Die B241 zwischen Goslar und dem Kreuzeck ist seit dem 3. August vollständig gesperrt. Autofahrer mit Ziel Hahnenklee oder Clausthal-Zellerfeld müssen bis voraussichtlich 21. August über Langelsheim, Lautenthal und Wildemann ausweichen. Der Oberharz bleibt erreichbar – doch die direkte Verbindung von Goslar fällt während der Bauarbeiten aus.
Goslar, 4. August 2026. Für Pendler, Ausflügler und Urlauber hat sich die Fahrt in den Oberharz deutlich verändert. Auf der B241 zwischen Goslar und dem Kreuzeck laufen Sanierungsarbeiten, für die der betroffene Abschnitt vollständig gesperrt werden musste. Die direkte Strecke nach Hahnenklee und weiter in Richtung Clausthal-Zellerfeld steht damit vorerst nicht zur Verfügung.
Nach Angaben der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr sollen mehrere schadhafte Bereiche der Fahrbahn erneuert werden. Die Arbeiten begannen am 3. August und sollen nach derzeitiger Planung bis zum 21. August dauern. Die Behörde bezeichnet dieses Datum allerdings ausdrücklich als voraussichtliches Ende. Ob die B241 tatsächlich an diesem Tag wieder freigegeben werden kann, hängt vom Bauverlauf ab.
B241 bei Goslar: Vollsperrung trifft die direkte Harzverbindung
Die B241 ist eine der wichtigsten Straßen zwischen Goslar, Hahnenklee und Clausthal-Zellerfeld. Entsprechend spürbar sind die Folgen der Vollsperrung. Wer aus Goslar kommend auf direktem Weg in den Oberharz fahren will, muss seine Route neu planen und einen erheblichen Umweg in Kauf nehmen.
Gesperrt ist der Abschnitt zwischen Goslar und dem Kreuzeck beziehungsweise dem Abzweig nach Hahnenklee. Für den allgemeinen Verkehr gibt es dort kein Durchkommen. Der Eindruck, der Oberharz sei von Goslar aus vollständig abgeschnitten, wäre dennoch falsch. Die Region bleibt erreichbar, allerdings nur über die ausgeschilderte Umleitungsstrecke.
Diese führt zunächst über die B82 nach Langelsheim. Von dort geht es über Lautenthal und Wildemann weiter nach Clausthal-Zellerfeld. In Gegenrichtung verläuft die Umleitung entsprechend umgekehrt. Wer nach Hahnenklee möchte, muss ebenfalls diesen längeren Weg einplanen.
Mehr Fahrzeit, aber keine offizielle Minutenangabe
Wie viel länger die Fahrt dauert, lässt sich nicht pauschal beziffern. Die Landesbehörde nennt keine konkrete zusätzliche Fahrzeit. Sie hängt vom Ausgangspunkt, vom Ziel, von der Verkehrslage und vom jeweiligen Tageszeitpunkt ab. Sicher ist nur: Die Umleitung über Langelsheim, Lautenthal und Wildemann verlängert die Strecke deutlich.
Gerade zu den typischen Berufs- und Ausflugszeiten kann sich der Verkehr auf den Ausweichrouten verdichten. Offizielle Prognosen zu möglichen Staus oder Belastungsspitzen liegen jedoch nicht vor. Die Straßenbaubehörde rät Verkehrsteilnehmern lediglich, mehr Zeit einzuplanen.
Hahnenklee bleibt über das Kreuzeck erreichbar
Trotz der Sperrung ist Hahnenklee nicht vollständig vom Straßennetz abgeschnitten. Aus Richtung Clausthal-Zellerfeld kann der Ort weiterhin über die B241 bis zum Kreuzeck und anschließend über die Landesstraße 516 erreicht werden.
Anders stellt sich die Lage für Fahrten aus Goslar dar. Dort ist die gewohnte direkte Verbindung unterbrochen. Gäste, Beschäftigte und Lieferverkehre müssen daher auf die großräumige Umleitung ausweichen. Für ortsfremde Verkehrsteilnehmer ist es besonders wichtig, der ausgeschilderten Route zu folgen, statt auf kleinere Nebenstraßen auszuweichen.
Die Sperrung betrifft damit nicht die Erreichbarkeit des gesamten Oberharzes, wohl aber eine zentrale Verbindung. Für viele Nutzer der B241 bedeutet das einen zusätzlichen organisatorischen Aufwand – vor allem dann, wenn Termine, Hotelanreisen oder Arbeitswege knapp kalkuliert sind.
Mehrere Schadstellen werden auf voller Breite erneuert
Bei den Bauarbeiten handelt es sich nicht um eine vollständige Sanierung der gesamten B241. Erneuert werden mehrere beschädigte Fahrbahnabschnitte zwischen Goslar und dem Kreuzeck. Nach Angaben der Landesbehörde wird die Straßendecke dort jeweils über die gesamte Fahrbahnbreite instand gesetzt.
