
Harz, Dezember 2025 – Es ist eine Nachricht, auf die viele Haushalte in der Region seit Monaten warten. Nach Jahren spürbarer Mehrbelastung durch steigende Energiepreise kündigt der regionale Versorger Harz Energie eine deutliche Senkung der Strom- und Gaspreise an. Ab Februar 2026 sollen Verbraucherinnen und Verbraucher im Harz finanziell entlastet werden – spürbar, nachvollziehbar und ohne zusätzlichen Aufwand.
Die Ankündigung markiert einen weiteren Wendepunkt nach einer Phase außergewöhnlicher Preissteigerungen infolge geopolitischer Krisen, staatlicher Eingriffe und volatiler Energiemärkte. Mit der nun angekündigten Preissenkung reagiert Harz Energie auf gesunkene Beschaffungskosten sowie auf strukturelle Entlastungen, die ab 2026 wirksam werden. Für viele Kundinnen und Kunden bedeutet das vor allem eines: mehr Planungssicherheit im Alltag.
Preissenkung bei Strom und Gas: Was konkret geplant ist
Nach Angaben des Energieversorgers werden die Strompreise in der Grundversorgung zum Februar 2026 um rund 2,7 Cent pro Kilowattstunde gesenkt. Auch beim Erdgas ist eine Reduktion vorgesehen: Hier sinkt der Arbeitspreis um mehr als zwei Cent pro Kilowattstunde. In Summe entspricht dies einer Entlastung von bis zu zehn Prozent beim Strom und sogar bis zu 18 Prozent beim Gas.
Für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem jährlichen Stromverbrauch von rund 3.000 Kilowattstunden ergibt sich daraus eine Entlastung von etwa 82 Euro pro Jahr. Noch deutlicher fällt die Wirkung bei gasbeheizten Haushalten aus: Bei einem durchschnittlichen Verbrauch können Einsparungen von rund 364 Euro jährlich erreicht werden. Diese Beträge verdeutlichen, dass es sich nicht um eine symbolische Anpassung handelt, sondern um eine spürbare Reduzierung der laufenden Energiekosten.
Warum Harz Energie die Preise senkt
Die Gründe für die Preissenkung liegen in mehreren, teils miteinander verflochtenen Entwicklungen. Zum einen haben sich die Beschaffungskosten an den Energiemärkten im Vergleich zu den Krisenjahren deutlich entspannt. Während Strom und Gas zeitweise zu historischen Höchstpreisen eingekauft werden mussten, haben sich die Großhandelspreise inzwischen stabilisiert.
Hinzu kommen politische Entscheidungen auf Bundesebene, die sich direkt auf die Endpreise auswirken. Ab Januar 2026 entfällt die sogenannte Gasspeicherumlage, die in den vergangenen Jahren erhoben wurde, um die Befüllung der Gasspeicher abzusichern. Diese Umlage hatte den Gaspreis zusätzlich belastet und wird nun vollständig gestrichen.
Auch im Strombereich greifen Entlastungsmechanismen. Durch staatliche Zuschüsse zu den Netzentgelten sinken die Kosten für die Nutzung der Stromnetze – ein Preisbestandteil, der bislang einen erheblichen Anteil an der Stromrechnung ausmachte. Harz Energie gibt diese strukturellen Entlastungen nach eigenen Angaben vollständig an die Kundinnen und Kunden weiter.
Keine Rückkehr zum Vorkrisenniveau
Trotz der deutlichen Senkung macht der Energieversorger zugleich klar, dass die Preise weiterhin über dem Niveau der Jahre vor der Energiekrise liegen. Kosten für Netzinfrastruktur, steigende Anforderungen an Versorgungssicherheit sowie der CO₂-Preis bleiben feste Bestandteile der Kalkulation. Die jetzige Anpassung ist daher weniger als Rückkehr zur alten Normalität zu verstehen, sondern vielmehr als Stabilisierung auf einem neuen, niedrigeren Preisniveau.
Für viele Haushalte bedeutet dies dennoch eine spürbare Entlastung im monatlichen Budget – insbesondere in Kombination mit den bereits erfolgten Preissenkungen der vergangenen Jahre.
