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Millionenschwere Thermen-Sanierung

Sole-Therme Bad Harzburg: Korrosionsschäden verzögern Öffnung des Sprudelbeckens bis 2027

Leeres Thermalbecken mit ruhiger Wasseroberfläche, Sprudeldüsen und schlichtem Beckenrand in einem Innenbereich.
Symbolbild: KI-generiert. Das Sprudelbecken der Sole-Therme Bad Harzburg bleibt wegen Korrosionsschäden voraussichtlich bis mindestens Spätherbst 2027 geschlossen.

Das Sprudelbecken der Sole-Therme Bad Harzburg bleibt voraussichtlich bis mindestens Spätherbst 2027 geschlossen. Schwere Korrosionsschäden an der Gebäudekonstruktion machen eine umfassende Sanierung notwendig. Für die Arbeiten waren ursprünglich rund 1,5 Millionen Euro veranschlagt – doch wann die Bauarbeiten abgeschlossen sein werden und ob die Kalkulation Bestand hat, ist weiterhin offen.

Bad Harzburg, 13. Oktober 2026 – Für Besucher der Sole-Therme in Bad Harzburg zeichnet sich eine lange Wartezeit ab. Das seit geraumer Zeit gesperrte Sprudelbecken wird nach derzeitigem Stand frühestens im Spätherbst 2027 wieder zur Verfügung stehen. Das geht aus einer Mitteilung der Kur-, Tourismus- und Wirtschaftsbetriebe der Stadt Bad Harzburg GmbH (KTW) hervor, über die regionalHeute.de am 9. Oktober berichtete.

Hinter der anhaltenden Schließung steckt ein erheblicher baulicher Schaden. Die Konstruktion des Gebäudeteils, in dem sich das Sprudelbecken befindet, ist von Korrosion betroffen. Einzelne Reparaturen reichen nach Einschätzung der beteiligten Fachingenieure nicht mehr aus. Stattdessen soll die beschädigte Konstruktion vollständig ersetzt werden.

Für die Badegäste bleibt damit ein Teil des Thermalangebots auf längere Sicht unzugänglich. Die übrigen Solebecken und die Saunalandschaft sind weiterhin geöffnet. Auch der reguläre Betrieb der Einrichtung läuft weiter – allerdings mit Einschränkungen bei den Verbindungen zwischen den Badebereichen.

Sole-Therme Bad Harzburg: Warum das Sprudelbecken so lange geschlossen bleibt

Die baulichen Probleme betreffen einen Gebäudeteil aus dem Jahr 1994. Wie aus kommunalen Beschlussunterlagen vom Februar 2026 hervorgeht, weist die dortige Metallkonstruktion erhebliche Korrosionsschäden auf. Bereits in der Vergangenheit waren wiederholt Reparaturen und oberflächliche Instandsetzungen notwendig geworden.

Eine grundlegende Erneuerung blieb jedoch aus. Inzwischen ist nach Einschätzung der hinzugezogenen Fachingenieure ein Punkt erreicht, an dem weitere Ausbesserungen keine ausreichende Lösung mehr darstellen.

Geplant ist deshalb der Rückbau der betroffenen Gebäudekonstruktion mit anschließendem Neuaufbau. Die Arbeiten werden mit Fachplanern und Sachverständigen abgestimmt. Das Vorhaben ist entsprechend umfangreicher als eine gewöhnliche Instandsetzung, bei der einzelne beschädigte Bauteile ausgetauscht werden.

Der Sanierungsbedarf betrifft dabei nicht das gesamte Thermalbad. Im Mittelpunkt steht die Konstruktion rund um das Sprudelbecken, deren Zustand eine weitere reguläre Nutzung derzeit verhindert.

Sprudelbecken soll erhalten bleiben – Konstruktion wird erneuert

Das eigentliche Sprudelbecken soll nach den bisherigen Planungen bestehen bleiben. Erneuert werden soll vielmehr die umgebende Gebäudestruktur. Für die Anlage bedeutet das einen grundlegenden baulichen Eingriff, ohne dass das Becken selbst vollständig ersetzt werden müsste.

In den kommunalen Unterlagen wird als mögliche Lösung eine Holz-Stahl-Konstruktion mit größeren Fensterflächen beschrieben. Sie soll die statischen Anforderungen erfüllen und zugleich den künftigen Wartungsaufwand möglichst gering halten.

Welche bauliche Ausführung letztlich umgesetzt wird, ist anhand der bislang veröffentlichten Informationen nicht abschließend festzustellen. Der grundsätzliche Sanierungsbedarf steht hingegen fest. Die Schäden sind so weit fortgeschritten, dass eine umfassende Erneuerung der Konstruktion erforderlich ist.

