Im Kaufland in Wernigerode laufen umfangreiche Umbau- und Modernisierungsarbeiten. Öffentliche Ausschreibungen dokumentieren mehrere Gewerke und die Anpassung des Verbrauchermarktes am Schreiberteich an aktuelle Kaufland-Standards. Für Kunden im Harz steht damit fest, dass sich der Markt verändert – wie die Filiale nach Abschluss der Arbeiten im Detail aussehen wird und wie hoch die Investition ausfällt, ist bislang jedoch nicht vollständig öffentlich dokumentiert.
Wernigerode, 21. August 2026. Im Kaufland am Schreiberteich wird gebaut. Seit diesem Sommer laufen Arbeiten, die deutlich über kleinere Reparaturen oder eine neue Ladengestaltung hinausgehen. Für den Standort Am Schreiberteich 3 sind mehrere Gewerke ausgeschrieben worden. Die Projektunterlagen sprechen ausdrücklich von einem Umbau und einer Modernisierung des bestehenden Verbrauchermarktes.
Die Arbeiten betreffen verschiedene Bereiche des Gebäudes. Ausgeschrieben wurden unter anderem Stahlbau- und Schlosserarbeiten sowie Mauerwerks-, Estrich-, Markierungs- und Reinigungsarbeiten. Der Umfang zeigt: Kaufland nimmt seinen Wernigeröder Standort grundlegend in die Hand. Was sich für Kunden nach Abschluss des Umbaus konkret ändert, lässt sich aus den öffentlich zugänglichen Unterlagen allerdings nur zum Teil ablesen.
Kaufland-Umbau in Wernigerode läuft seit Juli
Am deutlichsten wird der Zeitplan bei den ausgeschriebenen Stahlbau- und Schlosserarbeiten. Dafür ist eine Bauphase vom 20. Juli bis zum 31. August 2026 angegeben. In den Projektunterlagen wird das Vorhaben als Modernisierung und Anpassung des Verbrauchermarktes an den Kaufland-Standard beschrieben.
Andere Ausschreibungen ergänzen dieses Bild. Sie betreffen weitere Arbeiten innerhalb des Gebäudes und setzen ebenfalls im Sommer 2026 an. Damit ist der Kaufland-Umbau in Wernigerode als laufendes Bauprojekt eindeutig belegt.
Der 31. August ist allerdings nicht automatisch der Termin, an dem die gesamte Modernisierung abgeschlossen sein muss. Die öffentlich genannten Zeiträume beziehen sich auf einzelne Gewerke. Ein verbindlicher Fertigstellungstermin für das komplette Projekt geht daraus nicht hervor.
Für Kunden ist vor allem wichtig: Die Filiale wird weiterhin regulär geführt. Kaufland nennt für den Markt aktuell Öffnungszeiten von 7 bis 22 Uhr von Montag bis Freitag sowie von 7 bis 20 Uhr am Samstag. Nach Angaben des Unternehmens werden Modernisierungen vergleichbarer Filialen häufig während des laufenden Betriebs umgesetzt.
Ein großer Lebensmittelstandort im Harz
Der Markt am Schreiberteich zählt zu den größeren Einkaufsstandorten in Wernigerode und damit zu den wichtigen Lebensmittelstandorten im Harz. In aktuellen Immobilienunterlagen wird für das Kaufland-SB-Warenhaus eine Verkaufsfläche von rund 4.000 Quadratmetern ausgewiesen. Auf dem Areal stehen demnach 277 Parkplätze zur Verfügung.
Zum Standort gehören neben dem eigentlichen Lebensmittelmarkt verschiedene ergänzende Angebote. Kaufland führt für die Filiale unter anderem Bedienbereiche für Wurst, Käse und Feinkost auf. Hinzu kommen eine Bäckerei, Gastronomie, Tankstelle und E-Ladesäule sowie Packstation, Friseur und Geldautomat.
Dass nun mehrere Gewerke gleichzeitig oder nacheinander an diesem Standort arbeiten, macht den Umfang des Vorhabens sichtbar. Wie groß die Verkaufsfläche nach dem Umbau sein wird, ist dagegen nicht bekannt. Eine bestätigte Vergrößerung des Marktes lässt sich aus den bisherigen Unterlagen nicht ableiten.
| Bereich | Was feststeht | Was noch offen ist |
|---|---|---|
| Umbau | Mehrere Gewerke seit Sommer 2026 | Termin für vollständigen Abschluss |
| Verkaufsfläche | Rund 4.000 Quadratmeter angegeben | Mögliche Veränderungen der Fläche |
| Ausstattung | Anpassung an Kaufland-Standard | Konkrete Neuerungen im Markt |
| Investition | Umfangreiche Modernisierung belegt | Gesamtsumme nicht veröffentlicht |
Das Wichtigste in Kürze
Der Kaufland-Markt am Schreiberteich in Wernigerode wird seit Sommer 2026 umfassend modernisiert. Mehrere Baugewerke und die Anpassung an Kaufland-Standards sind belegt, eine konkrete Investitionssumme und der vollständige Umfang der Neuerungen jedoch nicht veröffentlicht.
- Was ist passiert?
- Damit ist der Kaufland-Umbau in Wernigerode als laufendes Bauprojekt eindeutig belegt.
- Wann?
- Dafür ist eine Bauphase vom 20. Juli bis zum 31. August 2026 angegeben.
- Was ist bestätigt?
- Gesichert ist etwas anderes: Der bestehende Verbrauchermarkt soll modernisiert und an den Kaufland-Standard angepasst werden.
