
Im Herzen des Harzes entsteht ein neues Highlight für Touristen und Einheimische gleichermaßen: Ab dem 1. Oktober 2025 öffnet die Erlebniswelt „HEX“ in Rothesütte ihre Pforten. Das Projekt, das sich thematisch ganz den Hexen, Mythen und Sagen der Region widmet, wird vom Landkreis Nordhausen in Thüringen verantwortet.
Das Herzstück der Erlebniswelt bildet ein imposanter Aussichtsturm in Form eines riesigen Hexenbesens. Mit einer geplanten Höhe von rund 70 Metern soll der Turm einen atemberaubenden Panoramablick über die Harzer Wälder, Wiesen und Berge bis hin zum Wurmberg und dem Brocken ermöglichen. Bereits jetzt trägt er den Titel des „weltgrößten Hexenbesens“.
Neben dem Aussichtsturm erwartet Besucher eine interaktive Ausstellung, die die Hexen und Mythen des Harzes mithilfe moderner Technik zum Leben erweckt. Ein Abenteuer-Waldspielplatz mit Kletter- und Versteckmöglichkeiten sowie zwei thematische Hexen-Rundwege, die an das regionale Wanderwegenetz angeschlossen sind, runden das Angebot ab. Für das leibliche Wohl sorgt das geplante Restaurant „Blocksberg“, und auch Übernachtungsmöglichkeiten sind vorgesehen.
Die Finanzierung des Projekts erfolgt durch Fördermittel in Höhe von 10,1 Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).
Bereits vor der offiziellen Eröffnung fand am 31. Oktober 2024 das erste Harzer Hexenrennen auf dem Gelände statt, bei dem zahlreiche Teilnehmer in Hexen- oder Teufelskostümen erschienen. Ein ähnliches Event ist für 2025 bereits in Planung.
Tourismusmagnet mit Potenzial
Die Erlebniswelt „HEX“ soll zu einem zentralen Tourismusmagneten im Südharz werden. Die Verantwortlichen rechnen mit mehreren hunderttausend Besuchern pro Jahr, was auch der regionalen Wirtschaft zugutekommt. Hotels, Gastronomiebetriebe und regionale Anbieter von Freizeitaktivitäten erwarten durch den Besucherandrang steigende Umsätze. Der Tourismusverband sieht in der Anlage eine „einzigartige Verbindung aus Natur, Fantasie und Familienerlebnis“.
Starkes pädagogisches Konzept
Ein besonderer Fokus liegt auf dem pädagogischen Mehrwert der Erlebniswelt. Schulklassen können spezielle Führungen und Workshops buchen, bei denen nicht nur über die Hexenverfolgung aufgeklärt, sondern auch naturkundliche Themen behandelt werden. „Wir möchten den Besuchern zeigen, wie eng Mythos und Natur miteinander verbunden sind“, erklärt Projektleiterin Andrea Stein. Die Ausstellung kombiniert historische Fakten mit spielerischen Elementen und bietet auch interaktive Stationen für Kinder.
Nachhaltigkeit im Blick
Auch in Sachen Nachhaltigkeit setzt die neue Erlebniswelt Maßstäbe. Der gesamte Komplex wurde unter Verwendung regionaler Materialien errichtet. Der Strombedarf wird durch Photovoltaikanlagen gedeckt, während ein ausgeklügeltes Wassermanagementsystem für ökologische Effizienz sorgt. Zudem wurde bei der Planung auf einen möglichst geringen Eingriff in die Natur geachtet. So bleiben große Teile des umliegenden Waldes unangetastet und dienen gleichzeitig als Erlebnis- und Rückzugsort für die Tierwelt.
– Bild exemplarisch –







