Für die Aufwertung des Marktplatzes in Vienenburg im Harz stehen insgesamt 750.000 Euro im Raum, 300.000 Euro davon kommen aus einem niedersächsischen Förderprogramm. Bevor die Planung konkreter wird, sind noch einmal die Bürger gefragt: Bei einem Workshop am 1. September können sie bestehende Vorschläge bewerten, eigene Ideen einbringen und Prioritäten setzen. Denn während mehr Grün und zusätzliche Sitzmöglichkeiten bereits zur grundsätzlichen Zielrichtung gehören, ist die genaue Gestaltung des Platzes noch offen.

Goslar, 25. August 2026. Wie soll der Marktplatz in Vienenburg künftig aussehen – und was braucht es, damit Menschen dort nicht nur vorbeikommen, sondern sich auch aufhalten? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Stadt schon länger. Nun geht die Entwicklung des Platzes im Goslarer Teil der Harzregion in die nächste Beteiligungsrunde.

Am Dienstag, 1. September, lädt die Stadt Goslar um 18 Uhr zu einem Workshop in den Kaisersaal Vienenburg im Historischen Bahnhof an der Bahnhofstraße 8 ein. Interessierte können dort Vorschläge zur künftigen Gestaltung des Marktplatzes diskutieren, bewerten und ergänzen. Es geht damit nicht mehr allein um eine offene Ideensammlung. Für das Projekt liegen bereits eine Machbarkeitsstudie, mehrere Gestaltungsansätze und ein finanzieller Rahmen vor.

Nach Angaben des Amtes für regionale Landesentwicklung Braunschweig sind für die Aufwertung des Marktplatzes in Vienenburg Gesamtkosten von 750.000 Euro vorgesehen. Das Land Niedersachsen hat dafür 300.000 Euro aus dem Programm „Zukunftsräume Niedersachsen“ bewilligt. Die Förderung gibt dem Vorhaben eine konkrete finanzielle Grundlage – welche einzelnen Maßnahmen daraus umgesetzt werden, steht allerdings noch nicht abschließend fest.

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Marktplatz Vienenburg im Harz: Mehr Grün und neue Sitzmöglichkeiten

Die grundsätzliche Richtung ist bereits erkennbar. In der offiziellen Förderbeschreibung werden eine stärkere Begrünung des Marktplatzes und zusätzliche Sitzmöglichkeiten ausdrücklich genannt. Beides soll dazu beitragen, die Aufenthaltsqualität im Zentrum von Vienenburg zu verbessern.

Wie weit die Umgestaltung darüber hinausgeht, ist Gegenstand der weiteren Planung. Nach Angaben der Stadt Goslar sollen die Teilnehmer des Workshops deshalb nicht nur eigene Vorschläge machen. Sie können auch bereits entwickelte Ideen bewerten und gewichten. Auf diese Weise soll deutlicher werden, welche Wünsche für die weitere Entwicklung des Marktplatzes besonders wichtig sind.

Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung sollen anschließend in die Planung einfließen. Vorgesehen ist, dass ein Planungsbüro ausgewählte Wünsche und Vorschläge konkretisiert. Wer diese Aufgabe übernimmt und wann eine endgültige Planung vorliegen soll, hat die Stadt in ihrer aktuellen Ankündigung nicht mitgeteilt.

Das Wichtigste in Kürze

Der Marktplatz in Vienenburg im Harz soll mit einem Gesamtvolumen von 750.000 Euro aufgewertet werden. Beim Workshop am 1. September 2026 können Bürger bestehende Vorschläge bewerten, eigene Ideen ergänzen und Prioritäten für die weitere Planung setzen.

Wann?
Gesichert sind Termin und Veranstaltungsort: Der Workshop beginnt am Dienstag, 1. September 2026, um 18 Uhr im Kaisersaal Vienenburg im Historischen Bahnhof, Bahnhofstraße 8.
Was ist passiert?
Interessierte können dort Vorschläge zur künftigen Gestaltung des Marktplatzes diskutieren, bewerten und ergänzen.
Was ist bestätigt?
Das Land Niedersachsen hat dafür 300.000 Euro aus dem Programm „Zukunftsräume Niedersachsen“ bewilligt.
Was gilt konkret?
Fest steht hingegen, dass Begrünung und zusätzliche Sitzmöglichkeiten bereits Bestandteil der offiziellen Projektbeschreibung sind.
Was bedeutet das?
Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung sollen anschließend in die Planung einfließen.

Stand: · Quellen

Drei Szenarien für die Zukunft des Platzes

Dass inzwischen über konkrete Varianten gesprochen werden kann, liegt an einer Machbarkeitsstudie, die im Auftrag der Stadt erstellt wurde. Beteiligt waren CITIES FOR FUTURE, CONVENT Mensing und Kirsten Gulau. Grundlage waren unter anderem Vor-Ort-Begehungen, Gespräche und Beteiligungsformate mit Verwaltung, Politik und Bürgerschaft.

Daraus entstanden drei unterschiedliche Szenarien für den Marktplatz in Vienenburg. Eines orientiert sich stärker an der klassischen Nutzung als Markt- und Veranstaltungsfläche. Ein zweites denkt den Platz als stärker begrünten „Pocket-Park“. Im dritten Szenario spielt Wasser eine deutlich größere Rolle bei der Gestaltung.

Die Varianten zeigen, wie unterschiedlich die Anforderungen an einen zentralen Platz sein können. Freie Fläche ermöglicht Märkte und Veranstaltungen. Mehr Grün kann dagegen zusätzliche Aufenthaltsbereiche schaffen. Wasser wiederum wurde als eigenes Gestaltungselement untersucht. Die bisherigen Überlegungen müssen deshalb unterschiedliche Nutzungsansprüche miteinander verbinden.

