Das Pflegeschulzentrum Goslar bildet seit zwei Jahrzehnten Pflegefachkräfte aus und verfügt heute über 180 Ausbildungsplätze. Mehr als 30 Einrichtungen aus unterschiedlichen Versorgungsbereichen arbeiten nach Angaben der Schule im Ausbildungsverbund zusammen. Für Goslar und die Harzregion schafft die Einrichtung damit eine feste Ausbildungsstruktur – wie viele Absolventinnen und Absolventen anschließend dauerhaft im Landkreis bleiben, ist öffentlich allerdings nicht dokumentiert.

Goslar, 13. August 2026. Das Pflegeschulzentrum Goslar gehört seit Jahren zur Ausbildungslandschaft für Pflegeberufe in der Region. Im Jahr seines 20-jährigen Bestehens rückt vor allem die Größe des Ausbildungsverbunds in den Blick: 180 Ausbildungsplätze, sechs parallel laufende Kurse und mehr als 30 kooperierende Pflegeeinrichtungen.

Getragen wird die Schule vom Verein zur Förderung von Gesundheitsberufen e.V. Im offiziellen Ausbildungsstättenverzeichnis des Landes Niedersachsen ist das Pflegeschulzentrum Goslar als Pflegeschule mit einem dreijährigen berufsqualifizierenden Bildungsgang geführt. Es handelt sich damit nicht um eine Einrichtung des Landkreises Goslar, sondern um eine eigenständige Schule, die mit zahlreichen Partnern aus der Pflege zusammenarbeitet.

Pflegeausbildung in Goslar setzt auf ein Netzwerk im Harz

Für die Pflegeausbildung ist diese Zusammenarbeit zentral. Theorie und Praxis sind über mehrere Einrichtungen hinweg miteinander verzahnt. Das Pflegeschulzentrum Goslar spricht selbst von einem Netzwerk mit mehr als 30 Partnern aus unterschiedlichen Versorgungsbereichen.

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Die angehenden Pflegefachkräfte absolvieren ihre praktische Ausbildung deshalb nicht ausschließlich an einem Standort. Während der dreijährigen Ausbildung wechseln sie zwischen verschiedenen Einsatzfeldern. Dazu gehören die stationäre Akutpflege, die ambulante Pflege und die stationäre Langzeitpflege. Weitere Ausbildungsabschnitte führen unter anderem in die Psychiatrie und in die Pflege von Kindern und Jugendlichen.

Damit folgt das Pflegeschulzentrum dem Prinzip der generalistischen Pflegeausbildung. Die Auszubildenden werden nicht nur auf einen einzelnen Bereich vorbereitet, sondern lernen verschiedene Versorgungssituationen und Patientengruppen kennen. Für Goslar und den angrenzenden Harzraum entsteht so eine Ausbildungsstruktur, die Schule und praktische Lernorte miteinander verbindet.

180 Ausbildungsplätze, sechs Kurse, zwei Starts im Jahr

Nach Angaben des Pflegeschulzentrums Goslar stehen insgesamt 180 Ausbildungsplätze zur Verfügung. Sechs Kurse laufen parallel. Neue Ausbildungsdurchgänge beginnen jeweils im April und im September.

Die Goslarsche Zeitung berichtete anlässlich des Jubiläums zudem, dass jährlich 75 Auszubildende aufgenommen werden. Diese konkrete Zahl findet sich nicht in gleicher Form in den öffentlich zugänglichen Angaben der Schule selbst. Für den aktuellen Umfang der Pflegeausbildung sind daher vor allem die offiziell ausgewiesenen 180 Plätze und die sechs laufenden Kurse belastbar.

KennzahlStand
Ausbildungsplätze180
Parallel laufende Kurse6
KursstartsApril und September
Kooperierende Pflegeeinrichtungenmehr als 30

Die Zahlen zeigen, dass die Pflegeausbildung in Goslar nicht auf einzelne Ausbildungsstellen begrenzt ist. Das Pflegeschulzentrum bündelt einen größeren Ausbildungsverbund und organisiert den theoretischen Unterricht ebenso wie die Abstimmung mit den praktischen Einsatzstellen.

Das Wichtigste in Kürze

Das Pflegeschulzentrum Goslar verfügt über 180 Ausbildungsplätze und arbeitet mit mehr als 30 Pflegeeinrichtungen zusammen. Die Ausbildung verbindet schulischen Unterricht mit praktischen Einsätzen in unterschiedlichen Versorgungsbereichen.

Was ist bestätigt?
Nach Angaben des Pflegeschulzentrums Goslar stehen insgesamt 180 Ausbildungsplätze zur Verfügung.
Was gilt konkret?
Sechs Kurse laufen parallel.
Was bedeutet das?
Das Pflegeschulzentrum Goslar spricht selbst von einem Netzwerk mit mehr als 30 Partnern aus unterschiedlichen Versorgungsbereichen.
Was ist bestätigt?
Die Goslarsche Zeitung berichtete anlässlich des Jubiläums zudem, dass jährlich 75 Auszubildende aufgenommen werden.

Stand: · Quellen

Praktische Einsätze sind fester Bestandteil der Ausbildung

Der Wechsel zwischen unterschiedlichen Einrichtungen ist kein Zusatz, sondern Teil der Ausbildung. Nach Angaben des Pflegeschulzentrums absolvieren die Auszubildenden insgesamt sieben Pflichteinsätze. Der Ausbildungsverbund sorgt dafür, dass die vorgeschriebenen Bereiche abgedeckt werden können.

