Kaiserpfalz im Wandel
Kaiserpfalz Goslar: Bauarbeiten starten – das ändert sich bis Ende 2027

Kaiserpfalz im Wandel

An der Kaiserpfalz Goslar beginnt eine der umfangreicheren Umgestaltungen ihres unmittelbaren Umfelds: Ab Montag, 28. September, werden Freiflächen und Pfalzgarten saniert, Wege neu geordnet und historische Strukturen stärker sichtbar gemacht. Die Arbeiten sollen bis Ende 2027 dauern. Kaiserpfalz, Museum und Standesamt bleiben grundsätzlich geöffnet – für Besucher können sich während der Bauzeit jedoch die Zugangswege ändern.
Goslar, 24. September 2026. – Nach mehreren Jahren Planung beginnt rund um die Kaiserpfalz die eigentliche Bauphase. Am Montag rücken die Arbeiten auf den Freiflächen und im Pfalzgarten an. Das Vorhaben reicht von neuen Wegen und Pflasterflächen über eine erneuerte Freitreppe bis zu veränderten Aufenthaltsbereichen und einer neuen Beleuchtung.
Dabei geht es um mehr als eine optische Auffrischung. Die Stadt greift in ein historisch sensibles Areal ein, in dem Denkmalschutz, archäologische Befunde und die heutige Nutzung zusammenkommen. Die Kaiserpfalz selbst ist nicht Gegenstand des Umbaus. Verändert wird ihr unmittelbares Umfeld.
Besonders sichtbar werden die Veränderungen an den Wegen. Ein Teil der Planung orientiert sich an historischen Strukturen des Geländes. Nach Angaben der Stadt Goslar soll dabei auch eine frühere Wegebeziehung zur Kaiserpfalz wieder stärker aufgegriffen werden. Grundlage dafür sind historische Untersuchungen.
Eine geschwungene Wegeführung über die Pfalzwiese lässt sich demnach bis ins Jahr 1875 zurückverfolgen. Historische Fotos und weitere Unterlagen dokumentieren ihren Verlauf. Die Neugestaltung soll solche Spuren nicht lediglich zitieren, sondern sie wieder deutlicher im Gelände ablesbar machen.
Auch direkt vor der Kaiserpfalz stehen Veränderungen an. Die nördliche Freitreppe wird verbreitert und erneuert. Der südliche Zufahrtsweg sowie die Flächen unmittelbar vor dem Gebäude erhalten eine neue Pflasterung. Zwischen den vorhandenen Lindenreihen ist zudem ein neuer Weg vorgesehen, der die historische Allee stärker hervorheben soll.
Vor und hinter der Kaiserpfalz werden Aufenthaltsbereiche neu gestaltet. Sitzbänke und Beleuchtung sollen erneuert werden. Für die nördliche Brunnenterrasse ist ein verkehrssicherer Weg geplant.
Besondere Aufmerksamkeit gilt dem inneren Pfalzgarten. Dort treffen Landschaftsgestaltung und Archäologie unmittelbar aufeinander. Dass die Planer mit historischen Befunden rechnen müssen, zeigte sich bereits während der Vorbereitungen.
2026 wurde dort ein lange verdecktes mittelalterliches Durchgangsportal in der Stadtmauer freigelegt. Der Fund blieb nicht ohne Folgen für das Projekt: Die Planung wurde angepasst. Das Portal soll sichtbar bleiben und in die künftige Gestaltung des Areals einbezogen werden.
Solche Befunde machen die Sanierung der Freiflächen an der Kaiserpfalz anspruchsvoller als die gewöhnliche Erneuerung einer Park- oder Platzanlage. Neue Wege und Aufenthaltsbereiche entstehen in einem Gelände, dessen historische Substanz berücksichtigt werden muss. Die Planung wurde deshalb auch mit dem zuständigen Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt.
An der Kaiserpfalz in Goslar beginnt am 28. September die umfassende Sanierung der Freiflächen und des Pfalzgartens. Die Bauarbeiten im Harz sollen bis Ende 2027 dauern, während Kaiserpfalz, Museum und Standesamt grundsätzlich erreichbar bleiben.
Für Goslar beginnt damit eine lange Bauphase. Nach dem derzeitigen Zeitplan sollen die Arbeiten erst Ende 2027 abgeschlossen sein. Welche Teilflächen zu welchem Zeitpunkt bearbeitet oder vorübergehend gesperrt werden, lässt sich aus der aktuellen Ankündigung der Stadt noch nicht im Detail ableiten.
Für Besucher ist deshalb vor allem eine andere Information wichtig: Die Kaiserpfalz soll während der Bauarbeiten grundsätzlich erreichbar bleiben. Das gilt nach Angaben der Stadt ebenso für das Museum und das Standesamt. Je nach Baufortschritt können die Wege dorthin allerdings wechseln.
Der nun genannte Starttermin liegt etwas später als zwischenzeitlich angekündigt. Im Juli war noch von einem voraussichtlichen Beginn Anfang September die Rede. Nun steht der 28. September als Beginn der umfassenden Sanierung der Freiflächen fest. Einen konkreten Grund für die Verschiebung nennt die Stadt in ihrer aktuellen Mitteilung nicht.
