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Neuer Schnellladepark an der A36 bei Wernigerode eröffnet – Deutschlandnetz baut Ladeinfrastruktur für Elektroautos aus
Ein Schnellladepark an einer Autobahn steht stellvertretend für den neuen Schnellladepark an der A36 bei Wernigerode, der im Rahmen des Deutschlandnetzes die Ladeinfrastruktur für Elektroautos erweitert.
An der Autobahn 36 bei Wernigerode ist ein neuer Schnellladepark für Elektrofahrzeuge in Betrieb gegangen. Die Anlage gehört zum bundesweiten Deutschlandnetz, mit dem der Bund die Ladeinfrastruktur entlang wichtiger Verkehrsachsen ausbaut. Der Standort schließt eine bislang bestehende Lücke im Schnellladenetz im nördlichen Harzvorland und markiert den Beginn weiterer Projekte in der Region.
Wernigerode, 11. März 2026 – Wer mit dem Elektroauto auf der Autobahn 36 unterwegs ist, findet seit Kurzem eine neue Schnelllademöglichkeit im Landkreis Harz. Auf dem Parkplatz Regensteinblick Süd in Fahrtrichtung Bernburg wurde ein Schnellladepark eröffnet, der Teil des bundesweiten Ausbauprogramms für Ladeinfrastruktur ist. Der Standort gehört zum sogenannten Deutschlandnetz, mit dem entlang der deutschen Autobahnen ein flächendeckendes System leistungsfähiger Schnellladestationen entstehen soll.
Die Anlage liegt unmittelbar an einer wichtigen Ost-West-Verbindung zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Gerade auf dieser Strecke fehlte bislang ein leistungsstarker Schnellladepunkt, der ohne Umweg erreichbar ist. Mit der Inbetriebnahme des neuen Schnellladeparks an der A36 verbessert sich die Situation für Fahrer von Elektroautos spürbar.
Schnellladepark an der A36 schließt Lücke im Ladenetz
Die Autobahn 36 gehört zu den zentralen Verkehrsachsen im nördlichen Harzvorland. Sie verbindet den Raum Braunschweig mit dem östlichen Sachsen-Anhalt und wird sowohl von Pendlern als auch von Urlaubern genutzt, die in den Harz reisen. Gerade in touristisch stark frequentierten Regionen spielt eine verlässliche Ladeinfrastruktur eine wichtige Rolle, weil Elektrofahrzeuge längere Strecken nur mit ausreichenden Schnelllademöglichkeiten bewältigen können.
Der neue Schnellladepark an der A36 wurde bewusst an einem Parkplatz errichtet, der direkt von der Autobahn aus erreichbar ist. Fahrer müssen die Strecke nicht verlassen und können den Ladevorgang in eine reguläre Pause integrieren. Diese unmittelbare Anbindung gilt als entscheidendes Kriterium beim Aufbau des Deutschlandnetzes, weil sie den Alltagseinsatz von Elektroautos im Fernverkehr erleichtert.
Mit dem Standort bei Wernigerode wird eine bisher bestehende Versorgungslücke geschlossen. Zwischen den Schnellladestationen in Niedersachsen und den Ladepunkten im östlichen Sachsen-Anhalt lagen bislang größere Abstände. Für längere Fahrten bedeutete das zusätzliche Planung oder längere Umwege.
Moderne Technik für kurze Ladezeiten
Ausgestattet ist der Schnellladepark mit zwei Hochleistungsladesäulen des Typs Hypercharger 400. Jede Säule verfügt über zwei Ladepunkte, sodass mehrere Fahrzeuge gleichzeitig geladen werden können. Die maximale Leistung pro Anschluss liegt bei bis zu 400 Kilowatt. Damit gehört die Anlage zu den leistungsstärkeren Schnellladestandorten im deutschen Autobahnnetz.
Die hohe Ladeleistung ermöglicht deutlich kürzere Ladezeiten als bei herkömmlichen Ladestationen. Voraussetzung ist allerdings, dass das Fahrzeug die entsprechende Technik unterstützt. Bei modernen Elektroautos kann bereits ein kurzer Halt ausreichen, um genügend Energie für eine längere Weiterfahrt aufzunehmen.
2 Schnellladesäulen
4 Ladepunkte
bis zu 400 kW Ladeleistung pro Anschluss
Zahlung per Ladekarte, Kreditkarte oder Debitkarte möglich
Rund um die Uhr zugänglich
Der Schnellladepark ist beleuchtet und dauerhaft geöffnet. Damit soll sichergestellt werden, dass der Standort auch nachts und bei hoher Auslastung genutzt werden kann. Gerade auf Fernstrecken gilt eine zuverlässige Verfügbarkeit als entscheidend für die Akzeptanz der Elektromobilität.
Deutschlandnetz soll flächendeckende Schnellladeinfrastruktur schaffen
Der Schnellladepark an der A36 ist Teil des Deutschlandnetzes, eines Förderprogramms des Bundesministeriums für Verkehr. Ziel ist es, in ganz Deutschland ein dichtes Netz leistungsfähiger Schnellladestationen aufzubauen. Dabei werden sowohl Autobahnen als auch Städte und ländliche Regionen berücksichtigt.
