Sportstätten im Harz
Sportpark Lasfelde: Stadt Osterode plant 115.000 Euro für neuen Kunstrasen

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Der Kunstrasenplatz im Sportpark Lasfelde soll umfassend saniert werden. Nach erheblichen Schäden und kostspieligen Reparaturen hat die Stadt Osterode am Harz 115.000 Euro für die Erneuerung eingeplant und die Bauarbeiten im Juni 2026 ausgeschrieben. Was genau vorgesehen ist, warum kleinere Ausbesserungen nicht mehr ausreichen und ob der Platz inzwischen wieder vollständig genutzt werden kann, zeigt der Blick in die städtischen Unterlagen.
Osterode am Harz, 17. Oktober 2026. Der Zustand des Kunstrasenplatzes in Lasfelde hatte sich über längere Zeit erheblich verschlechtert. Besonders vor den Toren und an den Elfmeterpunkten war der Belag stark abgenutzt. Wiederholte Reparaturen sollten die Spielfläche nutzbar halten und Verletzungsrisiken begrenzen. Doch schließlich stand die Stadt vor einer grundsätzlichen Entscheidung: weiter einzelne Schäden ausbessern oder den Kunstrasen vollständig ersetzen.
Die Wahl fiel auf eine umfassende Sanierung. Für den Sportpark Lasfelde sieht der städtische Haushalt 2026 eine Investition von 115.000 Euro vor. Im Juni schrieb die Stadt die Bauleistungen öffentlich aus. Auf einer Fläche von 1.795 Quadratmetern soll der alte Kunstrasen entfernt und durch einen neuen Belag ersetzt werden. Auch Teile der darunterliegenden Elastikschicht sind von den Arbeiten betroffen.
Die Erneuerung ist damit weit mehr als eine gewöhnliche Reparatur. Sie soll die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die Anlage langfristig für Jugendfußball, Training und Schulsport genutzt werden kann. Wann die Sanierung tatsächlich abgeschlossen wurde oder wird, geht aus den bislang vorliegenden Unterlagen allerdings nicht eindeutig hervor.
Die Probleme mit dem Kunstrasenplatz in Lasfelde waren nach Darstellung der Stadt nicht auf einzelne, leicht zu behebende Stellen begrenzt. Vielmehr hatte der Belag insgesamt einen Zustand erreicht, der umfangreichere Arbeiten erforderlich machte. Besonders deutlich zeigten sich die Verschleißerscheinungen dort, wo Fußballspieler häufig antreten, abbremsen oder die Richtung wechseln.
Nach Angaben der Stadt Osterode am Harz im Haushaltsplan 2026 waren vor allem die Torräume und die Bereiche um die Elfmeterpunkte betroffen. Dort mussten bereits Reparaturen vorgenommen werden, um die Gefahr von Stürzen und Verletzungen zu reduzieren.
Solche Ausbesserungen können beschädigte Sportflächen zunächst weiter nutzbar machen. Sie stoßen jedoch an Grenzen, wenn nicht nur einzelne Abschnitte, sondern größere Teile eines Belags verschlissen sind. Genau diese Situation hatte sich in Lasfelde entwickelt.
Die Stadt zog deshalb Fachunternehmen hinzu, die den Zustand der Anlage vor Ort bewerteten. Deren Einschätzung fiel deutlich aus: Der Kunstrasen befand sich insgesamt in einem sehr schlechten Zustand. Statt weiterer punktueller Reparaturen empfahlen die Fachleute eine vollständige Erneuerung.
Wie aufwendig die Instandhaltung bereits geworden war, verdeutlicht eine Zahl aus dem städtischen Haushalt. Für die Reparatur von lediglich 40 Quadratmetern Kunstrasen waren knapp 5.800 Euro angefallen.
Gemessen an der gesamten Spielfläche war das nur ein kleiner Abschnitt. Der zur Sanierung ausgeschriebene Kunstrasenplatz umfasst 1.795 Quadratmeter. Die reparierte Fläche entsprach damit lediglich rund 2,2 Prozent des gesamten Areals.
