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Fußballer aus dem Harz

Zweites Tor des Monats: Wernigeröder Elias Löder erreicht besondere Schweinsteiger-Marke

Fußball auf einem Rasenplatz vor einem Tor mit goldfarbener Medaille als Motiv für das Tor des Monats
Symbolbild: KI-generiert. Der Wernigeröder Fußballer Elias Löder hat zum zweiten Mal die Wahl zum Tor des Monats gewonnen.

Elias Löder aus Wernigerode hat geschafft, was nur wenigen Fußballern gelingt: Zum zweiten Mal gewinnt der 26-Jährige die Wahl zum Tor des Monats. Sein spektakulärer Treffer für Carl Zeiss Jena gegen Darmstadt 98 brachte ihm 31 Prozent der Stimmen ein. Damit kommt Löder bei der traditionsreichen Auszeichnung nun auf ebenso viele Erfolge wie Weltmeister Bastian Schweinsteiger – auch wenn der Vergleich sportlich klar eingeordnet werden muss.

Wernigerode/Jena, 24. September 2026. Am Ende stand eine Niederlage. Carl Zeiss Jena war aus dem DFB-Pokal ausgeschieden, Zweitligist SV Darmstadt 98 hatte sich mit 2:1 durchgesetzt. Doch eine Szene aus der Partie vom 23. August blieb – und beschäftigte die Fußballfans noch Wochen später.

39. Minute: Elias Löder kommt rund 30 Meter vor dem Darmstädter Tor an den Ball. Der gebürtige Wernigeröder dreht sich und überwindet Torhüter Marcel Schuhen mit einem außergewöhnlichen Distanzschuss. Es ist das zwischenzeitliche 1:1. Für Jena reicht es nicht zum Weiterkommen, für Löder wird der Treffer dennoch zu einem besonderen Moment seiner Karriere.

Die Zuschauer der ARD-Sportschau wählten das Tor zum Tor des Monats August 2026. Nach Angaben der Sportschau erhielt Löder 31 Prozent der Stimmen. Nadiem Amiri vom 1. FSV Mainz 05 kam auf 22 Prozent, Tim Skarke vom 1. FC Union Berlin auf 19 Prozent.

Für den Fußballer aus dem Harz ist es bereits die zweite Auszeichnung dieser Art. Und genau deshalb führt eine bemerkenswerte statistische Linie von Wernigerode bis zu Bastian Schweinsteiger.

Elias Löder gewinnt zum zweiten Mal das Tor des Monats

Wer Löders Laufbahn verfolgt hat, kennt die Szene in ähnlicher Form bereits. Nicht denselben Schuss, nicht denselben Verein – aber dieselbe Auszeichnung.

Im Juli 2021 spielte Elias Löder für Germania Halberstadt. Gegen Hertha BSC II gelang ihm damals ein Seitfallzieher, der bei der Wahl der Sportschau ebenfalls die meisten Stimmen erhielt. Schon damals entschieden sich 31 Prozent der Teilnehmer für seinen Treffer.

Fünf Jahre später wiederholt sich die Zahl: erneut 31 Prozent, erneut Tor des Monats. Diesmal trägt Löder das Trikot des FC Carl Zeiss Jena.

Die beiden ausgezeichneten Tore markieren zugleich zwei unterschiedliche Phasen seiner Karriere. Beim ersten Erfolg spielte der Wernigeröder in Halberstadt. Danach entwickelte er sich in Jena zu einem der erfolgreichsten Torjäger der Regionalliga Nordost, wechselte in den Profifußball und kehrte schließlich nach Thüringen zurück.

Vom Harz zum Torschützenkönig der Regionalliga

Der regionale Bezug ist eindeutig. Elias Löder wurde am 25. April 2000 in Wernigerode geboren. Zu seinen Stationen gehörten unter anderem Erzgebirge Aue und Germania Halberstadt. Gerade seine Zeit in Halberstadt verbindet seine Laufbahn eng mit dem Harz – dort erzielte er auch sein erstes Tor des Monats.

Das Wichtigste in Kürze

Der aus Wernigerode stammende Elias Löder hat zum zweiten Mal die Wahl zum Tor des Monats gewonnen. Der frühere Spieler von Germania Halberstadt verbindet damit einen aktuellen Fußballerfolg mit seiner Herkunft aus dem Harz.

Wo?
Der regionale Bezug ist eindeutig.
Was ist bestätigt?
Nach Angaben der Sportschau erhielt Löder 31 Prozent der Stimmen.
Was bedeutet das?
Für den Fußballer aus dem Harz ist es bereits die zweite Auszeichnung dieser Art.

Stand:

Den bislang auffälligsten Abschnitt seiner Regionalliga-Karriere erlebte Löder allerdings beim FC Carl Zeiss Jena. In der Saison 2023/24 erzielte er nach den offiziellen Daten des Deutschen Fußball-Bundes 25 Tore in der Regionalliga Nordost. Damit wurde er Torschützenkönig.

Die Zahlen seiner ersten Jenaer Zeit unterstreichen, welchen Stellenwert der Offensivspieler dort erreichte. Als der Verein seine Rückkehr im Sommer 2026 bekanntgab, verwies Carl Zeiss Jena auf 35 Tore und zwölf Vorlagen in 54 Pflichtspielen zwischen 2023 und 2025.

Diese Bilanz öffnete Löder auch die Tür in den Profifußball. 2025 schloss er sich dem SSV Ulm an und spielte in der 3. Liga. Dort gelangen ihm in der Saison 2025/26 zehn Ligatore.