Wiedereröffnung frühestens im Spätherbst 2027 geplant

Für Badegäste ist vor allem die zeitliche Perspektive entscheidend. Nach der aktuellen KTW-Mitteilung wird das Sprudelbecken der Sole-Therme Bad Harzburg nicht vor Spätherbst 2027 wieder nutzbar sein. Die Schließung wird damit voraussichtlich noch mehr als ein Jahr andauern.

Ein verbindlicher Eröffnungstermin ist das allerdings nicht. Der genannte Zeitraum beschreibt die gegenwärtige Erwartung der Betreiberin. Ob die Sanierung tatsächlich bis dahin abgeschlossen werden kann, hängt vom weiteren Verlauf der Planungs- und Bauarbeiten ab.

Das Wichtigste in Kürze

Das Sprudelbecken der Sole-Therme Bad Harzburg bleibt wegen Korrosionsschäden voraussichtlich bis mindestens Spätherbst 2027 geschlossen. Die Sanierung wurde früher auf rund 1,5 Millionen Euro geschätzt; die übrigen Badebereiche bleiben nutzbar.

Wann?
Nach der aktuellen KTW-Mitteilung wird das Sprudelbecken der Sole-Therme Bad Harzburg nicht vor Spätherbst 2027 wieder nutzbar sein.
Was ist passiert?
Die Konstruktion des Gebäudeteils, in dem sich das Sprudelbecken befindet, ist von Korrosion betroffen.
Was ist bestätigt?
Die baulichen Probleme betreffen einen Gebäudeteil aus dem Jahr 1994.
Was ist noch offen?
Die Kostenschätzung von rund 1,5 Millionen Euro stammt aus dem Februar 2026.

Stand:

Ein detaillierter, öffentlich bestätigter Zeitplan für die einzelnen Bauphasen liegt nach den bisher verfügbaren Informationen nicht vor. Auch lässt sich daraus nicht eindeutig entnehmen, wann sämtliche Arbeiten vergeben und die einzelnen Sanierungsschritte ausgeführt werden sollen.

Der lange Zeitraum erklärt sich aus der Art des Eingriffs. Die beschädigte Konstruktion muss zurückgebaut und anschließend durch eine neue ersetzt werden. Hinzu kommen die erforderlichen technischen Abstimmungen. Eine kurzfristige Wiederinbetriebnahme des Sprudelbeckens ist deshalb nach dem aktuellen Planungsstand nicht vorgesehen.

Rund 1,5 Millionen Euro für die Sanierung veranschlagt

Die Erneuerung ist auch finanziell ein größeres Vorhaben. In einer kommunalen Beschlussvorlage vom 19. Februar 2026 wurden die Kosten für die Sanierung auf rund 1,5 Millionen Euro geschätzt.

Zur Finanzierung sollten Mittel aus dem niedersächsischen „Pakt für Kommunalinvestitionen“ eingesetzt werden. Die damalige Planung sah vor, die Kosten ungefähr zur Hälfte aus Landesmitteln und zur Hälfte aus Eigenmitteln der Kur-, Tourismus- und Wirtschaftsbetriebe zu decken.

Der in den Unterlagen ausgewiesene Landesmittelanteil beläuft sich auf 748.056,92 Euro. Vorgesehen war, diese Mittel an die KTW weiterzuleiten, die für den Betrieb der Sole-Therme verantwortlich ist.

Damit lag bereits Anfang des Jahres ein finanzieller Rahmen für die notwendige Erneuerung vor. Ob dieser Rahmen nach der weiteren technischen Planung unverändert gilt, bleibt jedoch offen.

Endgültige Sanierungskosten noch nicht bestätigt

Die Kostenschätzung von rund 1,5 Millionen Euro stammt aus dem Februar 2026. Eine neuere, verbindlich bestätigte Gesamtsumme geht aus den bislang vorliegenden Informationen nicht hervor.

Entsprechend lässt sich derzeit nicht abschließend beurteilen, ob die vorgesehenen Mittel ausreichen werden. Ebenso wenig ist dokumentiert, dass die ursprüngliche Kalkulation bereits als endgültiger Kostenrahmen feststeht.

Im Mai 2026 befasste sich die Bad Harzburger Kommunalpolitik zudem mit der Prüfung weiterer Fördermöglichkeiten für Schwimmbäder. Dabei wurden neben der Sole-Therme auch Maßnahmen am Silberbornbad berücksichtigt. Eine solche Prüfung ist allerdings nicht mit der Bewilligung zusätzlicher Fördergelder gleichzusetzen.

Die finanzielle Entwicklung bleibt damit neben dem Bauzeitplan eine wesentliche offene Frage. Erst mit weiter fortgeschrittener Planung und Umsetzung wird sich zeigen, wie hoch der tatsächliche Aufwand für die Erneuerung ausfällt.