Nach den Planungen sollen mehrere tausend zusätzliche Schnellladepunkte entstehen. Entlang der Autobahnen wird dabei besonders auf gleichmäßige Abstände geachtet, damit Fahrer nicht lange nach einer Lademöglichkeit suchen müssen. Der Ausbau richtet sich vor allem an den Fernverkehr, bei dem kurze Ladezeiten und eine gute Erreichbarkeit entscheidend sind.
Im Rahmen des Programms entstehen bundesweit rund 4000 Schnellladepunkte entlang der Autobahnen. Ergänzt wird das Netz durch weitere Standorte in Kommunen, um auch außerhalb der Fernstraßen eine zuverlässige Versorgung sicherzustellen. Die Investitionen in die Infrastruktur gehören zu den größten Einzelmaßnahmen zur Förderung der Elektromobilität in Deutschland.
Erster Deutschlandnetz-Standort in der Region Ost
Der neue Schnellladepark bei Wernigerode hat auch eine regionale Bedeutung. Es handelt sich um den ersten Standort des Deutschlandnetzes im Bereich der Autobahn-Niederlassung Ost, die für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zuständig ist. In diesen Bundesländern ist die Schnellladeinfrastruktur bislang weniger dicht als in Teilen Westdeutschlands.
Mit der Inbetriebnahme beginnt der Ausbau entlang der Autobahnen in dieser Region. Weitere Schnellladeparks sollen folgen, um die großen Entfernungen zwischen bestehenden Ladepunkten zu verkürzen. Besonders entlang der A36 und der angrenzenden Fernstraßen sind zusätzliche Standorte vorgesehen.
Mehrere Partner an Planung und Betrieb beteiligt
Der Schnellladepark wurde im Auftrag der Autobahn GmbH des Bundes errichtet. Der Betrieb erfolgt durch ein Energieunternehmen, das im Rahmen eines Konsortiums den Zuschlag für mehrere Standorte des Deutschlandnetzes erhalten hat. Planung, Bau und Netzanschluss wurden in Zusammenarbeit mit verschiedenen technischen Dienstleistern umgesetzt.
Nach Angaben der Betreiber wird der Standort ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen versorgt. Damit soll sichergestellt werden, dass das Laden von Elektrofahrzeugen möglichst klimafreundlich erfolgt. Die Kombination aus Schnellladetechnik und regenerativer Energie gilt als zentraler Bestandteil der deutschen Strategie zur Reduzierung von CO₂-Emissionen im Verkehr.
Bedeutung des Schnellladeparks für den Fernverkehr
Der Ausbau von Schnellladeparks entlang der Autobahnen gilt als entscheidender Faktor für den Erfolg der Elektromobilität. Während in Städten inzwischen zahlreiche Ladepunkte vorhanden sind, fehlt es auf langen Strecken noch häufig an leistungsfähigen Stationen. Gerade dort entscheidet sich, ob Elektroautos im Alltag ohne Einschränkungen genutzt werden können.
Der Schnellladepark an der A36 soll genau diese Lücke schließen. Fahrer können auf der Strecke zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt nun ohne größere Planung unterwegs sein. Die hohe Ladeleistung ermöglicht kurze Stopps, die sich besser in eine Reise integrieren lassen als längere Ladepausen an schwächeren Stationen.
Mit jedem neuen Standort wird das Netz dichter. Dadurch sinkt das Risiko, dass Fahrer mit leerem Akku keinen Ladepunkt erreichen. Gleichzeitig reduziert sich die Abhängigkeit von einzelnen Stationen, die bei hoher Auslastung schnell an ihre Grenzen stoßen können.
Ausbau der Schnellladeparks soll weitergehen
Nach Angaben der beteiligten Stellen wird der Ausbau der Schnellladeparks entlang der Autobahnen in den kommenden Jahren fortgesetzt. Hunderte weitere Standorte befinden sich in Planung oder bereits im Bau. Ziel ist es, dass Elektrofahrzeuge auf allen wichtigen Routen ohne Einschränkungen genutzt werden können.
Auch im Harz und im nördlichen Sachsen-Anhalt sind zusätzliche Schnellladeparks vorgesehen. Mit jedem neuen Standort soll das Deutschlandnetz dichter werden. Gleichzeitig wird die Technik weiterentwickelt, sodass künftig noch höhere Ladeleistungen möglich sein könnten.
Ein weiterer Baustein für die Elektromobilität
Der neue Schnellladepark an der A36 bei Wernigerode zeigt, wie der Ausbau der Ladeinfrastruktur Schritt für Schritt voranschreitet. Für die Region bedeutet der Standort eine bessere Anbindung an das deutschlandweite Schnellladenetz, für den Fernverkehr eine zusätzliche Möglichkeit, längere Strecken ohne große Verzögerung zurückzulegen.
Wie schnell das Netz weiter wächst, hängt von Genehmigungen, Netzanschlüssen und Investitionen ab. Klar ist jedoch, dass neue Schnellladeparks entlang der Autobahnen eine Schlüsselrolle spielen, wenn Elektromobilität im Alltag und auf langen Reisen selbstverständlich werden soll.
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