
Nach einem schweren Betrugsfall in Quedlinburg fahndet die Polizei öffentlich nach einem unbekannten Täter. Eine 90-jährige Seniorin wurde durch eine Täuschungsmasche um einen erheblichen Vermögenswert gebracht. Die Ermittler haben nun ein Phantombild veröffentlicht, um den Mann zu identifizieren. Die Behörden hoffen auf Hinweise aus der Bevölkerung, nachdem bisherige Ermittlungen nicht zur Aufklärung geführt haben.
Quedlinburg, 13. März 2026 – Mit der Veröffentlichung eines Phantombildes intensiviert die Polizei die Fahndung nach einem Mann, der im Februar eine 90-jährige Frau in Quedlinburg um einen hohen Vermögenswert gebracht haben soll. Der Fall wird von den Ermittlern als besonders schwerer Betrug eingestuft. Nachdem bisherige Ermittlungsansätze ohne Ergebnis geblieben sind, wenden sich die Behörden nun an die Öffentlichkeit.
Schwerer Betrug in Quedlinburg – Seniorin verliert Gold im hohen Wert
Nach Angaben der Ermittlungsbehörden ereignete sich der Betrug am 19. Februar 2026 im Stadtgebiet von Quedlinburg. Die Geschädigte, eine 90-jährige Seniorin, wurde durch eine Kombination aus Telefonanrufen und persönlichem Kontakt dazu gebracht, einen erheblichen Vermögenswert herauszugeben. Nach bisherigen Erkenntnissen übergab die Frau dem Täter rund ein Kilogramm Gold. Der geschätzte Wert liegt im unteren sechsstelligen Bereich.
Die Polizei geht davon aus, dass der Täter gezielt vorgegangen ist und eine bekannte Betrugsmasche nutzte, bei der sich Kriminelle als Mitarbeiter von Banken oder als Polizeibeamte ausgeben. Ziel dieser Methode ist es, Vertrauen zu gewinnen und Opfer unter Druck zu setzen, damit sie Geld oder Wertgegenstände übergeben.
Hier gehts zum Phantombild: Polizei
Telefonanruf als Ausgangspunkt der Tat
Nach dem bisherigen Ermittlungsstand begann der Betrug mit einem Telefonanruf. Der Anrufer gab sich als Mitarbeiter einer Bank aus und behauptete, es habe verdächtige Aktivitäten auf dem Konto der Seniorin gegeben. In solchen Situationen wird häufig behauptet, das Vermögen müsse gesichert oder überprüft werden.
Im weiteren Verlauf meldete sich eine zweite Person, die sich als Polizeibeamter ausgab. Durch diese Kombination mehrerer falscher Identitäten entstand für die Geschädigte der Eindruck einer offiziellen Maßnahme. Die Täter nutzten diese Situation, um die Frau dazu zu bewegen, ihre Vermögenswerte herauszugeben.
Übergabe des Goldes im Stadtgebiet
Die Übergabe des Goldes erfolgte nach den bisherigen Erkenntnissen im Laufe des Tages im Stadtgebiet von Quedlinburg. Der Täter erschien persönlich und nahm den Wertgegenstand entgegen. Anschließend entfernte er sich, ohne dass seine Identität festgestellt werden konnte.
Erst später wurde der Seniorin bewusst, dass sie Opfer eines Betrugs geworden war. Die Polizei leitete daraufhin ein Ermittlungsverfahren wegen besonders schweren Betrugs ein. Seitdem versuchen die Ermittler, den Täter zu identifizieren.
Phantombild soll entscheidenden Hinweis liefern
Da der Tatverdächtige bislang nicht ermittelt werden konnte, entschieden sich die Behörden zur Veröffentlichung eines Phantombildes. Dieses basiert auf den Angaben der Geschädigten und soll dabei helfen, den Mann zu identifizieren.
Die Polizei weist darauf hin, dass eine Öffentlichkeitsfahndung nur dann erfolgt, wenn andere Ermittlungsansätze ausgeschöpft sind. Mit dem Phantombild erhoffen sich die Ermittler Hinweise aus der Bevölkerung, die zur Identifizierung des Täters führen könnten.
Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung
Personen, die den dargestellten Mann erkennen oder Angaben zum Betrug in Quedlinburg machen können, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Harz zu melden. Hinweise können telefonisch oder über die bekannten Kontaktmöglichkeiten der Polizei übermittelt werden.
Die Ermittler prüfen derzeit jede eingehende Information. Ob die Veröffentlichung des Phantombildes zur Aufklärung führt, hängt nach Angaben der Polizei maßgeblich von Hinweisen aus der Bevölkerung ab.
