Nahverkehr in Goslar
Stadtbus Goslar: Neue Fahrgastbefragung soll Erfahrungen mit dem Liniennetz zeigen

Nahverkehr in Goslar

Die Stadtbus Goslar GmbH will wissen, wie ihr Angebot bei den Menschen ankommt. Vom 19. Oktober an können sich Einwohner erstmals auch online an der jährlichen Fahrgastbefragung beteiligen – unabhängig davon, ob sie regelmäßig Bus fahren. Besonders aufschlussreich dürften die Rückmeldungen zum neuen Liniennetz werden, das erst im Februar eingeführt wurde. Ob daraus weitere Änderungen entstehen, ist bislang offen.
Goslar, 12. Oktober 2026. Acht Monate nach der Neuordnung des Stadtbusverkehrs sollen die Menschen in Goslar ihre Erfahrungen mit dem Angebot bewerten. Die Stadtbus Goslar GmbH startet dazu ihre jährliche Fahrgastbefragung und erweitert das bisherige Verfahren um eine digitale Teilnahme. Vom 19. Oktober bis zum 1. November können Einwohner online ihre Einschätzungen abgeben. In der letzten Oktoberwoche werden zusätzlich Papierfragebögen in ausgewählten Bussen verteilt.
Die Befragung richtet sich nicht allein an Menschen, die täglich oder gelegentlich mit dem Stadtbus unterwegs sind. Ausdrücklich angesprochen werden auch Einwohner, die das Angebot bislang kaum oder überhaupt nicht nutzen. Das Verkehrsunternehmen möchte erfahren, wie Fahrgäste die Qualität des Betriebs beurteilen, wo sie Verbesserungsbedarf sehen und welche Gründe andere Menschen davon abhalten, den Bus zu nehmen.
Der Zeitpunkt ist bemerkenswert: Seit dem 1. Februar 2026 gilt in Goslar ein neu organisiertes Liniennetz. Die anstehende Befragung bietet damit erstmals im Rahmen der jährlichen Erhebung Gelegenheit, Erfahrungen nach dieser grundlegenden Umstellung zusammenzutragen.
Die Stadtbus Goslar GmbH setzt bei ihrer diesjährigen Erhebung auf zwei Teilnahmewege. Den Anfang macht die Online-Befragung am Montag, 19. Oktober. Sie bleibt bis einschließlich Sonntag, 1. November 2026, geöffnet. Der digitale Fragebogen soll über die Internetseite des Verkehrsunternehmens erreichbar sein.
Vom 26. Oktober bis zum 1. November findet parallel die klassische Befragung in den Fahrzeugen statt. Auf ausgewählten Stadtbusfahrten werden dafür Papierfragebögen bereitgestellt. Wer seine Einschätzung unmittelbar während einer Fahrt abgeben möchte, kann somit weiterhin den bisherigen Weg nutzen.
Wie regionalHeute.de unter Berufung auf eine Mitteilung des Unternehmens berichtete, wird die Online-Teilnahme erstmals in die reguläre jährliche Fahrgastbefragung integriert. Damit erweitert die Stadtbus Goslar GmbH den Kreis der möglichen Teilnehmer über die Menschen hinaus, die während des Befragungszeitraums tatsächlich in einem Bus sitzen.
Die Öffnung für Nichtnutzer ist ein wesentlicher Bestandteil der aktuellen Erhebung. Denn wer regelmäßig Bus fährt, kann vor allem Erfahrungen mit dem bestehenden Betrieb schildern. Wer dagegen auf andere Verkehrsmittel zurückgreift, hat möglicherweise ganz andere Erwartungen an den öffentlichen Nahverkehr.
Die Stadtbus Goslar GmbH will deshalb auch wissen, weshalb manche Menschen das Angebot selten oder gar nicht in Anspruch nehmen. Ebenso sollen sie angeben können, welche Verbesserungen eine häufigere Nutzung für sie interessant machen könnten.
Damit geht die Befragung über eine reine Bewertung einzelner Busfahrten hinaus. Sie soll auch Hinweise darauf liefern, wie das vorhandene Nahverkehrsangebot von Menschen wahrgenommen wird, die bislang nicht zu den regelmäßigen Kunden gehören.