- Was ist noch offen?
- In den eingesehenen Ausschreibungsunterlagen findet sich keine bestätigte Investitionssumme für das Gesamtprojekt.
Was sich für Kaufland-Kunden im Harz ändern könnte – und was tatsächlich belegt ist
Kaufland modernisiert nicht nur in Wernigerode. Der Handelskonzern hat für sein Filialnetz ein höheres Modernisierungstempo angekündigt und will künftig bis zu 60 Standorte pro Jahr überarbeiten. Bei solchen Projekten geht es nach Unternehmensangaben beispielsweise um Kühltechnik, Ladeneinrichtung und Kundenleitsysteme. Je nach Markt können auch Kassenlösungen sowie Frische- und Thekenbereiche verändert werden.
Für den Kaufland-Umbau in Wernigerode ist diese bundesweite Strategie ein wichtiger Hintergrund. Sie darf aber nicht mit einer konkreten Ausstattungsankündigung für den Markt am Schreiberteich verwechselt werden. Welche dieser Elemente dort tatsächlich umgesetzt werden, ist bislang nicht vollständig veröffentlicht.
So gibt es derzeit keine ausreichend belastbare standortbezogene Bestätigung dafür, dass nach dem Umbau beispielsweise zusätzliche SB-Kassen bereitstehen werden. Gleiches gilt für konkrete Aussagen über neue Kühlmöbel, eine vollständig veränderte Wegeführung oder neu zugeschnittene Abteilungen.
Gesichert ist etwas anderes: Der bestehende Verbrauchermarkt soll modernisiert und an den Kaufland-Standard angepasst werden. Mehrere dafür notwendige Baugewerke sind dokumentiert. Genau diese Trennung ist entscheidend, solange Kaufland keine detaillierte Beschreibung des künftigen Marktes vorlegt.
Eine Investitionssumme ist bislang nicht öffentlich bestätigt
Offen bleibt auch, wie viel Kaufland beziehungsweise die am Projekt beteiligten Unternehmen in die Modernisierung des Standorts investieren. Die Vielzahl der ausgeschriebenen Arbeiten belegt ein größeres Bauvorhaben. Daraus lässt sich jedoch keine seriöse Gesamtsumme errechnen.
In den eingesehenen Ausschreibungsunterlagen findet sich keine bestätigte Investitionssumme für das Gesamtprojekt. Auch die offiziellen Filialinformationen von Kaufland nennen keinen entsprechenden Betrag. Eine Einordnung als „Millionen-Umbau“ wäre deshalb nach dem derzeit öffentlich belegbaren Stand zu weitgehend.
Das schmälert die Bedeutung der Arbeiten für den Standort nicht. Es bedeutet lediglich, dass zwischen dem nachweisbaren baulichen Umfang und einer nicht veröffentlichten Investitionssumme unterschieden werden muss.
Der Wettbewerb unter den großen Supermärkten in Wernigerode hat sich verändert
Die Modernisierung fällt in eine Phase, in der sich die Handelslandschaft in Wernigerode und damit im nördlichen Harz bereits verändert hat. Am Dornbergsweg 43 befindet sich heute ein REWE Center. Dort war zuvor ein Markt von Mein Real angesiedelt.
Das Bundeskartellamt hatte 2023 die mögliche Übernahme mehrerer Mein-Real-Standorte durch REWE freigegeben. Zu diesen Standorten gehörte auch Wernigerode. Damit steht Kaufland in der Stadt heute einem weiteren großflächigen Lebensmittelmarkt gegenüber.
Für die Einordnung des Kaufland-Umbaus in Wernigerode ist diese Entwicklung relevant, ein unmittelbarer Zusammenhang lässt sich daraus aber nicht ableiten. Es gibt keine belastbare Grundlage für die Behauptung, dass Kaufland den Markt am Schreiberteich gerade wegen des REWE Centers modernisiert. Belegt sind lediglich beide Entwicklungen: die veränderte Wettbewerbssituation und der aktuelle Umbau.
Für Kunden im Harz wird der Wandel erst nach und nach sichtbar
Schon jetzt zeichnet sich ab, dass der Markt am Schreiberteich nach der Bauphase nicht einfach derselbe sein wird wie zuvor. Dafür ist der dokumentierte Umfang der Arbeiten zu groß. Wo genau Kunden die Veränderungen am stärksten bemerken werden, bleibt vorerst offen.
Die öffentlich verfügbaren Unterlagen liefern vor allem den baulichen Rahmen: mehrere Gewerke, Arbeiten seit Juli und die Anpassung des bestehenden Verbrauchermarktes an aktuelle Kaufland-Standards. Gleichzeitig läuft der Einkauf weiter. Ein vollständiger Endtermin für die Modernisierung ist bislang ebenso wenig veröffentlicht wie eine detaillierte Liste aller Neuerungen.
Damit ist der Kaufland-Umbau in Wernigerode zwar längst Realität, sein endgültiges Ergebnis aber noch nicht vollständig öffentlich beschrieben. Sicher ist: Einer der großen Lebensmittelstandorte im Harz wird in diesem Sommer umfassend überarbeitet. Was Kunden nach Abschluss der Arbeiten im Markt tatsächlich neu vorfinden, wird sich erst mit dem weiteren Verlauf der Modernisierung vollständig zeigen.
Mehr zum Thema: Unfall im Harz, Kita im Harz, Tourismusprojekt im Harz.


















