Zwischen Quedlinburg und Neinstedt soll eine bestehende Radverbindung im Landkreis Harz grundlegend ausgebaut werden. Der Neinstedter Feldweg beziehungsweise Stadtweg ist als 3,50 Meter breite Fahrradstraße vorgesehen und soll zugleich für landwirtschaftlichen Verkehr nutzbar bleiben. Finanziell ist das Projekt vorbereitet, doch ein konkreter Termin für den Beginn der Bauarbeiten ist bislang nicht öffentlich bestätigt.

Quedlinburg, 1. August 2026. Nach dem Ausbau des Quarmbachwegs richtet sich der Blick auf die nächste Etappe der Radverbindung zwischen Quedlinburg, Neinstedt und Thale. Der bislang feldwegartig ausgebaute Abschnitt soll befestigt, verbreitert und verkehrlich neu geordnet werden.

Auf Quedlinburger Gebiet trägt die Strecke den Namen Neinstedter Feldweg, auf Thalenser Seite wird sie als Stadtweg bezeichnet. Gemeinsam bilden beide Abschnitte eine durchgehende Verbindung zwischen Quedlinburg und dem Thalenser Ortsteil Neinstedt. Der Weg wird bereits heute von Radfahrenden genutzt und gehört zum Zusammenhang des Europaradwegs R1.

Fest steht: Das Vorhaben ist geplant und finanziell unterlegt. Weniger klar ist, wann die Arbeiten tatsächlich beginnen. Eine aktuelle offizielle Mitteilung über die Vergabe des Bauauftrags, die Einrichtung der Baustelle oder einen konkreten Starttermin liegt bislang nicht vor.

Neinstedter Feldweg soll zur Fahrradstraße im Harz werden

Nach Angaben des Landkreises Harz ist für den Neinstedter Feldweg eine Gesamtbreite von 3,50 Metern vorgesehen. Die Strecke soll als Fahrradstraße ausgebaut werden. Sie bleibt dennoch nicht allein dem Radverkehr vorbehalten, denn auch landwirtschaftliche Fahrzeuge sollen den Weg weiterhin nutzen dürfen.

Damit entsteht keine vollständig abgetrennte Radtrasse. Geplant ist vielmehr eine gemeinsame Verkehrsfläche, die unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden muss. Für Radfahrende soll die Verbindung komfortabler und verlässlicher werden. Zugleich darf die Erreichbarkeit angrenzender landwirtschaftlicher Flächen nicht eingeschränkt werden.

Gerade diese Doppelnutzung prägt das Projekt. Der Weg ist nicht nur Bestandteil einer touristischen Route, sondern erfüllt auch eine lokale Funktion. Die Stadt Quedlinburg nennt ihn als Verbindung für Schulwege, Berufsverkehr und Freizeitfahrten in Richtung Neinstedt und Thale.

Der Neinstedter Feldweg wird damit nicht erst durch den Ausbau zu einer Verbindung. Er ist bereits eine. Geändert werden soll vor allem seine Qualität: Statt eines bislang feldwegartigen Abschnitts ist eine befestigte, ausreichend breite und verkehrsrechtlich geordnete Strecke vorgesehen.

700.000 Euro Förderung für die Verbindung

Für das Projekt wurde Anfang 2025 eine Förderung in Höhe von 700.000 Euro genannt. Laut Landkreis Harz entspricht dies einer Förderquote von 90 Prozent. Nach dem damaligen Zeitplan sollte die Ausschreibung noch 2025 erfolgen, der Ausbau war für 2026 vorgesehen.

Unklar bleibt allerdings, wie hoch die endgültigen Gesamtkosten ausfallen. Auch die Verteilung der kommunalen Eigenanteile zwischen Quedlinburg und Thale ist aus den bislang veröffentlichten Angaben nicht eindeutig ersichtlich.

Ebenso offen ist, ob die Ausschreibung inzwischen abgeschlossen wurde und welches Unternehmen den Auftrag erhalten hat. Ohne diese Informationen lässt sich ein konkreter Baustart derzeit nicht belastbar feststellen.

Auch für Radfahrende und landwirtschaftliche Betriebe sind wichtige Details noch nicht öffentlich bekannt. Dazu gehören mögliche Sperrungen, Umleitungen während der Bauphase und die voraussichtliche Dauer der Arbeiten.

Quarmbachweg schafft bereits den Anschluss an Quedlinburg

Das geplante Projekt steht nicht für sich allein. Es knüpft unmittelbar an den bereits ausgebauten Quarmbachweg an. Dieser rund 450 Meter lange Abschnitt verbindet den Bereich Brühl und Schafbrücke mit dem Neinstedter Feldweg.

Der Quarmbachweg wurde 2025 asphaltiert und als erste Fahrradstraße Quedlinburgs ausgewiesen. Die Stadt bezifferte die Kosten auf rund 408.000 Euro. Ende Oktober 2025 war der Ausbau vorfristig abgeschlossen.

Bei der Vorstellung dieses Projekts kündigte die Stadt Quedlinburg den Neinstedter Feldweg als nächste Investition im Jahr 2026 an. Damit wird deutlich, dass beide Maßnahmen zusammengehören, aber getrennt voneinander geplant und umgesetzt werden.