Im Mittelpunkt der Fahrgastbefragung stehen zentrale Merkmale des täglichen Busbetriebs. Gefragt wird nach der Qualität des Angebots, nach Pünktlichkeit, Komfort und Sauberkeit. Hinzu kommen die persönlichen Erwartungen der Teilnehmer und ihre Vorstellungen davon, was sich verbessern ließe.
Die Stadtbus Goslar GmbH führt vom 19. Oktober bis 1. November 2026 eine Online-Fahrgastbefragung durch. Auch Nichtnutzer können sich nach der Neuordnung des Liniennetzes beteiligen.
Die Themen betreffen unterschiedliche Seiten des Nahverkehrs. Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit spielen bei der Bewertung eines Verkehrsangebots ebenso eine Rolle wie die Bedingungen während der Fahrt. Darüber hinaus interessiert das Unternehmen, welche Hindernisse einer stärkeren Nutzung entgegenstehen.
Die angekündigten Befragungsschwerpunkte umfassen:
Welche Antworten dabei überwiegen werden, lässt sich derzeit nicht sagen. Die Ankündigung der Befragung liefert weder Hinweise auf eine allgemeine Unzufriedenheit noch auf besonders hohe Zustimmungswerte. Belastbare Aussagen über die Zufriedenheit der Goslarer sind erst möglich, wenn entsprechende Ergebnisse vorliegen.
Die diesjährige Fahrgastbefragung fällt in eine Phase, in der sich der Stadtbusverkehr deutlich verändert hat. Am 1. Februar 2026 trat ein neu organisiertes Liniennetz in Kraft. Nach einem Bericht der Goslarschen Zeitung stieg die Zahl der Linien zunächst von sechs auf neun.
Die Neuordnung bildet einen wichtigen Hintergrund der aktuellen Erhebung. Mit ihr veränderte sich die Struktur des Stadtbusangebots. Nun können Fahrgäste ihre Erfahrungen mit dem Betrieb nach der Umstellung einbringen. Auch Menschen, die den Stadtbus bislang nicht nutzen, erhalten Gelegenheit, ihre Erwartungen an das Netz zu formulieren.
Ob die neue Linienführung aus Sicht der Bevölkerung insgesamt besser funktioniert als das vorherige Angebot, ist allerdings nicht belegt. Ebenso fehlen bislang gesicherte Angaben darüber, welche einzelnen Verbindungen besonders positiv oder kritisch bewertet werden. Solche Einschätzungen dürfen den Ergebnissen der angekündigten Befragung nicht vorweggenommen werden.
Die Umstellung im Februar blieb nicht der letzte dokumentierte Entwicklungsschritt. Auf der offiziellen Internetseite der Stadtbus Goslar GmbH sind Fahrplaninformationen mit Gültigkeit ab dem 13. August 2026 veröffentlicht. Dazu gehören auch Angaben zur Linie 811.
Das zeigt, dass im Laufe des Jahres weitere Anpassungen an den Fahrplänen vorgenommen wurden. Welche Auswirkungen diese Veränderungen aus Sicht der Fahrgäste hatten, geht aus den bisher verfügbaren Informationen nicht hervor.
Gerade deshalb ist die zeitliche Einordnung der Befragung relevant. Die Teilnehmer bewerten den Stadtbusverkehr nicht unmittelbar nach Einführung des neuen Netzes, sondern nach mehreren Monaten Betrieb. Die Ergebnisse könnten somit Rückmeldungen aus einer längeren Nutzungsphase enthalten. Wie aussagekräftig diese ausfallen, wird auch davon abhängen, wer sich beteiligt und welche Erfahrungen die Befragten mitbringen.
Die zusätzliche digitale Teilnahme ist eine Neuerung der jährlichen Fahrgastbefragung. Ganz neu ist die Online-Beteiligung zum Goslarer Stadtbusverkehr allerdings nicht.
