
Harz, 3. Januar 2026 – Die Nacht hat eine stille, harte Kälte gebracht. Straßen glänzen im fahlen Winterlicht, Schritte werden vorsichtig gesetzt, Motoren laufen warm. Zum Beginn des neuen Jahres zeigt sich der Harz von seiner anspruchsvollen Seite: mit Frost, Schnee und einer akuten Glättewarnung.
Die aktuelle Glättewarnung für den Harz bestimmt an diesem Freitag das Bild in Städten, Dörfern und auf den Höhenzügen des Mittelgebirges. Eisige Temperaturen, überfrierende Nässe und örtlicher Schneefall sorgen für gefährliche Straßenverhältnisse. Der Deutsche Wetterdienst hat für den Landkreis Harz eine amtliche Warnung ausgesprochen, die vor allem Autofahrer, Pendler und Fußgänger betrifft. Die Wetterlage ist typisch für den Hochwinter – und doch jedes Jahr aufs Neue eine Herausforderung.
Amtliche Glättewarnung für den Harz: Das ist die Lage
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes gilt derzeit eine Glättewarnung für den Harz, insbesondere für das Bergland und höher gelegene Regionen. Die Warnung bezieht sich auf Rutschgefahr durch gefrierende Nässe und stellenweise Schneeglätte. In den frühen Morgenstunden sowie am Abend sind die Risiken besonders hoch, da Feuchtigkeit auf Straßen und Wegen bei Temperaturen um oder unter dem Gefrierpunkt rasch zu Eis wird.
Die aktuelle Glättewarnung für den Harz ist zeitlich begrenzt, kann jedoch bei anhaltender Wetterlage verlängert oder erneut ausgesprochen werden. Wetterexperten weisen darauf hin, dass gerade im Mittelgebirge kleinräumige Unterschiede auftreten: Während einzelne Täler kurzfristig tauen können, bleiben schattige Abschnitte, Brücken und Höhenlagen dauerhaft glatt.
Frost, Schnee, Eis – die meteorologischen Hintergründe
Die derzeitige Wetterlage über dem Harz wird durch kalte Luftmassen geprägt, die sich über Nord- und Mitteleuropa festgesetzt haben. In der Nacht sinken die Temperaturen verbreitet unter den Gefrierpunkt. Tagsüber steigen sie vielerorts nur knapp darüber – zu wenig, um Eis zuverlässig abtauen zu lassen.
Hinzu kommt leichter Schneefall, der in den Hochlagen des Harzes immer wieder für eine dünne Schneedecke sorgt. Besonders tückisch ist dabei die Kombination aus Schnee und anschließendem Frost: Geschmolzene Reste gefrieren erneut und bilden eine kaum sichtbare Eisauflage. Die Glättewarnung für den Harz trägt dieser Gefahr ausdrücklich Rechnung.
Typische Risikobereiche im Harz
Erfahrungsgemäß sind bestimmte Strecken und Bereiche besonders anfällig für Glätte:
- Brücken und Überführungen, die schneller auskühlen
- Waldschattenstrecken ohne direkte Sonneneinstrahlung
- Steigungs- und Gefällstrecken im Oberharz
- Nebenstraßen und wenig befahrene Verbindungswege
Auch innerorts bleibt die Lage angespannt. Gehwege, Parkplätze und Hofeinfahrten sind häufig betroffen, wenn Tauwasser nachts wieder gefriert.
Regionale Unterschiede: Unter- und Oberharz im Vergleich
Die Glättewarnung für den Harz gilt zwar flächendeckend, doch die Auswirkungen unterscheiden sich regional deutlich. Im Oberharz, etwa rund um den Brocken, den Wurmberg oder Clausthal-Zellerfeld, herrschen durchgehend winterliche Bedingungen. Dort liegen die Temperaturen häufig deutlich unter null Grad, und Schneefall ist keine Ausnahme, sondern Teil des Alltags.