Das ist vor allem deshalb relevant, weil einzelne Pflegeeinrichtungen nicht zwangsläufig alle Ausbildungsfelder selbst anbieten können. Ein ambulanter Pflegedienst deckt andere Aufgaben ab als ein Krankenhaus oder eine stationäre Pflegeeinrichtung. Erst die Zusammenarbeit mehrerer Partner ermöglicht eine Ausbildung, die verschiedene Versorgungsformen einschließt.

  • stationäre Akutpflege, etwa im Krankenhaus,
  • stationäre Langzeitpflege,
  • ambulante Pflege,
  • psychiatrische Versorgung,
  • Pflege von Kindern und Jugendlichen.

Für die Auszubildenden bedeutet das regelmäßige Wechsel zwischen Theorie, Training und praktischer Arbeit. Für die beteiligten Einrichtungen bedeutet es zugleich einen hohen Abstimmungsbedarf. Das Pflegeschulzentrum übernimmt innerhalb dieses Systems eine koordinierende Rolle.

Skillslab ergänzt die Pflegeausbildung in Goslar

Neben Unterricht und Praxiseinsätzen verfügt das Pflegeschulzentrum Goslar über ein sogenanntes Skillslab. Der Übungsbereich wurde nach Angaben der Schule 2017 eröffnet. Dort können pflegerische Abläufe und typische Situationen trainiert werden, bevor sie im praktischen Einsatz unter realen Bedingungen angewendet werden.

Solche Übungsräume schaffen einen Zwischenschritt zwischen theoretischem Wissen und Arbeit am Patienten. Sie ersetzen die praktische Ausbildung nicht, ergänzen sie aber um eine Lernumgebung, in der Abläufe vorbereitet und wiederholt werden können.

Ausbildungsverbund verbindet Einrichtungen der Region

Die Struktur des Pflegeschulzentrums zeigt, wie stark moderne Pflegeausbildung auf Kooperation angewiesen ist. Unterricht findet an der Schule statt, praktische Erfahrung entsteht dagegen an mehreren Lernorten. Der Ausbildungsverbund verbindet diese Bereiche miteinander.

Für Goslar und die Harzregion ist das deshalb von Bedeutung, weil Pflegeeinrichtungen ihre Nachwuchskräfte nicht vollständig unabhängig voneinander ausbilden müssen. Sie können sich an einer gemeinsamen Struktur beteiligen, während das Pflegeschulzentrum die schulische Ausbildung und Teile der Koordination übernimmt.

Wie viele der Absolventinnen und Absolventen nach ihrer Ausbildung tatsächlich bei Partnerbetrieben im Landkreis Goslar bleiben, lässt sich aus den öffentlich verfügbaren Angaben jedoch nicht ableiten. Auch eine belastbare Gesamtzahl aller seit Bestehen des Pflegeschulzentrums ausgebildeten Pflegefachkräfte liegt nicht öffentlich vor.

20 Jahre Pflegeschulzentrum Goslar

Das 20-jährige Bestehen der Einrichtung wurde bereits Anfang Juli mit einem Tag der offenen Tür begangen. Der Termin liegt inzwischen zurück. Im Mittelpunkt steht deshalb weniger die Veranstaltung selbst als die Entwicklung der Schule und ihre heutige Rolle in der regionalen Pflegeausbildung.

Bei der historischen Einordnung bleibt allerdings eine Unschärfe. Das aktuelle Jubiläum weist auf ein 20-jähriges Bestehen hin, während ältere regionale Veröffentlichungen teils frühere Bezugspunkte für die Pflegeausbildung in Goslar nennen. Ein exakt belegbares Gründungsdatum lässt sich aus den öffentlich zugänglichen Angaben deshalb nicht eindeutig ableiten.

Klar ist dagegen die gegenwärtige Struktur: Das Pflegeschulzentrum Goslar bietet 180 Ausbildungsplätze, führt sechs Kurse parallel und arbeitet mit mehr als 30 Einrichtungen zusammen. Damit gehört es zu den wichtigen Ausbildungsorten für Pflegeberufe in Goslar und der Umgebung.

Pflegenachwuchs für Goslar und den Harz entsteht im Verbund

Ob die vorhandenen Ausbildungsplätze langfristig ausreichen, um den Personalbedarf der Pflegeeinrichtungen im Landkreis Goslar zu decken, lässt sich mit den veröffentlichten Daten nicht beantworten. Ebenso wenig ist dokumentiert, wie viele Absolventinnen und Absolventen nach ihrer Ausbildung dauerhaft in der Region arbeiten.

Der belegbare Kern ist dennoch deutlich: Pflegeausbildung in Goslar funktioniert über ein enges Zusammenspiel von Schule und praktischen Einsatzstellen. Das Pflegeschulzentrum stellt die schulische Struktur bereit, die Partnerbetriebe ermöglichen die vorgeschriebenen Praxiserfahrungen. Mit 180 Ausbildungsplätzen und einem Netzwerk von mehr als 30 Pflegeeinrichtungen ist daraus über die Jahre ein fester Bestandteil der Ausbildungslandschaft in Goslar und im Harz geworden.