Was ab Montag als Baustelle sichtbar wird, hat eine mehrjährige Vorgeschichte. Bereits am 29. September 2020 fasste der Rat einen Grundsatzbeschluss zur umfassenden Sanierung und Aufwertung der Freiflächen und des Pfalzgartens.
Für die weitere Planung wurde das Berliner Landschaftsarchitekturbüro Neumann/Gusenburger beauftragt. Anfang 2025 beschloss der Rat nach Angaben der Stadt die Umsetzung der heutigen Planung. Danach folgten unter anderem die Kostenprüfung und die notwendige Freigabe durch den Fördermittelgeber.
Im Frühjahr 2026 wurden die Garten- und Landschaftsbauarbeiten öffentlich ausgeschrieben. Mit dem Baustart Ende September erreicht das Projekt nun jene Phase, die Einwohner und Besucher unmittelbar wahrnehmen werden.
Der finanzielle Rahmen zeigt die Größenordnung des Vorhabens. Die Stadt beziffert das geförderte Gesamtprojekt auf rund fünf Millionen Euro. Ein Drittel der Finanzierung kommt demnach vom Bund, zwei Drittel vom Land. Für die Gesamtmaßnahme entfällt nach den veröffentlichten Förderinformationen ein kommunaler Eigenanteil.
Die Summe sollte allerdings nicht mit dem Wert eines einzelnen Bauauftrags verwechselt werden. Die rund fünf Millionen Euro beziehen sich auf den Umfang des geförderten Gesamtvorhabens. Eine aktuelle konkrete Auftragssumme allein für die nun beginnenden Arbeiten nennt die Stadt in ihrer Ankündigung nicht.
Auch inhaltlich reicht das Projekt weiter als eine neue Pflasterung oder zusätzliche Sitzmöglichkeiten. Die historischen Bereiche sollen saniert und die Aufenthaltsqualität verbessert werden. Hinzu kommen die Berücksichtigung klimaresilienter Vegetation sowie der Umgang mit archäologischen Denkmälern.
Gerade die Wegeführung verdeutlicht den Ansatz des Projekts. Das Gelände rund um die Kaiserpfalz soll nicht völlig neu erfunden werden. Vielmehr greifen die Planer historische Strukturen auf und übertragen sie in eine Fläche, die heute anderen Anforderungen genügen muss als im 19. Jahrhundert.
Die Kaiserpfalz ist Museum, Sehenswürdigkeit und Ort standesamtlicher Trauungen. Ihr Umfeld ist zugleich öffentlicher Stadtraum. Wege müssen deshalb nicht nur gestalterisch zum historischen Ensemble passen, sondern auch für die heutige Nutzung funktionieren.
Das freigelegte mittelalterliche Stadtmauerportal fügt eine weitere historische Ebene hinzu. Statt den archäologischen Befund nach Abschluss der Arbeiten wieder verschwinden zu lassen, soll er Teil des wahrnehmbaren Geländes werden. Damit verändert die Sanierung nicht nur Wege und Oberflächen. Sie soll auch Strukturen sichtbar machen, die bislang im Umfeld der Kaiserpfalz kaum oder gar nicht zu erkennen waren.
Mit dem Beginn der Arbeiten wird sich das Erscheinungsbild rund um die Kaiserpfalz schrittweise verändern. Über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr werden unterschiedliche Bereiche zur Baustelle. Welche Wege jeweils nutzbar sind, hängt vom Baufortschritt ab.
Eine vollständige Schließung der Kaiserpfalz ist nach dem derzeit bekannten Stand nicht vorgesehen. Museum und Standesamt sollen ebenfalls grundsätzlich geöffnet bleiben. Wer das Gelände während der Bauphase besucht, muss allerdings mit veränderten Zugängen rechnen.
Wie diese Wege in den einzelnen Bauabschnitten verlaufen und wann bestimmte Teilflächen betroffen sind, ist bislang nicht detailliert veröffentlicht. Die Stadt hat für das Gesamtprojekt den Zeitraum bis Ende 2027 genannt.
Der 28. September markiert damit weniger den Beginn einer gewöhnlichen Verschönerungsmaßnahme als den Übergang von einer langen Planungsphase in die praktische Umsetzung. Historische Wege, Pfalzgarten, Freitreppe, Pflasterflächen und Aufenthaltsbereiche werden nach und nach bearbeitet. Gleichzeitig müssen archäologische Spuren und denkmalgeschützte Strukturen berücksichtigt werden.
Bis Ende 2027 soll daraus ein neu geordnetes Umfeld der Kaiserpfalz Goslar entstehen. Zunächst aber prägt die Baustelle das Areal. Für Besucher bleibt die wichtigste Einschränkung überschaubar: Die Kaiserpfalz soll geöffnet bleiben – nur der Weg dorthin kann sich in den kommenden Monaten immer wieder ändern.
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