Im Studiokino Eisenstein in Quedlinburg beginnt im September eine neue Reihe für den Harz: Beim Strickkino dürfen Besucher ihre Handarbeit mit in die Vorstellung nehmen. Zum Auftakt am 14. September um 17.30 Uhr läuft „Sehnsucht in Sangerhausen“, anschließend soll das Format jeden zweiten Montag im Monat wiederkehren. Neu ist die Idee für das Quedlinburger Kino – eine Premiere für den gesamten Harz lässt sich dagegen nicht belegen.
Quedlinburg, 19. August 2026. Im Kinosaal sitzen, einen Film verfolgen und gleichzeitig die nächsten Maschen stricken: Das Studiokino Eisenstein erweitert sein Programm um ein Format, das andernorts bereits Anhänger gefunden hat. Ab September gehört ein Strickkino zum Programm des kleinen Quedlinburger Hauses.
Nach Angaben des Studiokinos Eisenstein ist die Reihe künftig für den zweiten Montag eines Monats vorgesehen, jeweils um 17.30 Uhr. Der erste Termin steht bereits fest: Am 14. September zeigt das Kino „Sehnsucht in Sangerhausen“ von Regisseur Julian Radlmaier.
Damit wird aus der ungewöhnlichen Kombination von Kino und Handarbeit kein einmaliger Themenabend. Das Eisenstein plant einen regelmäßigen Termin. Wer strickt, kann sein Projekt mitbringen und während der Vorstellung daran weiterarbeiten.
Strickkino in Quedlinburg startet am 14. September
Für den Auftakt hat das Eisenstein einen Film ausgewählt, der einen direkten Bezug zu Sachsen-Anhalt hat. „Sehnsucht in Sangerhausen“ erzählt von zwei Frauen, deren Wege sich in der gleichnamigen Stadt kreuzen. Im Mittelpunkt stehen Ursula, die als Kellnerin arbeitet, und Neda, eine iranische YouTuberin.
Regie führte Julian Radlmaier. Der rund 90 Minuten lange Film wurde von Blue Monticola Film produziert, der WDR war an der Koproduktion beteiligt. 2025 lief „Sehnsucht in Sangerhausen“ im internationalen Wettbewerb des Filmfestivals Locarno. Der Film ist ab sechs Jahren freigegeben.
Im Septemberprogramm des Eisenstein steht der Film an mehreren Tagen. Für das neue Format entscheidend ist die Vorstellung am Montag, 14. September, um 17.30 Uhr: Sie bildet den Auftakt des Strickkinos in Quedlinburg.
Aus dem Themenabend soll eine feste Reihe werden
Bemerkenswert ist weniger die einzelne Sondervorstellung als der angekündigte Rhythmus. Das Studiokino will das Strickkino dauerhaft in sein Programm aufnehmen. Jeweils am zweiten Montag eines Monats soll um 17.30 Uhr eine entsprechende Vorstellung beginnen.
Welche Filme nach dem Septemberauftakt ausgewählt werden, ist bislang nicht bekannt. Auch besondere Konditionen für die neue Reihe sind nicht gesondert ausgewiesen. Für reguläre Vorstellungen nennt das Kino einen Eintrittspreis von fünf Euro. Ob dieser unverändert für das Strickkino gilt, lässt sich aus den vorliegenden Angaben jedoch nicht eindeutig ableiten.
Ähnlich verhält es sich mit der konkreten Gestaltung des Kinosaals. Bei Strickkino-Veranstaltungen anderer Häuser wird teilweise mit angepasster Beleuchtung gearbeitet, damit das Handarbeiten während des Films möglich bleibt. Für das Eisenstein ist eine solche Regelung bislang nicht offiziell dokumentiert. Wie hell es während der Vorstellung bleibt, sollte deshalb nicht aus den Gepflogenheiten anderer Kinos abgeleitet werden.
Das Wichtigste in Kürze
Das Studiokino Eisenstein in Quedlinburg startet im September 2026 eine neue Strickkino-Reihe. Zum Auftakt am 14. September um 17.30 Uhr läuft „Sehnsucht in Sangerhausen“.
- Was ist passiert?
- Ab September gehört ein Strickkino zum Programm des kleinen Quedlinburger Hauses.
- Wann?
- Der erste Termin steht bereits fest: Am 14. September zeigt das Kino „Sehnsucht in Sangerhausen“ von Regisseur Julian Radlmaier.
- Was gilt konkret?
- Jeweils am zweiten Montag eines Monats soll um 17.30 Uhr eine entsprechende Vorstellung beginnen.
- Wo?
- Das Studiokino Eisenstein befindet sich im Kulturzentrum Reichenstraße 1 in Quedlinburg und wird vom Dachverein Reichenstraße e. V. getragen.
- Was ist noch offen?
- Welche Filme nach dem Septemberauftakt ausgewählt werden, ist bislang nicht bekannt.
Neues Strickkino-Angebot im Harz
Das Studiokino Eisenstein befindet sich im Kulturzentrum Reichenstraße 1 in Quedlinburg und wird vom Dachverein Reichenstraße e. V. getragen. Das Haus verfügt nach eigenen Angaben über 50 Plätze und bezeichnet sich als derzeit einziges Kino Quedlinburgs.
