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Behutsamer Auftakt im Hochharz

Wurmberg im Harz startet in die Saison 2026: Hexenritt-Schlepplift und Nachtskifahren eröffnet

Beleuchteter Schlepplift am Hexenritt auf schneebedeckter Piste am Wurmberg im Harz bei winterlicher Dämmerung
Symbolbild: Der Wurmberg im Harz zum Saisonstart 2026 mit geöffnetem Hexenritt-Schlepplift und beleuchteter Piste für den abendlichen Skibetrieb. Die Aufnahme stellt keine konkrete Betriebssituation dar.
Braunlage, 4. Januar 2026 – Über dem Wurmberg liegt an diesem Morgen eine gespannte Ruhe. Der Schnee knirscht gedämpft unter den Schuhen, kalter Wind zieht über die offenen Hänge, während erste Flutlichtmasten am Hexenritt bereits erahnen lassen, dass der Winter hier nicht nur tagsüber stattfindet.Mit einem vorsichtigen, wetterabhängigen Auftakt ist das größte Skigebiet Norddeutschlands in die Wintersaison 2026 gestartet – reduziert, konzentriert, aber mit dem klaren Signal: Der Winter am Wurmberg ist zurück. Der Wurmberg im Harz ist in die Wintersaison 2026 gestartet. Nicht mit voller Kraft, nicht mit allen Anlagen – aber mit einem klar strukturierten Angebot, das sich konsequent an den aktuellen Wetter- und Schneeverhältnissen orientiert. Im Mittelpunkt des Saisonstarts steht der Schlepplift am Hexenritt, flankiert von einem gezielten Angebot für Nachtskifahren. Für Braunlage und den gesamten Harz markiert dieser Moment den Übergang vom winterlichen Warten zum gelebten Wintersport. Als höchster Berg Niedersachsens und größtes alpines Skigebiet Norddeutschlands trägt der Wurmberg seit jeher eine besondere Bedeutung für den Wintersport im Mittelgebirge. Der Saisonbeginn wird daher aufmerksam verfolgt – von Gästen, Einheimischen und Betrieben gleichermaßen. In diesem Winter zeigt sich einmal mehr: Der Betrieb am Berg ist ein sensibles Zusammenspiel aus Technik, Natur und Sicherheit.

Reduzierter Saisonstart unter klaren Rahmenbedingungen

Der offizielle Saisonstart am Wurmberg erfolgte am 3. Januar 2026. Verantwortlich für den Betrieb ist die Wurmbergseilbahn GmbH & Co. KG, die sich zu Beginn der Saison bewusst für einen selektiven Betrieb entschieden hat. Maßgeblich dafür sind die aktuellen Schneehöhen, die Windverhältnisse sowie sicherheitsrelevante Aspekte an den Liftanlagen. Herzstück des laufenden Betriebs ist der Schlepplift am Hexenritt. Er ist täglich von 09:00 bis 16:00 Uhr geöffnet und ermöglicht Skifahrern den Zugang zu den derzeit befahrbaren Pistenabschnitten. Ergänzend dazu wird – abhängig von Wetterlage und Nachfrage – an ausgewählten Tagen Nachtskifahren angeboten. Vor allem an Wochenenden bleibt der Hang dann bis in die Abendstunden beleuchtet und nutzbar. Andere zentrale Anlagen, darunter die Wurmbergseilbahn, bleiben vorerst außer Betrieb. Starke Windböen in exponierten Höhenlagen machen einen sicheren Betrieb derzeit nicht möglich. Auch weitere Lifte und Abfahrten können aufgrund unzureichender Schneelage oder technischer Einschränkungen noch nicht geöffnet werden.

Pisten- und Liftbetrieb zum Saisonbeginn

Anlage Status
Hexenritt Schlepplift Geöffnet
Zauberteppich Förderband Geöffnet
Wurmbergseilbahn Geschlossen
Nordlifte Geschlossen
Derzeit stehen rund drei Kilometer präparierter Pisten zur Verfügung. Dazu zählen Abschnitte des Hexenhanges sowie angrenzende Bereiche, die ausreichend Schnee und sichere Bedingungen bieten. Die bekannte Talabfahrt und weitere Pisten bleiben vorerst geschlossen.