Dritte Preissenkung in Folge
Die angekündigte Maßnahme ist nicht die erste ihrer Art. Bereits seit September 2023 hat Harz Energie die Tarife mehrfach nach unten angepasst. In einer Phase, in der viele Verbraucher noch mit stark gestiegenen Abschlägen konfrontiert waren, setzte der regionale Versorger schrittweise auf Entlastung.
Mit der Senkung zum Februar 2026 setzt sich dieser Kurs fort. Die Entwicklung zeigt, wie stark regionale Energieversorger von den Rahmenbedingungen auf den nationalen und internationalen Energiemärkten abhängig sind – und wie schnell sich diese Bedingungen verändern können.
Überblick: Die wichtigsten Anpassungen
- Strom: Senkung um rund 2,7 Cent pro Kilowattstunde in der Grundversorgung
- Gas: Reduktion um mehr als 2 Cent pro Kilowattstunde
- Entlastung: Bis zu 10 % beim Strom, bis zu 18 % beim Gas
- Jährliche Ersparnis: Etwa 82 € für Stromkunden, rund 364 € für Gaskunden
Was Kundinnen und Kunden jetzt wissen müssen
Für die Verbraucherinnen und Verbraucher ist die Umsetzung unkompliziert. Die neuen Preise werden automatisch angewendet, ein aktiver Tarifwechsel ist nicht erforderlich. Die Anpassung erfolgt über die reguläre Jahresabrechnung, sodass sich die niedrigeren Preise unmittelbar auswirken.
Wer möchte, kann darüber hinaus die monatlichen Abschlagszahlungen anpassen, um die Entlastung bereits während des laufenden Jahres zu berücksichtigen. Harz Energie informiert die Kundschaft derzeit schriftlich über die Änderungen. Viele Haushalte haben die entsprechenden Mitteilungen bereits erhalten.
Von der Preissenkung profitieren nicht nur Direktkunden des Versorgers, sondern auch angeschlossene Partnerunternehmen wie die Stadtwerke Bad Harzburg und Bad-Lauterberg-Energie, die ihre Tarife entsprechend anpassen.
Einordnung im bundesweiten Kontext
Die Entwicklung bei Harz Energie steht exemplarisch für einen Trend, der sich bundesweit abzeichnet. Zahlreiche Energieversorger kündigen für 2026 sinkende Preise an, getrieben durch politische Entlastungen und eine Beruhigung der Märkte. Insbesondere die Senkung der Netzentgelte dürfte für viele Haushalte spürbar werden, da sie einen festen Bestandteil jeder Stromrechnung darstellen.
Gleichzeitig bleibt der Energiemarkt sensibel. Globale Krisen, Wetterextreme oder politische Entscheidungen können die Preisentwicklung jederzeit wieder beeinflussen. Die jetzige Phase der Entspannung gilt daher als Momentaufnahme in einem weiterhin dynamischen System.
Zwischen Erleichterung und Vorsicht
Für viele Verbraucherinnen und Verbraucher im Harz ist die angekündigte Preissenkung vor allem eines: eine Atempause. Nach Jahren steigender Kosten sorgt die Maßnahme für finanzielle Entlastung und ein Stück Normalität im Alltag. Zugleich bleibt das Bewusstsein, dass Energiepreise langfristig schwanken und die Phase niedrigerer Kosten nicht selbstverständlich ist.
Harz Energie setzt mit der Entscheidung ein Signal in Richtung Stabilität und regionaler Verantwortung. Die Preissenkung zeigt, dass sinkende Marktpreise und politische Entlastungen tatsächlich bei den Haushalten ankommen können – zumindest vorerst.
Ein Schritt hin zu mehr Stabilität
Mit der Ankündigung der Preissenkung zum Februar 2026 positioniert sich Harz Energie erneut als verlässlicher Akteur in einem von Unsicherheiten geprägten Markt. Für die Region bedeutet dies nicht nur niedrigere Rechnungen, sondern auch ein Stück Vertrauen in die Funktionsfähigkeit der Energieversorgung. Wie nachhaltig dieser Trend sein wird, bleibt offen – die aktuelle Entlastung jedoch ist real, messbar und für viele Haushalte im Harz von spürbarer Bedeutung.







