Über Goslar und weiten Teilen des Harzes war am Mittwochabend eine ausgeprägte partielle Sonnenfinsternis zu sehen. In Goslar erreichte sie gegen 20.10 Uhr ihren Höhepunkt, auf dem Brocken versammelten sich nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur rund 100 Menschen zur Beobachtung. Vollständig verdunkelt wurde die Sonne in Deutschland allerdings nicht.

Goslar, 13. August 2026. – Kurz nach 19 Uhr begann sich der Mond vor die Sonnenscheibe zu schieben. Wer in Goslar oder im Harz freien Blick nach Westen hatte, konnte verfolgen, wie sich das vertraute Bild der tief stehenden Abendsonne innerhalb weniger Minuten deutlich veränderte. Gegen 20.10 Uhr erreichte die partielle Sonnenfinsternis in Goslar ihr Maximum, gegen 20.47 Uhr war das Ereignis dort beendet.

Besonders groß war das Interesse auf dem Brocken. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur kamen dort rund 100 Menschen zusammen, um die Sonnenfinsternis über dem Harz zu beobachten. Viele hatten spezielle Schutzbrillen dabei, einige auch Teleskope. Der MDR berichtete am Abend ebenfalls vom höchsten Berg des Harzes.

Sonnenfinsternis über Goslar blieb partiell

Bei dem astronomischen Ereignis am 12. August handelte es sich weltweit um eine totale Sonnenfinsternis. Die Zone, in der der Mond die Sonne vollständig verdeckte, verlief jedoch nicht über Deutschland. Totale Finsternis war unter anderem in Teilen Grönlands, Islands und Spaniens zu sehen.

Anzeige

In Goslar und im Harz blieb die Sonnenfinsternis dagegen während des gesamten Verlaufs partiell. Nach den für Goslar berechneten astronomischen Daten begann die Finsternis gegen 19.16 Uhr. Das Maximum wurde etwa um 20.10 Uhr erreicht, das Ende folgte rund 37 Minuten später.

Zeitpunkt in Goslar Uhrzeit
Beginn der partiellen Sonnenfinsternis ca. 19.16 Uhr
Maximum ca. 20.10 Uhr
Ende ca. 20.47 Uhr

Für Goslar wurde eine Finsternismagnitude von 0,885 angegeben. Dieser Wert beschreibt die Größe der Finsternis anhand der scheinbaren Durchmesser von Sonne und Mond. Er entspricht nicht unmittelbar dem prozentualen Flächenanteil der verdeckten Sonnenscheibe und sollte deshalb nicht als Prozentwert der Bedeckung wiedergegeben werden.

Rund 100 Beobachter auf dem Brocken

Der Brocken wurde am Mittwochabend zu einem der dokumentierten Beobachtungspunkte im Harz. Rund 100 Menschen verfolgten dort laut dpa den Verlauf der Sonnenfinsternis. Die erhöhte Lage und der freie Blick in Richtung Horizont machten den Gipfel für Himmelsbeobachter besonders geeignet.

Auch aus anderen Teilen Niedersachsens wurde über zahlreiche Menschen berichtet, die das Ereignis verfolgten. Der NDR dokumentierte die Sonnenfinsternis für das Land und berichtete über die starke partielle Bedeckung am frühen Abend. Für Goslar selbst gibt es dagegen keine belastbare Zahl dazu, wie viele Menschen gezielt zur Beobachtung nach draußen gingen oder sich an bestimmten Punkten versammelten.

Deshalb lässt sich die Behauptung, die Sonnenfinsternis habe die gesamte Harzregion gleichermaßen „fasziniert“, nicht als überprüfbare Tatsache festhalten. Belegt ist jedoch, dass das Ereignis im Harz deutlich sichtbar war und an einzelnen Orten ein großes öffentliches Interesse auslöste.

Das Wichtigste in Kürze

Über Goslar und dem Harz war am 12. August eine ausgeprägte partielle Sonnenfinsternis zu sehen. Auf dem Brocken verfolgten rund 100 Menschen den Verlauf gemeinsam.

Wann?
In Goslar begann sie gegen 19.16 Uhr, erreichte um etwa 20.10 Uhr ihren Höhepunkt und endete gegen 20.47 Uhr.
Wo?
Der Brocken wurde am Mittwochabend zu einem der dokumentierten Beobachtungspunkte im Harz.
Was ist bestätigt?
Auf dem Brocken verfolgten rund 100 Menschen den Verlauf gemeinsam.

