Demokratie im Harz
Goslar setzt bei der Langen Nacht der Demokratie auf Desinformation und NS-Geschichte

Demokratie im Harz

Zwei Veranstaltungen, zwei Perspektiven auf demokratische Bildung: Bei der Langen Nacht der Demokratie in Goslar geht es um den Umgang mit Desinformation und um die nationalsozialistische Vergangenheit der Stadt. Beide Angebote der Kreisvolkshochschule sind kostenlos – bei einem Veranstaltungsort sollten Besucher allerdings auf die jüngsten Angaben achten.
Goslar, 23. September 2026. Wenn am 2. Oktober die Lange Nacht der Demokratie in Niedersachsen stattfindet, beteiligt sich auch die Kreisvolkshochschule Goslar. Zwei Veranstaltungen stehen auf dem Programm. Die eine richtet sich gezielt an junge Erwachsene und beschäftigt sich mit Desinformation, die andere führt zurück in die NS-Zeit und zur ehemaligen Bauernhochschule in Goslar.
Die Themen könnten auf den ersten Blick kaum weiter auseinanderliegen. Hier der heutige Umgang mit Informationen, dort die Auseinandersetzung mit einem Kapitel der lokalen Geschichte. Verbunden sind beide Angebote durch die Frage, wie demokratische Bildung vermittelt werden kann. Nach Angaben des Landesverbands der Volkshochschulen Niedersachsens gehören beide Termine zum niedersächsischen Programm der Langen Nacht der Demokratie.
Das erste Angebot beginnt am Freitag, 2. Oktober, um 15.30 Uhr. Unter dem Titel „Stimmt das? Stark gegen Desinformationen“ spricht die Kreisvolkshochschule ausdrücklich junge Erwachsene zwischen 16 und 25 Jahren an. Der Kurs dauert bis 18.30 Uhr. Im Programm der kvhs ist C. Labuhn als Kursleitung genannt.
Vorgesehen ist die Veranstaltung nach dem aktuell veröffentlichten Stand im Kreishaus an der Klubgartenstraße 6, Raum 0104. Die Teilnahme ist gebührenfrei.
Im Mittelpunkt steht ein Thema, das unmittelbar an den Medienalltag junger Menschen anknüpft: Desinformation erkennen und einordnen. Weitergehende Einzelheiten zum Ablauf sind in den für diese Ankündigung vorliegenden Angaben nicht ausgewiesen. Fest steht jedoch die Zielgruppe – und damit unterscheidet sich dieser Programmpunkt deutlich vom zweiten Angebot des Tages.
Die Lange Nacht der Demokratie in Goslar beginnt damit nicht erst am Abend. Bereits am Nachmittag startet das Programm der Kreisvolkshochschule. Trotz des Namens der Veranstaltungsreihe endet der erste Goslarer Termin schon um 18.30 Uhr.
Eine Stunde nach Beginn des Desinformationskurses startet um 16.30 Uhr die zweite Veranstaltung. Ihr Titel benennt den historischen Schwerpunkt sehr konkret: „Schulungsort der NS-Ideologie – Die Bauernhochschule Goslar, die Reichsbauernstadt und die Verantwortung heute“.
Die Kreisvolkshochschule Goslar beteiligt sich am 2. Oktober 2026 mit zwei kostenlosen Angeboten an der Langen Nacht der Demokratie. Im Mittelpunkt stehen Desinformation bei jungen Erwachsenen und die NS-Geschichte der ehemaligen Bauernhochschule in Goslar.
Geleitet wird der Termin von Oliver Turk. In der aktuellen Ankündigung wird er dem Verein Spurensuche Harzregion zugeordnet. Die Veranstaltung ist bis 18.45 Uhr angesetzt und ebenfalls kostenlos.
Im Zentrum steht die ehemalige Bauernhochschule und damit ein Ort, der unmittelbar mit der nationalsozialistischen Vergangenheit Goslars verbunden ist. Auch die damalige Bezeichnung Goslars als sogenannte Reichsbauernstadt gehört zum angekündigten Themenrahmen.
Für Turk ist die Beschäftigung mit regionaler Geschichte kein neues Feld. Bereits bei der Demokratiekonferenz des Landkreises Goslar 2025 setzte er sich mit der Frage auseinander, welche Bedeutung die Aufarbeitung lokaler Geschichte für die Prävention von Extremismus haben kann. Bei der Langen Nacht der Demokratie wird dieser historische Zugang nun an einem konkreten Goslarer Schauplatz aufgegriffen.
Wer die historische Veranstaltung besuchen möchte, sollte bei der Adresse genauer hinsehen. Zwischen dem veröffentlichten Semesterprogramm der Kreisvolkshochschule und der jüngeren Veranstaltungsankündigung besteht ein Unterschied.