Betrugsmasche mit falschen Bankmitarbeitern und Polizisten
Der Fall in Quedlinburg entspricht einer Betrugsform, die seit Jahren immer wieder registriert wird. Täter geben sich dabei als Mitarbeiter von Banken, Polizei oder anderen Behörden aus. Häufig wird behauptet, das Vermögen sei in Gefahr oder müsse überprüft werden.
Typisch für diese Form des Betrugs ist, dass mehrere Personen beteiligt sind. Während eine Person den telefonischen Kontakt herstellt, tritt eine zweite als angeblicher Beamter oder Mitarbeiter auf. Dadurch soll der Eindruck entstehen, dass es sich um eine offizielle und notwendige Maßnahme handelt.
Ältere Menschen besonders im Fokus der Täter
Nach Angaben der Ermittlungsbehörden richten sich solche Betrugsversuche häufig gegen ältere Menschen. Täter gehen davon aus, dass Senioren eher verunsichert sind und stärker auf angebliche Autoritätspersonen reagieren. Zudem verfügen ältere Opfer oft über Ersparnisse oder Wertgegenstände, die gezielt ins Visier genommen werden.
Die Polizei weist regelmäßig darauf hin, dass Behörden oder Banken niemals verlangen, Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen zu übergeben. Auch werde niemand telefonisch aufgefordert, Vermögenswerte zur Sicherung herauszugeben.
Warnungen der Polizei vor bekannten Täuschungsstrategien
- Keine Angaben zu Vermögen oder Konten am Telefon machen
- Unbekannten Personen kein Geld oder Wertgegenstände übergeben
- Bei angeblichen Behördenanrufen selbstständig die offizielle Nummer wählen
- Im Zweifel Angehörige oder Nachbarn informieren
Solche Hinweise geben Ermittler regelmäßig, weil vergleichbare Betrugsfälle immer wieder gemeldet werden. Trotz intensiver Aufklärung gelingt es Tätern weiterhin, Opfer zu täuschen.
Öffentlichkeitsfahndung als letzter Schritt der Ermittlungen
Die Veröffentlichung eines Phantombildes gilt als weitreichende Maßnahme und wird nur eingesetzt, wenn andere Ermittlungsansätze keinen Erfolg gebracht haben. In dem aktuellen Fall in Quedlinburg sehen die Ermittler darin eine der letzten Möglichkeiten, den Täter zu identifizieren.
Nach Angaben der Polizei wurde das Bild anhand der Beschreibung der Geschädigten erstellt. Es zeigt einen Mann, der mit dem Betrug in Verbindung stehen soll. Weitere Details zur Person geben die Ermittler bewusst nur begrenzt bekannt, um den Fortgang der Ermittlungen nicht zu gefährden.
Ermittlungen dauern weiterhin an
Die Polizei arbeitet weiterhin an der Aufklärung des Betrugs in Quedlinburg. Neben der Auswertung von Hinweisen prüfen die Ermittler auch mögliche Zusammenhänge mit ähnlichen Fällen in der Region.
Ob es sich um einen Einzeltäter oder um eine organisierte Betrugsgruppe handelt, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. In vergleichbaren Fällen sind häufig mehrere Personen beteiligt, die arbeitsteilig vorgehen.
Fall zeigt anhaltendes Problem mit Telefonbetrug
Der aktuelle Betrugsfall macht deutlich, dass sogenannte Schock- und Behördenbetrügereien weiterhin eine große Rolle spielen. Trotz wiederholter Warnungen gelingt es Tätern immer wieder, insbesondere ältere Menschen zu täuschen und zu erheblichen Vermögensverlusten zu bringen.
Mit der Veröffentlichung des Phantombildes hoffen die Ermittler nun auf einen entscheidenden Hinweis, der zur Identifizierung des Täters führt. Bis dahin bleibt der Betrug in Quedlinburg ein weiteres Beispiel dafür, wie professionell und gezielt Kriminelle vorgehen und wie schwierig die Aufklärung solcher Fälle sein kann.
Hinweise aus der Bevölkerung könnten entscheidend sein
Ob der Täter nach dem Betrug in Quedlinburg ermittelt werden kann, hängt nun vor allem davon ab, ob sich Zeugen melden. Die Polizei ruft dazu auf, auch scheinbar kleine Beobachtungen mitzuteilen. In vielen Fällen hätten gerade solche Hinweise zur Aufklärung beigetragen.
Der Fall zeigt zugleich, dass Prävention weiterhin eine zentrale Rolle spielt. Behörden betonen, dass Aufklärung und Aufmerksamkeit der wirksamste Schutz gegen diese Form des Betrugs bleiben.