Nach einem Jahr in Ulm ging es zurück nach Jena. Der Regionalligist stattete den Rückkehrer mit einem Vertrag über zwei Jahre aus. Löder kam also nicht als Unbekannter zurück, sondern als Spieler, der beim FCC bereits eine außergewöhnlich torreiche Saison hinter sich hatte.

Die aktuelle Regionalliga-Saison ist kein neuer Torrausch

Gerade deshalb lohnt bei der aktuellen Aufmerksamkeit eine nüchterne Einordnung. Elias Löder ist derzeit nicht auf dem Weg zu einer Wiederholung seiner 25-Tore-Saison. Nach zehn Partien der laufenden Regionalliga-Spielzeit 2026/27 stehen zwei Treffer für ihn zu Buche.

Von einem aktuellen Torrausch in der Regionalliga kann deshalb nicht die Rede sein. Der spektakuläre Treffer, der Löder nun bundesweit Aufmerksamkeit beschert, fiel zudem nicht im Ligaalltag, sondern im DFB-Pokal gegen Darmstadt 98.

Das schmälert die Auszeichnung nicht, verändert aber den Blick auf seine aktuelle Situation. Löders Geschichte ist im Moment weniger die eines Regionalliga-Stürmers, der Woche für Woche die Konkurrenz überrollt. Interessanter ist seine Entwicklung über mehrere Jahre: vom Fußballer aus Wernigerode und Spieler von Germania Halberstadt zum Torschützenkönig in Jena, weiter in die 3. Liga – und schließlich zurück zum FCC.

Das zweite Tor des Monats fügt dieser Laufbahn nun eine weitere bemerkenswerte Marke hinzu.

Was Elias Löder tatsächlich mit Bastian Schweinsteiger verbindet

Der Name Bastian Schweinsteiger macht den Vergleich groß. Zu groß, wenn daraus eine Gleichsetzung der Karrieren werden sollte. Die Gemeinsamkeit zwischen dem Weltmeister und Elias Löder ist wesentlich konkreter – und gerade deshalb interessant.

Beide haben zweimal das Tor des Monats gewonnen.

Schweinsteigers erster Erfolg stammt aus dem April 2013. Damals wurde sein Hackentreffer für Bayern München gegen Eintracht Frankfurt ausgezeichnet. Im Dezember 2014 gewann er erneut, diesmal mit einem Freistoß gegen Mainz.

Löders ausgezeichnete Treffer stammen aus dem Juli 2021 und August 2026. Damit steht der Wernigeröder bei dieser einzelnen, traditionsreichen Zuschauerwahl nun bei derselben Zahl wie Schweinsteiger.

Mehr behauptet dieser Vergleich nicht. Schweinsteiger wurde Weltmeister, Champions-League-Sieger und vielfacher deutscher Meister. Löders Karriere verlief auf einem anderen sportlichen Niveau und über andere Stationen. Genau diese Distanz macht die statistische Parallele allerdings ungewöhnlich: Ein Spieler, dessen Laufbahn eng mit Wernigerode, Halberstadt und dem Regionalligafußball verbunden ist, hat bei der Sportschau-Wahl zweimal gewonnen.

Zwei Tore erzählen fünf Jahre Fußballkarriere

Zwischen Löders beiden ausgezeichneten Treffern liegen fünf Jahre. In dieser Zeit hat sich sein sportlicher Weg mehrfach verändert.

2021 spielte er noch für Germania Halberstadt. Später folgte Carl Zeiss Jena, wo er sich in der Regionalliga Nordost zum Torjäger entwickelte. Die 25 Treffer der Saison 2023/24 bleiben dabei seine herausragende Ligabilanz. Danach ging es zum SSV Ulm in die 3. Liga, wo Löder mit zehn Toren ebenfalls seine Abschlussstärke nachwies.

Seit dem Sommer ist er wieder in Jena. Und ausgerechnet wenige Wochen nach seiner Rückkehr entstand jene Szene gegen Darmstadt, die ihn nun zum zweiten Mal in die Liste der Gewinner beim Tor des Monats gebracht hat.

Für den Harz schließt sich damit zumindest sportlich ein kleiner Kreis. Das erste ausgezeichnete Tor erzielte der gebürtige Wernigeröder im Trikot von Germania Halberstadt, das zweite nach seinem Umweg über Jena und Ulm wieder für den FCC.

Für Löder zählt jetzt wieder der Ligaalltag

Die Medaille für das Tor des Monats erzählt von einem außergewöhnlichen Moment. Die Regionalliga-Saison wird dagegen an anderen Zahlen gemessen. Zwei Treffer nach zehn Spielen sind bislang weit entfernt von jener Quote, mit der Löder vor zwei Jahren Torschützenkönig wurde.

Ob er sich dieser alten Form in den kommenden Monaten wieder annähert, ist offen. Seine bisherige Laufbahn liefert jedenfalls genügend belastbare Daten, um auf Übertreibungen verzichten zu können: 25 Regionalliga-Tore in einer Saison, zehn Treffer in der 3. Liga und nun zwei gewonnene Wahlen zum Tor des Monats.

Die jüngste Auszeichnung steht dabei für sich. Elias Löder hat fünf Jahre nach seinem Seitfallzieher für Germania Halberstadt erneut die Zuschauer der Sportschau überzeugt. Und bei genau dieser einen Statistik steht der Fußballer aus Wernigerode nun tatsächlich dort, wo auch Bastian Schweinsteiger steht: bei zwei Toren des Monats.

Quellen

  1. Löder wird Torschütze des Monats August 2026Sportschau
  2. Elias LöderDeutscher Fußball-Bund
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