Der Quarmbachweg bildet den Anschluss aus dem Quedlinburger Stadtgebiet. Der Neinstedter Feldweg beziehungsweise Stadtweg soll die Route von dort weiter in Richtung Neinstedt und Thale führen. Schritt für Schritt entsteht so eine zusammenhängende Radverbindung im Harzvorland.

Für die journalistische Einordnung ist diese Trennung wichtig. Der Quarmbachweg ist bereits fertiggestellt. Beim anschließenden Abschnitt zwischen Quedlinburg und Neinstedt ist die Planung weit fortgeschritten, der tatsächliche Beginn der Bauarbeiten aber noch nicht öffentlich bestätigt.

Bedeutung für Alltag, Freizeit und Tourismus

Der Landkreis Harz verwies Anfang 2025 auf rund 400 Radfahrende täglich auf diesem Abschnitt. Die Zahl spricht für eine bereits intensive Nutzung des Weges. Angaben zur Messstelle, zum Zeitraum der Erhebung oder zu möglichen saisonalen Schwankungen wurden allerdings nicht veröffentlicht.

Die genannte Größenordnung zeigt dennoch, dass es sich nicht um eine kaum genutzte Nebenroute handelt. Der Neinstedter Feldweg ist Teil einer Verbindung, die im Alltag ebenso eine Rolle spielt wie im Freizeitverkehr.

Hinzu kommt der Europaradweg R1. Die internationale Fernradroute führt durch den Harz und verbindet Quedlinburg mit weiteren touristisch bedeutsamen Orten. Ein befestigter Abschnitt zwischen Quedlinburg und Neinstedt würde daher nicht nur Menschen aus der Region zugutekommen, sondern auch Reisenden auf der überregionalen Strecke.

Für den täglichen Radverkehr ist vor allem die Verlässlichkeit entscheidend. Feldwegartige Strecken können je nach Witterung schwer befahrbar sein. Der geplante Ausbau soll die Route dauerhaft nutzbarer machen, ohne ihre landwirtschaftliche Funktion aufzugeben.

Warum der Weg für Quedlinburg wichtig ist

Die Bedeutung des Projekts ergibt sich weniger aus einem einzelnen spektakulären Baubeginn als aus seiner Lage im Radverkehrsnetz. Der Neinstedter Feldweg schließt direkt an die neue Fahrradstraße am Quarmbachweg an und verlängert sie in Richtung Neinstedt und Thale.

Damit verbindet das Projekt kommunale Infrastruktur, Alltagswege und touristische Routen. Es stärkt keine isolierte Strecke, sondern einen Korridor, der bereits genutzt wird und künftig besser befahrbar sein soll.

Die geplante Breite von 3,50 Metern soll ausreichend Raum für den Radverkehr schaffen und zugleich die weitere Nutzung durch landwirtschaftliche Fahrzeuge ermöglichen. Wie diese gemeinsame Nutzung im Detail geregelt wird, ist bislang noch nicht abschließend veröffentlicht.

Mehrere Projektdetails sind noch offen

Trotz der Förderzusage und der klaren politischen Zielrichtung fehlen bislang wesentliche Angaben für einen aktuellen Baustartbericht. Dazu zählen der genaue Beginn der Arbeiten, die Gesamtlänge des auszubauenden Abschnitts und der endgültige Kostenrahmen.

Auch eine verbindliche Aussage zur Fertigstellung gibt es noch nicht. Offen ist zudem, ob der gesamte Abschnitt tatsächlich als Fahrradstraße ausgewiesen wird oder ob einzelne Bereiche abweichend geregelt werden.

Nicht bekannt ist ferner, ob sich die ursprüngliche Planung seit 2025 verändert hat. Fragen zur Oberfläche, zur Entwässerung, zur Beschilderung und zur konkreten Führung des landwirtschaftlichen Verkehrs sind in den bisher zugänglichen Angaben nicht abschließend beantwortet.

Damit ist die Richtung des Projekts klar, der Zeitplan jedoch noch nicht. Quedlinburg und Thale wollen den Neinstedter Feldweg beziehungsweise Stadtweg 2026 ausbauen. Ob die Arbeiten bereits unmittelbar bevorstehen oder erst später im Jahr beginnen, muss eine aktuelle Mitteilung der beteiligten Kommunen klären.

Nächste Etappe der Radverbindung im Landkreis Harz

Der Ausbau des Neinstedter Feldwegs ist ein zentraler Baustein für die Radverbindung zwischen Quedlinburg, Neinstedt und Thale. Mit dem fertigen Quarmbachweg ist der Anschluss an das Quedlinburger Stadtgebiet bereits geschaffen.

Der nächste Abschnitt soll nun eine bestehende, häufig genutzte Route deutlich verbessern. Für den feldwegartigen Weg ist eine 3,50 Meter breite Fahrradstraße vorgesehen, die auch dem landwirtschaftlichen Verkehr offensteht.

Finanzierung und Planung sind belegt. Für die Nachricht, dass die Bauarbeiten tatsächlich begonnen haben, fehlt bislang jedoch die offizielle Bestätigung. Entscheidend wird deshalb sein, wann Quedlinburg und Thale den konkreten Zeitplan, die Vergabe und die Verkehrsführung während der Bauphase veröffentlichen.