Thermalbad bleibt geöffnet: Diese Einschränkungen gelten für Besucher

Trotz der Sperrung des Sprudelbeckens können Gäste die Sole-Therme Bad Harzburg weiterhin besuchen. Die Schließung betrifft nicht die gesamte Einrichtung. Andere Solebecken und die Saunalandschaft stehen unverändert zur Verfügung.

Allerdings ist auch der Ausschwimmkanal zum großen Außenbecken aus Sicherheitsgründen gesperrt. Wer vom Innenbereich in das große Außenbecken gelangen möchte, muss deshalb einen anderen Weg nehmen.

Nach Angaben der Betreiberin können Gäste zunächst vom Innenbereich in das kleinere Außenbecken schwimmen. Von dort führt der Weg über den Außenbereich zum großen Außenbecken.

Damit bleibt das Badeangebot grundsätzlich erhalten, auch wenn die direkte Verbindung derzeit nicht genutzt werden kann.

Zehn Prozent Eintrittsrabatt wegen der Sperrung

Als Ausgleich für das geschlossene Sprudelbecken gewährt die Sole-Therme einen Rabatt von zehn Prozent auf den Eintrittspreis. Auf diese Regelung weist die Einrichtung auch auf ihrer offiziellen Internetseite hin.

Für Besucher gelten derzeit folgende Informationen:

  • Sprudelbecken: Wegen Korrosionsschäden an der Gebäudekonstruktion geschlossen.
  • Voraussichtliche Wiedereröffnung: Nicht vor Spätherbst 2027.
  • Ausschwimmkanal: Die direkte Verbindung zum großen Außenbecken ist gesperrt.
  • Weitere Solebecken: Der Badebetrieb wird fortgesetzt.
  • Saunalandschaft: Weiterhin nutzbar.
  • Eintrittspreis: Zehn Prozent Rabatt aufgrund der Einschränkungen.
  • Reguläre Öffnungszeiten: Täglich von 9 bis 20 Uhr.

Die Sole-Therme befindet sich in der Nordhäuser Straße 2 A in Bad Harzburg. Da sich im Zuge der Sanierung weitere betriebliche Anpassungen ergeben können, sind die aktuellen Hinweise der Betreiberin vor einem Besuch maßgeblich.

Welche Bedeutung die Sanierung für den Kurort hat

Die Sole-Therme gehört zum Gesundheits- und Freizeitangebot Bad Harzburgs. Sie richtet sich an Einwohner ebenso wie an Besucher der Kurstadt und Gäste aus der Harzregion. Die längere Sperrung des Sprudelbeckens betrifft damit einen Teil des touristischen Angebots.

Wie stark sich die Einschränkung auf die Nachfrage auswirkt, lässt sich derzeit nicht verlässlich beurteilen. Aktuelle Besucherzahlen oder belastbare Angaben zu wirtschaftlichen Folgen der Schließung liegen in den ausgewerteten Informationen nicht vor.

Für den laufenden Betrieb ist entscheidend, dass die anderen Bade- und Saunabereiche weiter zur Verfügung stehen. Die Betreiberin kann das Angebot somit trotz der notwendigen Bauarbeiten in wesentlichen Teilen aufrechterhalten.

Mit der geplanten Erneuerung verfolgt die KTW zugleich ein längerfristiges Ziel: Die beschädigte Konstruktion soll durch eine bauliche Lösung ersetzt werden, die den technischen Anforderungen entspricht und möglichst wenig Wartung erfordert.

Bis zur Wiedereröffnung bleiben Bauzeit und Kosten die entscheidenden Fragen

Die Perspektive für das Sprudelbecken der Sole-Therme Bad Harzburg ist inzwischen klarer: Vor Spätherbst 2027 wird eine Wiedereröffnung nicht erwartet. Offen bleibt, wann die Bauarbeiten konkret abgeschlossen sein werden und ob die frühere Kostenschätzung von rund 1,5 Millionen Euro weiterhin Bestand hat.

Die kommunalen Unterlagen belegen, dass der bauliche Erneuerungsbedarf bereits Anfang 2026 bekannt war und ein Finanzierungskonzept vorlag. Die aktuelle Mitteilung zeigt nun, wie lange die Folgen der Schäden für die Badegäste voraussichtlich spürbar bleiben.

Bis zur Fertigstellung müssen Besucher auf das Sprudelbecken verzichten. Die übrigen Bereiche der Therme bleiben nutzbar. Ob der angestrebte Zeitraum im Spätherbst 2027 eingehalten werden kann, wird sich am tatsächlichen Fortschritt der Sanierung entscheiden.

Quellen

  1. Bauschäden: So lange wird es in diesem Schwimmbad weiterhin nicht sprudelnregionalHeute.de
  2. Kommunale Beschlussunterlagen zur Finanzierung des SprudelbeckenbereichsStadt Bad Harzburg / Ratsblick
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