Der Vergleich macht deutlich, weshalb die Stadt eine grundlegendere Lösung prüfen ließ. Eine Fortsetzung einzelner Ausbesserungen hätte den schlechten Gesamtzustand des Belags nicht beseitigt. Die Empfehlung der Fachunternehmen bildete daher eine wesentliche Grundlage für die geplante Erneuerung.
Die Stadt Osterode am Harz hat die Sanierung des Kunstrasenplatzes als eigene Investitionsmaßnahme in den Haushalt 2026 aufgenommen. Unter der entsprechenden Haushaltsposition sind 115.000 Euro für die Erneuerung vorgesehen.
Prüfstatus: partly confirmed
Damit ist die finanzielle Planung dokumentiert. Über die tatsächlichen Baukosten sagt der Ansatz allerdings noch nichts Endgültiges aus. Ob die Maßnahme innerhalb dieses Rahmens vergeben und umgesetzt werden konnte, lässt sich aus den verfügbaren Angaben nicht sicher ableiten.
Die Ausschreibung folgte im Juni 2026. Als Ende der Angebotsfrist wurde der 25. Juni, 8 Uhr, angegeben. Aus den veröffentlichten Vergabeinformationen ergibt sich auch, welche Arbeiten die Stadt für den Kunstrasenplatz Lasfelde vorgesehen hatte.
Im Mittelpunkt steht der Austausch des bestehenden Belags. Die ausgeschriebenen Leistungen umfassen drei wesentliche Schritte:
Die Elastikschicht ist ein wichtiger Bestandteil des Platzaufbaus. Sie beeinflusst unter anderem die Dämpfung des Spielfelds und damit dessen sportliche Eigenschaften. Dass die Ausschreibung auch Arbeiten an dieser Schicht vorsieht, zeigt den Umfang der geplanten Sanierung.
Welcher konkrete Kunstrasentyp eingebaut werden soll, ist anhand der ausgewerteten Angaben nicht abschließend festzustellen. Ebenso fehlen gesicherte Informationen über den ausführenden Betrieb und die endgültige Auftragssumme.
Der Kunstrasen ist nicht die einzige Position, die im städtischen Haushalt für den Sportpark Lasfelde auftaucht. Daneben sind eigene Investitionsmaßnahmen für die Flutlichtanlagen des Kunstrasen- und des Rasenplatzes aufgeführt.
Für die Flutlichtanlage am Kunstrasenplatz erscheint in den Haushaltsunterlagen ein Betrag von 25.000 Euro. Die Beleuchtung ist damit als gesondertes Vorhaben erfasst und nicht ohne Weiteres Bestandteil der 115.000 Euro für die Erneuerung des Spielfeldbelags.
Ob die Arbeiten an den Beleuchtungsanlagen zeitgleich mit der Kunstrasensanierung umgesetzt wurden, ist nicht belegt. Die Haushaltsplanung dokumentiert zunächst die vorgesehenen Investitionen, nicht deren vollständige Ausführung.
Der Sportpark Lasfelde hatte bereits vor der aktuellen Sanierungsplanung mit Problemen zu kämpfen. Dabei ging es nicht ausschließlich um den Verschleiß durch den regulären Trainings- und Spielbetrieb.
Wie aus früheren regionalen Berichten hervorgeht, war das Gelände vor seiner Einzäunung wiederholt mit Fahrzeugen befahren worden. Dadurch waren ebenfalls Schäden entstanden. Anfang Januar 2025 wurde über die offizielle Ausweisung der Fläche als Sportstätte und die bereits erfolgte Einzäunung berichtet.
Diese Maßnahmen betrafen vor allem die Sicherung des Geländes. Die für 2026 geplante Kunstrasensanierung setzt dagegen unmittelbar am baulichen Zustand der Spielfläche an. Beide Entwicklungen gehören zur jüngeren Geschichte der Sportanlage, verfolgen aber unterschiedliche Zwecke.
