. Die Jubiläumsausgabe soll möglichst viele Nationen an den Start bringen und damit die überregionale Bedeutung der Veranstaltung weiter stärken.

Der Blick richtet sich auf Ende August

Mit der kostenlosen Probefahrt beginnt für viele Teilnehmer die heiße Phase der Vorbereitung auf die „Hölle von Q“ 2026. Die neue Radstrecke steht dabei besonders im Fokus. Sie verändert zwar einzelne Abschnitte des Kurses, lässt den Charakter des Wettkampfs jedoch unangetastet.

Bis zum Startschuss Ende August bleiben den Athletinnen und Athleten noch einige Wochen, um sich gezielt auf die Herausforderungen vorzubereiten. Die Probefahrt bietet dafür eine seltene Gelegenheit: Wer die neue Strecke bereits im Juni erlebt, kann sich frühzeitig auf jene Passagen einstellen, die bei der Jubiläumsausgabe über Erfolg, Zeitgewinn oder Kraftverlust entscheiden könnten.