Wetter, Schnee und Wind als bestimmende Faktoren

Der Saisonstart am Wurmberg im Harz zeigt exemplarisch, wie stark der Wintersport im Mittelgebirge von kurzfristigen Wetterentwicklungen abhängt. In den vergangenen Tagen sorgten winterliche Temperaturen und natürlicher Schneefall für eine solide Grundlage. Lokal liegen Schneehöhen von bis zu 30 Zentimetern, allerdings nicht gleichmäßig über das gesamte Skigebiet verteilt. Hinzu kommt der Wind: Gerade in höheren Lagen erreicht er Geschwindigkeiten, die den sicheren Betrieb von Seilbahnen und Sesselliften unmöglich machen. Die Wurmbergseilbahn, die sich über fast drei Kilometer Länge vom Tal bis zur Bergstation zieht, ist besonders anfällig für solche Bedingungen und bleibt daher geschlossen. Der Schlepplift am Hexenritt hingegen liegt geschützter und kann auch bei wechselhaften Bedingungen betrieben werden. Diese Konstellation prägt den aktuellen Saisonstart und erklärt die bewusste Fokussierung auf einen begrenzten, aber verlässlichen Betrieb.

Nachtskifahren als winterliches Zusatzangebot

Ein fester Bestandteil des Saisonstarts 2026 ist das Nachtskifahren am Wurmberg. Sobald es die Wetterlage erlaubt, wird der Hexenritt an ausgewählten Abenden von 17:00 bis 21:00 Uhr beleuchtet. Für viele Gäste gehört dieses Angebot zu den besonderen Erlebnissen im Harzer Winter: Skifahren unter Flutlicht, klare Luft, gedämpfte Geräusche und eine Atmosphäre, die sich deutlich vom Tagesbetrieb unterscheidet. Gerade für Tagesgäste aus Niedersachsen, Sachsen-Anhalt oder Nordrhein-Westfalen bietet das Nachtskifahren eine attraktive Möglichkeit, den Aufenthalt zu verlängern oder bewusst in die Abendstunden zu verlagern.
  • Täglicher Skibetrieb am Hexenritt von 09:00 bis 16:00 Uhr
  • Nachtskifahren an ausgewählten Abenden bis 21:00 Uhr
  • Rodelbetrieb mit Förderband für Familien und Kinder

Der Wurmberg als Wintersportzentrum im Harz

Mit seiner Höhe von rund 970 Metern nimmt der Wurmberg eine Sonderstellung im Harz ein. Kein anderer Berg in Niedersachsen bietet vergleichbare Möglichkeiten für alpinen Skisport. In voll ausgebautem Zustand stehen hier rund 16 Kilometer Pisten unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade zur Verfügung – von flachen Übungshängen bis zu anspruchsvolleren Abfahrten. Der Saisonstart 2026 reiht sich ein in eine lange Tradition wetterabhängiger Winter im Mittelgebirge. Während in schneereichen Jahren ein früher und umfassender Betrieb möglich ist, erfordern andere Winter Geduld und flexible Konzepte. Der aktuelle Start zeigt, wie sich das Skigebiet Schritt für Schritt an die natürlichen Bedingungen anpasst.

Besucherandrang trotz begrenztem Angebot

Trotz der eingeschränkten Infrastruktur war das Interesse am Saisonbeginn groß. Bereits in den frühen Morgenstunden füllten sich die Parkplätze in Braunlage. Skifahrer, Rodler und Spaziergänger nutzten jede verfügbare Möglichkeit, den Winter am Wurmberg zu erleben. Die Nachfrage verdeutlicht, welche Bedeutung der Wintersport für den Tourismus im Harz hat – selbst dann, wenn nur ein Teil der Anlagen geöffnet ist. Für viele Besucher steht dabei weniger die Länge der Abfahrten im Vordergrund als das winterliche Gesamterlebnis: Schnee, Bewegung, klare Luft und das Gefühl, den Winter aktiv zu nutzen.

Zwischen Vorsicht und Erwartung

Der Saisonstart am Wurmberg ist bewusst vorsichtig angelegt. Sicherheit, technische Zuverlässigkeit und realistische Einschätzungen der Wetterlage stehen im Vordergrund. Gleichzeitig bleibt die Erwartung präsent, dass mit anhaltend winterlichen Bedingungen weitere Pisten und Lifte geöffnet werden können. Der Blick richtet sich daher nicht nur auf den aktuellen Betrieb, sondern auch auf die kommenden Wochen. Sinkende Temperaturen und zusätzliche Schneefälle könnten das Angebot sukzessive erweitern und den Wurmberg wieder in den Zustand versetzen, den viele Wintersportler mit ihm verbinden. Der Wurmberg im Harz startet 2026 nicht spektakulär, sondern kontrolliert. Der Hexenritt, der Schlepplift und das Nachtskifahren bilden den Auftakt zu einer Saison, die sich Schritt für Schritt entwickeln dürfte. Für Braunlage und die Region ist dieser Beginn mehr als nur ein technischer Betriebsstart – er ist ein Signal, dass der Winter angekommen ist, auch wenn er sich noch Zeit lässt, sein volles Potenzial zu entfalten.
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