Für die Vereine und Schulen, die den Platz nutzen, steht vor allem die Qualität des Untergrunds im Vordergrund. Ein Kunstrasenplatz muss regelmäßigen Belastungen standhalten und zugleich geeignete Bedingungen für den Sport bieten. Die in den städtischen Unterlagen beschriebenen Schäden hatten diesen Anspruch zunehmend infrage gestellt.
Die geplante Erneuerung in Lasfelde ist nicht die einzige größere Maßnahme, mit der sich die Stadt Osterode in den vergangenen Jahren um ihre Sportplätze gekümmert hat. Besonders umfangreich war die Modernisierung des Jahnstadions.
Dort erhielt der sogenannte C-Platz bereits 2024 einen neuen Kunstrasenbelag. Der B-Platz wurde im Zuge der Arbeiten von einem Naturrasen- auf einen Kunstrasenplatz umgestellt. Die modernisierte Anlage wurde 2025 offiziell eingeweiht.
Nach Angaben der Stadt beliefen sich die Gesamtkosten der Maßnahmen am Jahnstadion im Zeitraum von 2021 bis 2025 auf rund 2,85 Millionen Euro. Das Projekt war damit deutlich umfangreicher als die in Lasfelde vorgesehene Erneuerung einer bestehenden Kunstrasenfläche.
Die beiden Vorhaben lassen sich hinsichtlich ihrer Kosten und ihres Bauumfangs nicht unmittelbar vergleichen. Sie zeigen jedoch, dass die Stadt in mehreren Sportanlagen Investitionen vorgesehen beziehungsweise bereits umgesetzt hat.
Die Stadt Osterode hatte die Erneuerung des Kunstrasenplatzes ausdrücklich für 2026 angekündigt. Neben dem Haushaltsplan findet sich das Vorhaben auch in der Rede zum städtischen Empfang des Jahres. Mit der öffentlichen Ausschreibung im Juni wurde die Planung anschließend konkretisiert.
Ob die Arbeiten inzwischen vollständig abgeschlossen sind, bleibt jedoch offen. Die vorliegenden Vergabeinformationen bestätigen die Ausschreibung und ihren vorgesehenen Leistungsumfang. Sie enthalten aber keinen gesicherten Nachweis über eine abgeschlossene Bauausführung oder eine offizielle Abnahme.
Auch eine bestätigte Wiederfreigabe des Sportplatzes für den regulären Trainings-, Schul- und Spielbetrieb ist aus den ausgewerteten Quellen nicht ersichtlich. Deshalb wäre es derzeit nicht ausreichend belegt, den Kunstrasenplatz in Lasfelde ohne Einschränkung als fertig erneuert zu bezeichnen.
Für eine abschließende Einordnung wären insbesondere Angaben zum tatsächlichen Abschluss der Bauarbeiten, zur Abnahme und zu den endgültigen Kosten erforderlich. Diese Informationen liegen in der recherchierten Dokumentation bislang nicht gesichert vor.
Der Sanierungsbedarf im Sportpark Lasfelde ist klar dokumentiert. Erhebliche Verschleißerscheinungen, teure Einzelreparaturen und die Bewertung durch Fachunternehmen hatten die Stadt dazu veranlasst, den vollständigen Austausch des Kunstrasens vorzubereiten.
Mit 115.000 Euro im Haushalt und der Ausschreibung für eine 1.795 Quadratmeter große Spielfläche wurden dafür konkrete Voraussetzungen geschaffen. Die geplanten Arbeiten betreffen nicht nur die sichtbare Oberfläche, sondern teilweise auch den darunterliegenden Platzaufbau.
Für den Jugendfußball, die Vereine und den Schulsport in Lasfelde ist vor allem das Ergebnis wichtig: eine dauerhaft nutzbare Sportfläche, auf der Training und Spiele unter geeigneten Bedingungen stattfinden können. Wann dieses Ziel tatsächlich erreicht wurde oder wird, muss die Stadt noch nachvollziehbar bestätigen. Erst dann lässt sich die Erneuerung des Kunstrasenplatzes auch als abgeschlossen einordnen.
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