Bereits im Juni 2024 berichtete die Goslarsche Zeitung über eine Bürgerbefragung, bei der Einwohner online Vorschläge zur Optimierung des Liniennetzes einreichen konnten. Die damalige Beteiligung stand im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung des Verkehrsangebots.
Die aktuelle Erhebung unterscheidet sich davon durch ihren Rahmen: Sie gehört zur regulären jährlichen Fahrgastbefragung der Stadtbus Goslar GmbH. Neu ist hier die zusätzliche Möglichkeit, den Fragebogen digital auszufüllen. Von einer erstmaligen Online-Befragung zum Stadtbusverkehr insgesamt kann deshalb nicht gesprochen werden.
Auch die Stadt Goslar selbst hat sich in jüngerer Vergangenheit mit dem Verkehrsverhalten ihrer Einwohner beschäftigt. Im Jahr 2025 führte sie eine eigenständige Mobilitätsbefragung durch. Dem veröffentlichten Schlussbericht zufolge wurden dafür Angaben von 910 Personen aus 437 Haushalten ausgewertet.
Diese Untersuchung ist von der jetzt angekündigten Fahrgastbefragung zu unterscheiden. Während die städtische Mobilitätsbefragung das Mobilitätsverhalten der Bevölkerung betrachtete, konzentriert sich die aktuelle Erhebung des Verkehrsunternehmens auf den Stadtbusverkehr, dessen Qualität und mögliche Verbesserungen.
Die beiden Untersuchungen dürfen deshalb weder in ihrer Zielsetzung noch hinsichtlich ihrer Teilnehmerzahlen gleichgesetzt werden. Für die bevorstehende Befragung der Stadtbus Goslar GmbH liegen noch keine entsprechenden Zahlen vor.
Der Ablauf der Teilnahme ist weitgehend bekannt. Unklar ist dagegen, wie das Verkehrsunternehmen anschließend mit den Ergebnissen umgehen wird. Ein Termin für die Veröffentlichung der Auswertung wurde bislang nicht bekannt gegeben. Auch dazu, ob die Ergebnisse vollständig öffentlich zugänglich gemacht werden, liegen keine gesicherten Informationen vor.
Offen ist ebenso, ob aus den Rückmeldungen konkrete Veränderungen am Liniennetz, an Fahrplänen oder an anderen Bestandteilen des Angebots entstehen. Die Durchführung einer Befragung ist noch keine Zusage, bestimmte Wünsche später umzusetzen.
Für die Einordnung der Ergebnisse wird außerdem entscheidend sein, wie sich die Antworten zusammensetzen. Die Einschätzungen regelmäßiger Fahrgäste können sich von denen der Gelegenheitsnutzer oder Nichtnutzer unterscheiden. Welche Gruppen sich in welchem Umfang beteiligen, steht noch nicht fest.
Bis zum 1. November haben die Menschen in Goslar Gelegenheit, ihre Sicht auf den Stadtbusverkehr einzubringen. Die Online-Teilnahme beginnt bereits am 19. Oktober, die Befragung in ausgewählten Fahrzeugen eine Woche später.
Für den Stadtbus Goslar ist die diesjährige Befragung mehr als eine routinemäßige Erhebung zur Servicequalität. Sie findet nach einer umfassenden Neuorganisation des Liniennetzes statt und bezieht erstmals innerhalb des jährlichen Verfahrens auch eine digitale Beteiligungsmöglichkeit ein.
Die ausdrückliche Einladung an Nicht-Fahrgäste erweitert dabei die Perspektive. Neben den Erfahrungen bestehender Nutzer sollen auch die Gründe sichtbar werden, weshalb andere Einwohner den Stadtbus bislang kaum in Anspruch nehmen.
Welche Schlussfolgerungen das Unternehmen aus den Antworten ziehen wird, ist noch nicht entschieden. Nach dem Ende der Befragung wird deshalb vor allem interessant sein, ob die Ergebnisse veröffentlicht werden und welche Hinweise sie auf die Wirkung der Netzumstellung geben. Erst dann lässt sich fundierter beurteilen, wie die Menschen in Goslar das Stadtbusangebot tatsächlich einschätzen.
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