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Harzverband gegründet: Neue Dachorganisation bündelt Kräfte für Natur- und Wandertourismus

Am 2. Mai 2025 hat der HARZVERBAND e.V. offiziell seine Arbeit aufgenommen. Diese neue Dachorganisation vereint zentrale Akteure aus den Bereichen Tourismus, Natur- und Kulturlandschaftspflege sowie Regionalentwicklung im Harz. Hervorgegangen ist der Verband aus dem bisherigen Regionalverband Harz e.V., der seinen Sitz in Quedlinburg behält. Die Leitung übernimmt Carola Schmidt, die bereits als Geschäftsführerin des Harzer Tourismusverbandes tätig ist.

Der HARZVERBAND bündelt die Kräfte von fünf Landkreisen – Harz und Mansfeld-Südharz (Sachsen-Anhalt), Goslar und Göttingen (Niedersachsen) sowie Nordhausen (Thüringen) – und weiteren Organisationen wie dem Harzklub e.V., der Harzer Wandernadel GmbH und dem Harzer Tourismusverband e.V.. Alle Mitglieder behalten ihre rechtliche Eigenständigkeit, arbeiten jedoch unter dem gemeinsamen Dach an länderübergreifenden Projekten.

Ziel des HARZVERBANDES ist es, die Zusammenarbeit in der Region zu intensivieren und Synergien zu nutzen. Dazu gehört auch die Förderung der Erholungswege- und Naturerlebnisinfrastruktur, die nun explizit in der neuen Satzung verankert ist. Ein Schwerpunkt liegt auf der Einwerbung von Fördermitteln, um Projekte im Natur- und Wandertourismus auszubauen. „Der Harz und alle unsere Organisationen stehen vor großen Herausforderungen, und es ist unstrittig, dass unsere Ressourcen überschaubar sind und bleiben“, erklärt Carola Schmidt. In einer Mitteilung betont sie die Notwendigkeit einer „sinnvollen Arbeitsteilung und Abstimmung“, um die Region zukunftsfähig zu gestalten.

Der HARZVERBAND übernimmt zudem die Trägerschaft des UNESCO Global Geoparks Harz – Braunschweiger Land – Ostfalen sowie der Naturparke in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Kooperationen mit dem Nationalpark Harz, dem Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz und dem Landschaftspflegeverband sollen fortgeführt und intensiviert werden.

Einheitliche Strategie für nachhaltigen Tourismus

Ein zentrales Anliegen des HARZVERBANDES ist die Entwicklung einer einheitlichen Tourismusstrategie, die den Fokus auf nachhaltige und naturverträgliche Konzepte legt. Dazu sollen gemeinsame Standards für Wanderwege, Beschilderung und Informationsmaterial entwickelt werden, um den Gästen ein konsistentes und qualitativ hochwertiges Erlebnis im gesamten Harz zu bieten. Auch die Vernetzung digitaler Plattformen steht im Fokus, damit Besucherregionen einfacher entdecken und buchen können.

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Stärkung regionaler Identität und kultureller Vielfalt

Der Verband plant zudem, die regionale Identität durch kulturelle Programme und Projekte stärker zu fördern. Lokale Akteure, Künstler und Vereine sollen gezielt eingebunden werden, um das kulturelle Erbe des Harzes lebendig zu halten und für nachfolgende Generationen zu sichern. „Wir wollen den Harz nicht nur als Naturregion positionieren, sondern auch als kulturellen Lebensraum mit eigenem Charakter“, heißt es aus der Geschäftsstelle. Geplant sind unter anderem Veranstaltungen, Ausstellungen und Bildungsangebote, die die kulturelle Vielfalt der Region sichtbar machen.

Neue Impulse für die Jugend und Bildung

Ein weiterer Schwerpunkt des HARZVERBANDES liegt in der Bildungsarbeit und Jugendförderung. In Kooperation mit Schulen, Umweltbildungszentren und Hochschulen sollen neue Programme entstehen, die Kinder und Jugendliche für Natur, Geologie und Heimatgeschichte begeistern. Ziel ist es, ein Bewusstsein für nachhaltiges Handeln zu fördern und gleichzeitig Nachwuchs für regionale Berufsfelder im Tourismus, in der Landschaftspflege und der Kulturarbeit zu gewinnen. Dadurch soll die Attraktivität des Harzes als Lebens- und Arbeitsraum für junge Menschen gesteigert werden.

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Ich bin im Herzen des Harzes aufgewachsen; Diese mystische und sagenumwobene Region inspirierte mich schon früh. Heute schreibe ich aus Leidenschaft, wobei ich die Geschichten und Legenden meiner Heimat in meinen Werken aufleben lasse. Der Harz ist nicht nur meine Heimat, sondern auch meine Muse.