Stand: · Quellen

Tiefe Abendsonne prägte den Blick auf die Finsternis im Harz

Der Zeitpunkt machte die Sonnenfinsternis in Goslar und im Harz zusätzlich auffällig. Während der Mond einen großen Teil der Sonnenscheibe überlagerte, stand die Sonne bereits tief über dem westlichen Horizont. Ein erheblicher Teil des Ereignisses spielte sich damit in den letzten Stunden des Tages ab.

Auch regionalHeute dokumentierte die Sonnenfinsternis in der weiteren Region. Die dort veröffentlichten Beobachtungen und Aufnahmen entstanden allerdings nicht direkt in Goslar oder auf dem Brocken, sondern auf Feldern zwischen Fümmelse und Adersheim mit Blick in Richtung Salzgitter. Die dort genannten Zeiten stimmen im Wesentlichen mit den astronomischen Berechnungen für Goslar überein.

Für die regionale Einordnung ist dieser Unterschied wichtig: Sichtbar war die partielle Sonnenfinsternis in einem großen Gebiet, konkrete Beobachterzahlen sind jedoch nur für einzelne Orte gesichert. Der Brocken gehört dazu, Goslar selbst nicht.

Sicher beobachten nur mit geeignetem Schutz

Bei einer partiellen Sonnenfinsternis bleibt stets ein Teil der hellen Sonnenoberfläche sichtbar. Deshalb war auch am Mittwochabend im Harz zu keinem Zeitpunkt ein ungeschützter Blick in die Sonne sicher. Das Bundesamt für Strahlenschutz und die NASA warnen ausdrücklich davor, eine teilweise bedeckte Sonne ohne geeignete Schutzfilter direkt anzusehen.

  • Für die direkte Beobachtung sind spezielle Sonnenfinsternisbrillen mit dafür geeigneten Filtern erforderlich.
  • Normale Sonnenbrillen bieten keinen ausreichenden Schutz.
  • Bei Teleskopen, Ferngläsern und Kameras muss ein geeigneter Sonnenfilter vor der Optik angebracht sein.

Diese Regeln gelten unabhängig davon, wie groß der sichtbare Teil der Sonne noch ist. Auch eine schmale Sonnensichel kann die Augen bei direktem Blick schädigen.

Ähnlicher Verlauf auch in anderen Teilen des Harzes

Dass sich die Sonnenfinsternis nicht auf Goslar beschränkte, zeigen die astronomischen Daten für weitere Orte im Harz. Für Osterode am Harz wurde das Maximum ebenfalls gegen 20.10 Uhr berechnet. Die dortige Finsternismagnitude lag mit 0,886 nahezu auf dem gleichen Niveau wie in Goslar.

Der zeitliche Verlauf unterschied sich innerhalb der Region damit nur geringfügig. Wer freie Sicht nach Westen hatte und nicht von Wolken oder Dunst behindert wurde, konnte die teilweise verdeckte Sonne über einen längeren Zeitraum beobachten.

Nach den vorliegenden Medienberichten waren die Bedingungen vielerorts ausreichend gut. Zeitweise zogen zwar Wolken und Dunst durch, eine flächendeckende Behinderung der Beobachtung im Harz ist jedoch nicht dokumentiert.

Der Harz hatte einen klaren Blick auf das astronomische Ereignis

Die Sonnenfinsternis am 12. August war für Goslar und den Harz kein totales, aber ein deutlich sichtbares astronomisches Ereignis. In Goslar begann sie gegen 19.16 Uhr, erreichte um etwa 20.10 Uhr ihren Höhepunkt und endete gegen 20.47 Uhr. Auf dem Brocken verfolgten rund 100 Menschen den Verlauf gemeinsam.

Wie viele Menschen die Sonnenfinsternis insgesamt in der Harzregion beobachteten, lässt sich nicht seriös beziffern. Der belegte Kern ist dennoch eindeutig: Die partielle Sonnenfinsternis war über Goslar und weiteren Teilen des Harzes gut zu sehen und stieß zumindest an einzelnen markanten Beobachtungspunkten auf erhebliches Interesse.

Mehr zum Thema: Niedersachsen.