Die Vollsperrung soll die Arbeiten beschleunigen und einen geordneten Bauablauf ermöglichen. Eine Sanierung unter laufendem Verkehr würde die Arbeiten erschweren und voraussichtlich verlängern. Zugleich verweist die Behörde auf die Verkehrssicherheit.
Auch die Stadt Clausthal-Zellerfeld stellte die Maßnahme in einen Zusammenhang mit der Sicherheit auf der Strecke und verwies auf gestiegene Unfallzahlen. Konkrete Angaben dazu, wie viele Unfälle sich in welchem Zeitraum ereignet haben, wurden jedoch nicht veröffentlicht. Ebenso offen bleiben die Gesamtkosten der Bauarbeiten und die exakte Länge der erneuerten Abschnitte.
Warum die Vollsperrung nicht halbseitig erfolgt
Dass die B241 vollständig und nicht nur auf einer Fahrspur gesperrt ist, dürfte für viele Autofahrer die entscheidende Belastung sein. Die Behörde begründet die Maßnahme mit dem Umfang der Arbeiten: Da die Fahrbahndecke auf voller Breite erneuert wird, soll die Sperrung einen schnelleren Fortschritt ermöglichen.
Eine halbseitige Verkehrsführung mit Baustellenampel ist demnach nicht vorgesehen. Dadurch fällt die Verbindung zwar für knapp drei Wochen komplett aus, zugleich soll der Zeitraum der Beeinträchtigung begrenzt bleiben.
Buslinie 830 fährt im Harz nach Baustellenfahrplan
Die Sperrung der B241 wirkt sich nicht nur auf den Individualverkehr aus. HarzBus hat für die Linie 830 zwischen Goslar, Hahnenklee und Clausthal-Zellerfeld einen gesonderten Ferien-Baustellenfahrplan veröffentlicht. Er gilt seit dem 3. August.
Die Busverbindungen bleiben grundsätzlich bestehen, Fahrgäste müssen sich jedoch auf geänderte Abfahrts- und Ankunftszeiten einstellen. Die Auswirkungen unterscheiden sich je nach Verbindung. Vor Fahrtbeginn empfiehlt sich deshalb ein Blick in den aktuellen Fahrplan.
Für Pendler und Urlauber ist das besonders relevant, weil sich nicht nur die Fahrtdauer, sondern auch gewohnte Anschlüsse verändern können. Eine allgemeine Aussage zu den Verzögerungen ist nicht möglich, da die einzelnen Fahrten unterschiedlich geführt werden.
Proteste hatten die ursprüngliche Planung verändert
Die Vollsperrung war bereits vor Beginn der Arbeiten umstritten. Ursprünglich stand eine etwa vierwöchige Sperrung während der Sommerferien im Raum. Dagegen regte sich in Hahnenklee Widerstand. Eine Petition erreichte nach dem dokumentierten Stand 2286 Unterstützer.
Vertreter aus dem Ort und aus dem Tourismus warnten vor Nachteilen für Hotels, Gaststätten und andere Betriebe. Nach Gesprächen zwischen den Beteiligten wurde die Maßnahme lokalen Berichten zufolge zeitlich verschoben und verkürzt. Die spätere Behördenmitteilung legte schließlich den Zeitraum vom 3. bis voraussichtlich 21. August fest.
Ob die Sperrung tatsächlich zu nennenswerten wirtschaftlichen Einbußen führt, ist bislang nicht belegt. Entsprechende Aussagen bleiben Prognosen und Befürchtungen. Messbare Folgen lassen sich erst nach Abschluss der Arbeiten beurteilen.
Was Autofahrer im Oberharz jetzt beachten müssen
- Die B241 ist zwischen Goslar und dem Kreuzeck vollständig gesperrt.
- Die Bauarbeiten laufen seit dem 3. August und sollen voraussichtlich bis zum 21. August dauern.
- Die offizielle Umleitung führt über Langelsheim, Lautenthal und Wildemann.
- Hahnenklee bleibt aus Richtung Clausthal-Zellerfeld über das Kreuzeck erreichbar.
- Für die Buslinie 830 gilt ein eigener Baustellenfahrplan.
- Verkehrsteilnehmer sollten für die Strecke deutlich mehr Zeit einplanen.
Für den Harz entscheidet nun der Freigabetermin
Die B241 bleibt während der Sanierung ein Nadelöhr zwischen Goslar und dem Oberharz. Die Region ist nicht abgeschnitten, doch die direkte Route fällt aus – mit Folgen für Autofahrer, Pendler, Fahrgäste und Tourismusbetriebe.
Ob die Belastung tatsächlich am 21. August endet, hängt vom Fortgang der Arbeiten ab. Bis dahin führt der Weg in den Oberharz über die Umleitung. Für alle, die zwischen Goslar, Hahnenklee und Clausthal-Zellerfeld unterwegs sind, bleibt deshalb vor allem eines wichtig: mehr Zeit einplanen und aktuelle Verkehrs- beziehungsweise Fahrplanhinweise prüfen.


















