Zwischen Halberstadt im Harz und Magdeburg müssen Bahnreisende noch mehrere Wochen mit Einschränkungen rechnen. Seit dem 11. August ist der Abschnitt zwischen Dodendorf und Halberstadt gesperrt, auf einem Teil der Verbindung fahren Ersatzbusse. Wer von oder in Richtung Harz unterwegs ist, sollte vor allem die unterschiedlichen Bauphasen und die veränderten Anschlüsse im Blick behalten.
Halberstadt, 23. August 2026. Die Bahnstrecke zwischen Magdeburg und Halberstadt bleibt in den kommenden Wochen nur eingeschränkt nutzbar. Grund sind Bauarbeiten an einer Eisenbahnüberführung bei Groß Quenstedt. Dafür hat die Deutsche Bahn einen längeren Streckenabschnitt gesperrt und den Regionalverkehr neu organisiert.
Wichtig ist dabei eine Unterscheidung: Die Verbindung zwischen Magdeburg und Halberstadt ist derzeit nicht auf voller Länge für den Zugverkehr geschlossen. Zwischen Magdeburg und Dodendorf fahren weiterhin Züge. Erst von Dodendorf an müssen Reisende auf Ersatzbusse ausweichen.
Welche Strecke zwischen Magdeburg und Halberstadt gesperrt ist
Nach Angaben der Deutschen Bahn gilt die aktuelle Sperrung seit dem 11. August 2026. Betroffen ist der Abschnitt zwischen Dodendorf und Halberstadt. Diese Bauphase soll bis zum Betriebsbeginn am 22. September dauern.
Damit erstreckt sich die wichtigste Phase der Sperrung über rund sechs Wochen. Vollständig beendet sind die Einschränkungen danach jedoch noch nicht. Nach dem derzeitigen Zeitplan soll anschließend voraussichtlich bis zum 27. September noch der Abschnitt zwischen Oschersleben und Halberstadt gesperrt bleiben.
Für Fahrgäste ist dieser Wechsel entscheidend. Die Ersatzverbindungen und Umsteigepunkte bleiben über den gesamten Zeitraum nicht identisch. Wer seine Fahrt erst im September antritt, sollte deshalb prüfen, welche Bauphase dann gerade gilt.
Diese Linien sind von der Sperrung betroffen
Von den Bauarbeiten sind mehrere Regionalverbindungen betroffen. Die Deutsche Bahn nennt die Linien:
- RE11
- RE21
- RE31
- RB43
- HBX
Die Auswirkungen reichen damit über die direkte Verbindung zwischen Magdeburg und Halberstadt hinaus. Betroffen sind auch Fahrgäste, die Halberstadt als Umsteigepunkt nutzen oder von dort weiter in Richtung Harz reisen.
Das Wichtigste in Kürze
Zwischen Halberstadt im Harz und Magdeburg ist der Bahnverkehr wegen Bauarbeiten bei Groß Quenstedt mehrere Wochen eingeschränkt. Auf dem gesperrten Abschnitt zwischen Dodendorf und Halberstadt fahren Ersatzbusse, zusätzlich gibt es Expressbusse zwischen Magdeburg und Halberstadt.
- Was ist passiert?
- Die Bahnstrecke zwischen Magdeburg und Halberstadt bleibt in den kommenden Wochen nur eingeschränkt nutzbar.
- Wann?
- Diese Bauphase soll bis zum Betriebsbeginn am 22. September dauern.
- Was gilt konkret?
- Zwischen Magdeburg und Dodendorf fahren weiterhin Züge.
- Was bedeutet das?
- Zwischen Magdeburg und Halberstadt verkehren stündliche Expressbusse über die B81.
Ersatzverkehr für Halberstadt und den Harz
Für den gesperrten Streckenabschnitt ist ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Zwischen Dodendorf und Halberstadt sollen stündlich Busse fahren. Sie übernehmen den Verkehr auf dem Abschnitt, auf dem derzeit keine Regionalzüge verkehren.
Die meisten Unterwegshalte werden dabei bedient. Eine Ausnahme ist Nienhagen. Der Ort wird von den regulären Ersatzbussen nicht direkt angefahren. Für Fahrgäste von und nach Nienhagen ist stattdessen ein Kleinbus in Richtung Halberstadt vorgesehen.
Zusätzlich gibt es für Reisende, die ohne Zwischenhalt zwischen den beiden Städten unterwegs sind, eine weitere Möglichkeit: Zwischen Magdeburg und Halberstadt verkehren stündliche Expressbusse über die B81.