Wasserspiel, Außengastronomie und Freizeitangebote wurden diskutiert

Aus der Machbarkeitsstudie und den bisherigen Beteiligungsrunden ist bereits eine breite Palette möglicher Elemente hervorgegangen. Diskutiert wurden neben Begrünung und zusätzlichen Sitzgelegenheiten unter anderem Außengastronomie, ein Wasserspiel, Entsiegelung sowie verschiedene Spiel- und Freizeitangebote.

Auch Hochbeete, Boule, Tischtennis, Bodenspiele, Fahrradständer und Verbesserungen bei der Barrierefreiheit tauchen in den bisherigen Überlegungen auf. Bei den Bewertungen fanden insbesondere mehr Grün sowie Wasser beziehungsweise Wasserspiele Zustimmung. Zugleich spielte bei solchen Elementen die Frage eine Rolle, wie Pflege und Unterhalt langfristig gewährleistet werden können.

Für die Einordnung ist entscheidend: Diese Vorschläge sind nicht mit beschlossenen Baumaßnahmen gleichzusetzen. Sie gehören zum bisherigen Planungs- und Beteiligungsprozess. Welche davon später tatsächlich auf dem Marktplatz umgesetzt werden, ist noch offen.

Bürgerbeteiligung in Vienenburg läuft schon seit 2024

Der Workshop am 1. September ist nicht der Beginn der Bürgerbeteiligung. Die Machbarkeitsstudie dokumentiert bereits mehrere Termine aus dem Jahr 2024. Ein erster Workshop fand demnach am 26. September statt, ein weiterer am 21. November. Am 11. Dezember folgte eine Bürgerbeteiligung.

Die Ergebnisse dieser Arbeit bildeten eine Grundlage für die weitere Beschäftigung mit dem Vienenburger Marktplatz. Die Machbarkeitsstudie wurde später öffentlich vorgestellt. Der neue Workshop setzt nun dort an, wo die grundsätzliche Untersuchung aufgehört hat: bei der Frage, welche Vorschläge für die nächste Planungsphase besonders berücksichtigt werden sollen.

Damit verschiebt sich auch der Charakter der Diskussion. Aus einer Vielzahl denkbarer Nutzungen und Gestaltungsideen müssen nach und nach konkrete Prioritäten entstehen. Genau dafür soll die erneute Beteiligung Raum geben.

Was für den Workshop am 1. September feststeht

Gesichert sind Termin und Veranstaltungsort: Der Workshop beginnt am Dienstag, 1. September 2026, um 18 Uhr im Kaisersaal Vienenburg im Historischen Bahnhof, Bahnhofstraße 8. Die Stadt Goslar richtet die Einladung an Interessierte, die sich an der weiteren Entwicklung beteiligen möchten.

Eine detaillierte Tagesordnung hat die Stadt in der veröffentlichten Ankündigung nicht genannt. Ebenso liegen dort keine Angaben zu einer Teilnehmerbegrenzung oder einer verpflichtenden Anmeldung vor. Auch deshalb sollte der Termin vor allem als Beteiligungswerkstatt verstanden werden, deren inhaltlicher Schwerpunkt auf der Bewertung und Ergänzung der bisherigen Vorschläge liegt.

750.000 Euro bilden den finanziellen Rahmen

Mit einem vorgesehenen Gesamtvolumen von 750.000 Euro hat die Aufwertung des Marktplatzes in Vienenburg inzwischen eine Größenordnung, die über eine reine Konzeptphase hinausweist. 300.000 Euro sind als Förderung aus dem niedersächsischen Programm „Zukunftsräume Niedersachsen“ bewilligt.

Wie der verbleibende Teil des Gesamtvolumens im Einzelnen finanziert wird, geht aus den bislang veröffentlichten Angaben nicht hervor. Ebenso wenig ist bislang ein verbindlicher Baubeginn oder Fertigstellungstermin genannt. Aus der Fördersumme lässt sich daher nicht ableiten, wann die Arbeiten beginnen oder welche der diskutierten Elemente am Ende realisiert werden.

Fest steht hingegen, dass Begrünung und zusätzliche Sitzmöglichkeiten bereits Bestandteil der offiziellen Projektbeschreibung sind. Bei weiteren Ideen – vom Wasserspiel bis zu Freizeitangeboten – muss die weitere Planung zeigen, was berücksichtigt und umgesetzt werden kann.

Jetzt geht es um die Prioritäten für Vienenburg und den Harz

Die Diskussion um den Marktplatz hat damit einen wichtigen Punkt erreicht. Die ersten Ideen sind gesammelt, verschiedene Varianten untersucht und Fördermittel bewilligt. Für Vienenburg und den Goslarer Raum im Harz geht es nun darum, aus den zahlreichen Vorschlägen eine konkrete und umsetzbare Planung zu entwickeln.

Der Workshop am 1. September soll dafür ein weiterer Baustein sein. Bürgerinnen und Bürger können deutlich machen, welche Funktionen der Marktplatz aus ihrer Sicht künftig erfüllen sollte und welche der bereits entwickelten Ansätze sie für besonders wichtig halten.

Wie stark sich der Marktplatz in Vienenburg am Ende verändert, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Klar ist aber: Die Entscheidung über seine künftige Gestalt ist noch nicht gefallen. Zwischen stärkerer Begrünung, Aufenthaltsflächen und den weiteren Ideen aus der Machbarkeitsstudie bleibt im Harzort Vienenburg Spielraum – und genau über diesen soll nun weiter gesprochen werden.

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