Herbsttouren im Harz
Sechs Herbsttouren im Harz: Vom Oderteich bis zur Teufelsmauer

Symbolbild: KI-generiert. Herbstwandern im Harz bietet Touren durch Wälder, Täler, Moorlandschaften und über aussichtsreiche Höhen.
Herbsttouren im Harz

Symbolbild: KI-generiert. Herbstwandern im Harz bietet Touren durch Wälder, Täler, Moorlandschaften und über aussichtsreiche Höhen.
Herbstwandern im Harz bietet auf engem Raum sehr unterschiedliche Landschaften: tiefe Täler, Buchenwälder, Moorflächen, Felsformationen und die Höhen rund um den Brocken. Für Tagesausflüge kommen sowohl kurze, leichte Rundwege als auch längere, mittelschwere Touren infrage. Wer aufbrechen will, sollte neben Länge und Kondition vor allem die aktuelle Wegelage beachten.
Harz, 3. September 2026 – Wer im Herbst im Harz wandern möchte, muss sich nicht auf eine einzige Landschaft festlegen. Rund um Ilsenburg dominieren Wald, Wasser und Felsen, am Oderteich prägen Moor und historische Wasserwirtschaft die Strecke, während Teufelsmauer und Bodetal deutlich schroffere Konturen bieten. Hinzu kommen die bekannten Wege Richtung Brocken.
Gerade diese Unterschiede machen Herbstwandern im Harz so vielseitig. Eine objektive Rangliste der schönsten Touren wäre dabei wenig sinnvoll. Belastbar ist vielmehr, dass mehrere offiziell ausgewiesene Wege Landschaftstypen verbinden, die in den Herbstmonaten besonders reizvoll wirken können. Nach Angaben des Nationalparks Harz und des Harzer Tourismusverbandes zählen unter anderem das Ilsetal, der Goetheweg zum Brocken und der Rundweg am Oderteich zu den etablierten Wanderzielen der Region.
| Route | Länge | Schwierigkeit |
|---|---|---|
| Ilsetal zur Plessenburg | ca. 13 km | mittel |
| Bodetal, Thale bis Treseburg | ca. 15,1 km | mittel |
| Rundweg Oderteich | ca. 4,5 km | leicht |
| Goetheweg zum Brocken | mehrstündige Bergtour | mittel |
| Teufelsmauer-Rundweg | ca. 7,56 km | leicht |
| Liebesbankweg | ca. 6,3 km | leicht |
Zu den abwechslungsreichsten Touren für Herbstwandern im Harz gehört die Strecke durch das Ilsetal zur Plessenburg. Der offizielle Rundweg beginnt bei Ilsenburg und ist rund 13 Kilometer lang. Für die Tour sollten Wanderer drei bis vier Stunden einplanen, etwa 300 Höhenmeter kommen hinzu.
Die Route führt an den Ilsefällen vorbei und durch Buchenwälder hinauf in felsigeres Gelände. Paternosterklippe und Ilsestein liegen entlang beziehungsweise im Umfeld der Strecke. Gerade die Mischung aus Wasserläufen, Wald und markanten Felsen unterscheidet das Ilsetal von vielen reinen Höhenwegen.
Wer beim Herbstwandern im Harz nicht ausschließlich auf Fernsicht oder Gipfel setzt, findet hier einen besonders vielseitigen Tagesausflug. Die Tour ist lang genug für mehrere Stunden unterwegs, bleibt aber deutlich unter dem Umfang einer großen Tagestour durch das Bodetal oder über die gesamte Teufelsmauer.
Das Bodetal gehört zu den landschaftlich markanten Wanderregionen im Harz. Zwischen Thale, Altenbrak und Treseburg bestimmen steile Felsbereiche, bewaldete Hänge und die Bode das Bild. Wer hier unterwegs ist, sollte für eine klassische Tagestour deutlich mehr Zeit einplanen.
Eine offiziell beschriebene Route von Thale über die Rosstrappe und Altenbrak nach Treseburg kommt auf rund 15,1 Kilometer. Die Gehzeit liegt bei ungefähr vier Stunden und 40 Minuten, die Strecke wird als mittelschwer eingestuft.
Noch länger ist eine Variante über Abschnitte des Harzer-Hexen-Stiegs. Die Route über Thale, Treseburg, Altenbrak und Wendefurth umfasst rund 18,6 Kilometer. Damit eignet sich das Bodetal vor allem für Wanderer, die Herbstwandern im Harz mit einer längeren Tour verbinden möchten und ausreichend Kondition mitbringen.
Der Artikel stellt sechs unterschiedlich lange Herbstwanderungen im Harz vor und ordnet sie nach Landschaft und Anspruch ein. Für Touren zum Brocken ist zusätzlich die aktuelle Sperrung des Hirtenstiegs zu beachten.
Nicht jede Herbstwanderung muss mehrere Stunden dauern. Der Rundweg am Oderteich ist etwa 4,5 Kilometer lang und damit eine der kompakteren Möglichkeiten. Für die Strecke werden ungefähr eineinhalb bis zwei Stunden benötigt, nennenswerte Steigungen gibt es nicht.
Ein Spazierweg im klassischen Sinn ist die Runde trotzdem nicht. Teilweise führen schmale Bohlenstege und wurzelige Pfade durch das Gelände. Für Kinderwagen oder Rollstühle ist die Strecke deshalb nicht geeignet.