Für ein Kino dieser Größe bedeutet ein regelmäßiges Sonderformat vor allem eine Erweiterung des bestehenden Programms. Ein neuer Veranstaltungsort entsteht nicht. Stattdessen wird eine klassische Filmvorstellung mit einer Freizeitbeschäftigung verbunden, die normalerweise eher im Wohnzimmer, in Handarbeitsgruppen oder bei gemeinsamen Treffen stattfindet.
Das Strickkino in Quedlinburg steht damit für eine Form des Kinobesuchs, bei der die Leinwand nicht die einzige Beschäftigung des Abends bleibt. Der Film läuft regulär, während Besucher zugleich an ihrer Handarbeit arbeiten können. Genau diese Verbindung ist der Kern des Formats.
Was für den ersten Strickkino-Abend feststeht
| Angabe | Details |
|---|---|
| Termin | Montag, 14. September 2026 |
| Beginn | 17.30 Uhr |
| Ort | Studiokino Eisenstein, Reichenstraße 1, Quedlinburg |
| Film | „Sehnsucht in Sangerhausen“ |
| Regie | Julian Radlmaier |
| Künftiger Rhythmus | Zweiter Montag im Monat, 17.30 Uhr |
Über diese bestätigten Angaben hinaus sind einige Details noch offen. Ein spezieller Eintrittspreis für das Strickkino ist ebenso wenig gesichert wie besondere Vorgaben für die mitgebrachte Handarbeit. Auch weitere Filmtitel der geplanten Reihe sind bislang nicht dokumentiert.
Die Idee des Strickkinos gibt es bereits in anderen Städten
So ungewöhnlich die Kombination klingt, neu erfunden wird sie in Quedlinburg nicht. Strickkino hat sich bereits in mehreren deutschen Städten als Veranstaltungsformat etabliert. Für 2026 sind entsprechende Termine unter anderem in Hamburg, Nordhausen und Meißen dokumentiert.
Auch der NDR hat das Phänomen aufgegriffen und über Stricken im Kino als einen Trend mit Wurzeln in England und Skandinavien berichtet. Die Grundidee bleibt dabei ähnlich: Handarbeit und Filmvorführung werden in einem gemeinsamen Kinotermin zusammengeführt. In der konkreten Umsetzung unterscheiden sich die Häuser allerdings.
Das ist für die Einordnung der Quedlinburger Ankündigung wichtig. Dass das Eisenstein sein Angebot ausdrücklich als neu kennzeichnet, belegt den Start einer neuen Reihe in diesem Kino. Daraus folgt jedoch nicht automatisch, dass zuvor noch nie irgendwo in Quedlinburg ein vergleichbarer Einzelabend stattgefunden hat.
Noch weniger lässt sich daraus eine Premiere für den gesamten Harz ableiten. Vergleichbare Veranstaltungen sind auch in der weiteren Region bekannt. Der Filmpalast Nordhausen hat ebenfalls ein Strickkino im Programm. Die Bezeichnung „erstes Strickkino im Harz“ wäre deshalb zu weitgehend.
Neu für Quedlinburg im Harz, nicht neu erfunden
Gerade diese Abgrenzung macht die Nachricht nicht weniger interessant. Entscheidend ist der belegbare lokale Kern: Das Studiokino Eisenstein führt ein neues, wiederkehrendes Format ein. Ab September bekommt das Strickkino in Quedlinburg einen festen Platz im Monatsprogramm.
Der Unterschied ist journalistisch relevant. Eine einzelne Sonderveranstaltung könnte nach einem Abend wieder verschwinden. Das Eisenstein kündigt dagegen von Beginn an einen regelmäßigen Turnus an. Damit wird das Format Teil der Programmplanung – zunächst mit einem klar festgelegten Wochentag und einer festen Uhrzeit.
Zum Auftakt kommt Sangerhausen auf die Leinwand
Auch die Filmauswahl sorgt für einen regionalen Bezug. „Sehnsucht in Sangerhausen“ trägt den Namen einer Stadt aus Sachsen-Anhalt bereits im Titel. Die Handlung führt zwei Frauen mit unterschiedlichen Biografien zusammen und ist in Sangerhausen angesiedelt.
Für das Strickkino in Quedlinburg ergibt sich daraus ein Auftakt, bei dem das neue Veranstaltungsformat mit einem Film aus dem eigenen Bundesland verbunden wird. Weitere Schlüsse über die künftige Programmauswahl lassen sich daraus allerdings nicht ziehen. Ob auch bei späteren Strickkino-Terminen regionale Stoffe eine Rolle spielen, ist nicht bekannt.
Fest steht nur der Rahmen: zweiter Montag des Monats, Beginn um 17.30 Uhr. Welche Produktionen auf „Sehnsucht in Sangerhausen“ folgen, muss das weitere Programm zeigen.
Ab September hat das Strickkino im Harz einen festen Platz
Am 14. September wird sich erstmals zeigen, wie das neue Angebot im Eisenstein praktisch aussieht. Der Rahmen ist gesetzt, der erste Film ausgewählt und der monatliche Rhythmus angekündigt. Offen sind vor allem Details zu den kommenden Filmen und zur konkreten Ausgestaltung der Vorstellungen.
Für Quedlinburg und damit für den Harz erweitert sich das Kinoprogramm um eine ungewöhnliche Reihe, ohne dass daraus eine unbelegte Harz-Premiere gemacht werden muss. Das Strickkino ist andernorts längst bekannt. Neu ist, dass nun auch das Eisenstein regelmäßig Film und Handarbeit in einer Vorstellung zusammenbringen will.


