Expressbus oder Umstieg in Dodendorf
Damit ergeben sich derzeit zwei grundsätzliche Reisewege. Wer unterwegs an einem der Zwischenhalte ein- oder aussteigen muss, fährt zunächst mit dem Zug zwischen Magdeburg und Dodendorf und steigt dort in den Ersatzbus um. Wer direkt von Magdeburg nach Halberstadt oder in die Gegenrichtung fährt, kann den Expressbus nutzen.
| Abschnitt | Verkehrsmittel | Hinweis |
|---|---|---|
| Magdeburg–Dodendorf | Zug | regulärer Bahnverkehr |
| Dodendorf–Halberstadt | Ersatzbus | stündliche Verbindung |
| Magdeburg–Halberstadt | Expressbus | direkt über die B81 |
Nach einem Bericht des MDR verlängert sich die Fahrt mit dem Expressbus gegenüber der regulären Bahnverbindung um ungefähr 30 Minuten. Das ist allerdings kein pauschaler Wert für jede Reise. Je nach Verbindung, Umstieg und Ziel können die tatsächlichen Fahrzeiten abweichen.
Warum die Bahnstrecke bei Groß Quenstedt gesperrt werden muss
Auslöser der Sperrung ist der Neubau einer Eisenbahnüberführung über den Irrlandgraben bei Groß Quenstedt. Die bestehende Brücke hat nach Angaben der Deutschen Bahn das Ende ihrer technischen Nutzungsdauer erreicht.
Es handelt sich deshalb nicht lediglich um kleinere Reparaturen. Das alte Bauwerk wird ersetzt. Zu den Arbeiten gehören unter anderem der Rückbau der bisherigen Konstruktion, Erd- und Verbauarbeiten, der Einbau des neuen Brückenbauwerks sowie Arbeiten an Gleisen und Bahntechnik.
Die Maßnahme selbst war länger vorbereitet. Auch das zugrunde liegende Bauvorhaben war bereits behördlich genehmigt. Kurzfristig verändert wurde allerdings die konkrete Baulogistik. Genau das hatte Folgen für den Umfang der Sperrung und die Organisation des Ersatzverkehrs.
Zum Start lief der Ersatzverkehr nicht reibungslos
Am ersten Tag der Sperrung kam es zu deutlichen Problemen. Die Deutsche Bahn räumte Schwierigkeiten beim Ersatzverkehr und bei der Fahrgastinformation ein.
Nach Darstellung des Unternehmens musste der ursprünglich vorgesehene Bauablauf kurzfristig geändert werden. Statt eines anderen Teilabschnitts wurde die Strecke zwischen Dodendorf und Halberstadt gesperrt. In der Folge mussten Fahrpläne, Busumläufe und Anschlüsse neu organisiert werden.
Auch der MDR berichtete am 11. August über ausgefallene beziehungsweise nicht funktionierende Anschlüsse. Diese Berichte beziehen sich jedoch auf den Start der Sperrung. Dass die damaligen Probleme weiterhin in gleicher Form bestehen, ist nicht belegt.
Für Reisende bleibt dennoch ratsam, ihre Verbindung unmittelbar vor Fahrtantritt zu prüfen. Die Strecke Magdeburg–Halberstadt befindet sich während der Bauarbeiten in einer Ausnahmesituation, und mit dem Wechsel der Bauphase im September ändern sich auch die Rahmenbedingungen erneut.
Was Reisende aus Halberstadt und dem Harz jetzt beachten sollten
Wer von Halberstadt nach Magdeburg fährt, muss derzeit vor allem mehr Zeit einplanen. Eine durchgehende Zugfahrt ist während der aktuellen Bauphase nicht möglich. Je nach Verbindung führt die Reise entweder über den Ersatzverkehr ab Dodendorf oder direkt mit dem Expressbus nach Magdeburg.
Auch für Fahrten in die Gegenrichtung gilt: Der Bahnverkehr endet derzeit bereits in Dodendorf. Von dort geht es mit dem Bus weiter nach Halberstadt. Für Reisende mit Anschlussverbindungen kann daraus ein zusätzlicher Zeitpuffer notwendig werden.
Besonders aufmerksam sollten Fahrgäste sein, die Ende September unterwegs sind. Ab dem 22. September soll sich der gesperrte Abschnitt verändern. Die Einschränkungen sollen zwar geringer werden, beendet ist die Baustelle zu diesem Zeitpunkt aber voraussichtlich noch nicht.
Für die Harzregion zählt der genaue Streckenabschnitt
Die Bezeichnung einer vollständigen Sperrung zwischen Magdeburg und Halberstadt greift zu kurz. Tatsächlich bleibt auf einem Teil der Verbindung weiterhin Zugverkehr möglich. Aktuell ist vor allem der Abschnitt Dodendorf–Halberstadt betroffen, anschließend soll die Sperrung auf Oschersleben–Halberstadt begrenzt werden.
Für Fahrgäste aus Halberstadt und dem Harz macht diese Unterscheidung einen erheblichen Unterschied. Die Verbindung nach Magdeburg bleibt bestehen, sie funktioniert während der Bauarbeiten jedoch nur mit Ersatzbussen, zusätzlichen Umstiegen und längeren Reisezeiten. Nach derzeitiger Planung sollen die Einschränkungen bis Ende September schrittweise zurückgehen.


