Landschaftlich prägen Moorbereiche, Waldflächen und der historische Oderteich die Tour. Die Anlage gehört zur Oberharzer Wasserwirtschaft und damit zum UNESCO-Welterbe. Wer Herbstwandern im Harz mit einer kürzeren, landschaftlich dennoch abwechslungsreichen Runde verbinden will, findet hier eine gut überschaubare Alternative.
Der Goetheweg von Torfhaus zählt nach Angaben des Nationalparks Harz zu den beliebtesten Wanderwegen im Schutzgebiet. Die mittelschwere Route führt überwiegend über gut ausgebaute Wege in Richtung Brocken.
Unterwegs liegen unter anderem Brockenfeldmoor, Goethemoor, Abschnitte des ehemaligen Grenzstreifens und die Strecke der Brockenbahn. Ziel ist der 1.141 Meter hohe Brocken.
Gerade beim Herbstwandern im Harz gilt für diese Tour jedoch ein zusätzlicher Vorbehalt: Die Bedingungen in den höheren Lagen können deutlich rauer ausfallen als in den Tälern. Wetter, Sicht und Wind sollten deshalb vor dem Start geprüft werden.
Hinzu kommt derzeit eine konkrete Einschränkung. Der Nationalpark Harz hat am 2. September mitgeteilt, dass die Sperrung des Hirtenstiegs wegen Bauarbeiten bis auf Weiteres verlängert wurde. Betroffen sind Wanderer und Radfahrer.
Die Sperrung betrifft allerdings nicht pauschal alle Wege zum Brocken. Der Goetheweg ist eine eigenständige Route. Wer eine Brockentour plant, sollte deshalb nicht von einer generellen Sperrung ausgehen, sondern gezielt die aktuelle Lage des vorgesehenen Weges prüfen.
Kaum eine Wanderregion im Harz bietet so unterschiedliche Distanzen wie die Teufelsmauer. Der vollständige Harzer Teufelsmauerstieg zwischen Blankenburg und Ballenstedt ist rund 25,25 Kilometer lang. Mit einer Gehzeit von etwa sechs Stunden und 45 Minuten ist er eine anspruchsvolle Tagestour.
Deutlich leichter fällt die Rundwanderung bei Weddersleben und Neinstedt aus. Sie umfasst rund 7,56 Kilometer, dauert etwa zwei Stunden und überwindet nur rund 50 Höhenmeter.
Die Strecke führt entlang auffälliger Sandsteinformationen und eröffnet Blicke über das Harzvorland. Der Harzer Tourismusverband führt diese Rundtour grundsätzlich auch für September, Oktober und November als geeignete Strecke, jeweils abhängig von der Wetterlage.
Wer Herbstwandern im Harz mit einer leichteren Rundtour verbinden möchte, kann den Liebesbankweg bei Hahnenklee einplanen. Der Weg ist rund 6,3 Kilometer lang, die Gehzeit liegt bei etwa zweieinhalb Stunden. Rund 140 Höhenmeter sind zu bewältigen.
Entlang der Strecke liegen Teiche und Dämme der historischen Oberharzer Wasserwirtschaft. Hinzu kommen Aussichtspunkte und die thematisch gestalteten Bänke, die dem Weg seinen Namen geben. Nach Angaben des Harzer Tourismusverbandes war der Liebesbankweg der erste klassifizierte Premiumwanderweg im Harz und in Niedersachsen.
Bei der Wahl einer Route spielen Länge, Höhenmeter und Kondition eine zentrale Rolle. Im Herbst kommt ein weiterer Faktor hinzu: die aktuelle Situation im Wald. Der Nationalpark Harz weist darauf hin, dass nach Stürmen Gefahren durch herabfallende Äste und entwurzelte Bäume bestehen können. Vor, während und einige Tage nach starken Stürmen wird vom Betreten der Wälder abgeraten.
Im Nationalpark gilt außerdem das Wegegebot. Wanderer sollen auf den ausgeschilderten Wegen bleiben und kurzfristige Hinweise vor Ort beachten. Gerade bei Touren Richtung Brocken, aber auch in bewaldeten Tälern, kann sich die Lage kurzfristig ändern.
Als weitere Möglichkeit für Herbstwandern im Harz bietet sich das Selketal an. Der Harzer Tourismusverband beschreibt dort schmale Pfade, bewaldete Abschnitte, Wasserläufe und aussichtsreiche Klippenwege. Wer die bekannteren Ziele rund um Brocken und Bodetal vermeiden möchte, findet damit eine zusätzliche Option.
Die Unterschiede zwischen den Routen sind größer als jede Rangliste vermuten lässt. Der Oderteich eignet sich für eine kurze Runde, das Ilsetal verbindet Wald und Wasser auf einer mittellangen Strecke. Die Teufelsmauer bietet Felsen und Fernblicke, während Bodetal und Brocken deutlich mehr Zeit und Kondition verlangen.
Genau darin liegt die Stärke des Herbstwanderns im Harz: Auf vergleichsweise engem Raum lassen sich sehr unterschiedliche Touren planen. Entscheidend ist weniger die Frage nach dem vermeintlich schönsten Weg als danach, welche Landschaft, welche Distanz und welches Höhenprofil zum eigenen Ausflug passen. Wer zusätzlich Wetter und aktuelle Sperrungen im Blick behält, kann die Tour entsprechend der tatsächlichen Bedingungen auswählen.
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