Im Semesterprogramm wird als Ort allgemein das Kreishaus in Goslar genannt. Die aktuellere Ankündigung, die sich auf Angaben des Landkreises stützt, führt dagegen Raum 9004 im Gebäude der ehemaligen Bauernhochschule an der Klubgartenstraße 9a auf.
Nach dem jüngsten veröffentlichten Stand ist damit die Klubgartenstraße 9a die maßgebliche Adresse für den Termin mit Oliver Turk. Ob der Veranstaltungsort nachträglich geändert wurde oder das Semesterprogramm lediglich eine weniger konkrete Angabe enthält, lässt sich aus den vorliegenden Informationen nicht eindeutig ableiten.
An den Veranstaltungszeiten ändert diese Abweichung nichts. Für den historischen Programmpunkt sind weiterhin 16.30 bis 18.45 Uhr angegeben.
Für Besucher ist ein weiterer Punkt eindeutig: Beide Veranstaltungen der Langen Nacht der Demokratie in Goslar werden im Programm der Kreisvolkshochschule gebührenfrei geführt. Nach der aktuellen Ankündigung ist bei beiden Angeboten außerdem ein Imbiss vorgesehen.
Anmeldungen nimmt die Kreisvolkshochschule entgegen. Als Kontaktmöglichkeit wird unter anderem die Telefonnummer 05321 76-7560 genannt. Ob eine vorherige Anmeldung zwingende Voraussetzung für die Teilnahme ist, geht aus den vorliegenden Informationen allerdings nicht eindeutig hervor. Wer einen der Termine besuchen möchte, kann deshalb vorab den aktuellen Stand bei der kvhs prüfen.
Die beiden Angebote überschneiden sich zeitlich. Der Kurs zu Desinformation läuft von 15.30 bis 18.30 Uhr, die Veranstaltung zur ehemaligen Bauernhochschule beginnt bereits um 16.30 Uhr und endet um 18.45 Uhr. Wer sich für beide Themen interessiert, kann sie daher nicht vollständig nacheinander besuchen.
Die Lange Nacht der Demokratie findet in Niedersachsen am 2. Oktober statt – bewusst am Vorabend des Tags der Deutschen Einheit. Nach Angaben des Landesverbands der Volkshochschulen Niedersachsens beteiligt sich das Bundesland 2026 zum zweiten Mal an dem Format. Der Landesverband koordiniert die niedersächsischen Aktivitäten.
Die Bezeichnung „Lange Nacht“ beschreibt dabei den übergeordneten Veranstaltungsrahmen, nicht zwingend die Uhrzeiten jedes einzelnen Angebots. Das zeigt Goslar besonders deutlich: Beide lokalen Termine sind bereits vor 19 Uhr beendet.
Inhaltlich setzt die Kreisvolkshochschule auf zwei voneinander unabhängige Zugänge. Der Workshop für 16- bis 25-Jährige nimmt mit Desinformation eine gegenwärtige Herausforderung in den Blick. Die zweite Veranstaltung setzt bei der Geschichte der Stadt an und beschäftigt sich mit einem Ort, der während der NS-Zeit eine besondere Funktion hatte.
Damit entsteht kein gemeinsames Seminarprogramm, sondern ein Nebeneinander zweier Angebote unter dem Dach der Langen Nacht der Demokratie. Besucher können je nach Interesse einen Schwerpunkt wählen.
Für die Lange Nacht der Demokratie in Goslar steht damit ein kompaktes Programm fest. Am 2. Oktober geht es ab 15.30 Uhr zunächst um Desinformation und den kritischen Umgang mit Informationen. Ab 16.30 Uhr richtet sich der Blick auf die ehemalige Bauernhochschule, die NS-Ideologie und Goslars Vergangenheit als sogenannte Reichsbauernstadt.
Beide Veranstaltungen sind kostenlos, beide enden am frühen Abend. Vor allem beim historischen Programmpunkt lohnt sich vor dem Besuch ein Blick auf die aktuellen Ortsangaben: Nach dem jüngsten veröffentlichten Stand ist dafür die ehemalige Bauernhochschule in der Klubgartenstraße 9a vorgesehen. Der Kurs zu Desinformation findet dagegen im Kreishaus an der Klubgartenstraße 6 statt.
So setzt Goslar bei der Langen Nacht der Demokratie nicht auf ein großes Abendprogramm, sondern auf zwei klar umrissene Themen. Das eine beschäftigt sich mit der Frage, wie Informationen heute eingeordnet werden können. Das andere führt an einen Ort zurück, an dem sich ein Teil der politischen Geschichte der Stadt konkret festmachen lässt.
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