Im Unterharz hingegen können die Temperaturen tagsüber leicht ansteigen. Dennoch bleibt die Glättegefahr bestehen, da Feuchtigkeit nicht vollständig abtrocknet und nachts erneut gefriert. Gerade in den Übergangszeiten – früh morgens und nach Sonnenuntergang – steigt das Unfallrisiko spürbar.
Auswirkungen der Glättewarnung auf Verkehr und Infrastruktur
Die aktuelle Glättewarnung für den Harz macht sich vor allem im Straßenverkehr bemerkbar. Autofahrer berichten von rutschigen Fahrbahnen, verlängerten Bremswegen und unsicheren Fahrbedingungen. Besonders in den frühen Morgenstunden kommt es zu Verzögerungen, da Fahrzeuge langsamer unterwegs sind oder vorsorglich stehen bleiben.
Räum- und Streudienste sind in vielen Kommunen im Einsatz. Dennoch kann nicht jede Straße jederzeit eisfrei gehalten werden. Gerade bei anhaltendem Frost verlieren Streumittel schneller ihre Wirkung, während neue Feuchtigkeit sofort wieder gefriert.
Auch Fußgänger und Radfahrer betroffen
Nicht nur Autofahrer müssen sich auf die Glätte einstellen. Fußgänger sind auf vereisten Gehwegen einem erhöhten Sturzrisiko ausgesetzt. Radfahren wird in vielen Bereichen des Harzes derzeit zur Herausforderung, da schmale Straßen und Radwege häufig nicht vollständig geräumt sind.
Experten raten daher zu erhöhter Vorsicht, angepasstem Tempo und gegebenenfalls dem Verzicht auf nicht zwingend notwendige Wege.
Wetterausblick: Bleibt die Glättewarnung bestehen?
Die meteorologischen Prognosen deuten darauf hin, dass die winterliche Wetterlage im Harz vorerst anhält. Auch in den kommenden Tagen sind Frostnächte zu erwarten, begleitet von zeitweiligem Schneefall oder Schneeregen. Damit bleibt die Gefahr von Glätte bestehen – selbst dann, wenn es tagsüber kurzfristig milder wird.
Der Deutsche Wetterdienst beobachtet die Entwicklung kontinuierlich. Neue Warnungen oder Verlängerungen der bestehenden Glättewarnung für den Harz sind jederzeit möglich, sollte sich die Lage verschärfen oder länger anhalten als zunächst angenommen.
Empfehlungen für den Alltag im Harz
Angesichts der aktuellen Glättewarnung für den Harz geben Wetterdienst und Behörden klare Hinweise für den Alltag:
- Geschwindigkeit im Straßenverkehr deutlich reduzieren
- Größeren Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug einhalten
- Fußwege mit rutschfestem Schuhwerk zurücklegen
- Mehr Zeit für Wege einplanen, insbesondere morgens und abends
Besonders Berufspendler und Lieferdienste sollten ihre Fahrten sorgfältig planen. Auch Schulen, Kitas und Pflegeeinrichtungen behalten die Wetterlage genau im Blick, um bei Bedarf kurzfristig reagieren zu können.
Winter im Harz: Eine vertraute, aber ernstzunehmende Lage
Der Harz ist an strenge Winter gewöhnt. Frost, Schnee und Glätte gehören zur regionalen Identität ebenso wie verschneite Wälder und klare, kalte Nächte. Doch jede Glättewarnung für den Harz ist mehr als Routine: Sie ist ein Hinweis auf reale Gefahren, die Aufmerksamkeit und Anpassung erfordern.
Während die Landschaft ihren winterlichen Reiz entfaltet, bleibt der Alltag geprägt von Vorsicht und Rücksichtnahme. Die kommenden Tage werden zeigen, wie lange der Winter seine eisige Hand über dem Harz hält – und wie konsequent alle Beteiligten auf die Herausforderungen reagieren.







