
Wernigerode, 21. Dezember 2025 — Noch ist es ruhig auf dem Gelände an der Halberstädter Straße. Doch schon bald könnte hier einer der neuen touristischen Anziehungspunkte des Harzes entstehen. Wo heute freie Flächen dominieren, sollen künftig Fahrgeschäfte surren, Manufakturen arbeiten und Familien durch Erlebniswelten schlendern. Mit dem geplanten Karls Erdbeer-Dorf im Harz rückt ein Projekt in den Fokus, das weit über die Stadtgrenzen von Wernigerode hinaus Wirkung entfalten dürfte.
Der Freizeitparkbetreiber Karls, bundesweit bekannt für seine Erlebnis-Dörfer mit Erdbeerfokus, hat sich für einen Standort im Harz entschieden. In Wernigerode soll ein neues Karls Erdbeer-Dorf entstehen, das Freizeit, Gastronomie und regionale Wertschöpfung miteinander verbindet. Viele Details sind bereits bekannt, andere befinden sich noch in Planung. Der folgende Überblick fasst die bestätigten Fakten zusammen und ordnet das Vorhaben journalistisch ein.
Der Standort: Wernigerode als strategische Wahl
Das Karls Erdbeer-Dorf im Harz wird in Wernigerode im Landkreis Harz realisiert. Der geplante Standort liegt an der Halberstädter Straße, in unmittelbarer Nähe zur Autobahn 36, Abfahrt Wernigerode-Mitte. Diese Lage gilt als verkehrstechnisch günstig, sowohl für Besucher aus Sachsen-Anhalt als auch aus Niedersachsen und darüber hinaus.
Das vorgesehene Grundstück umfasst rund zwölf Hektar. Die Fläche bietet ausreichend Raum für Fahrgeschäfte, Erlebnisbereiche, Gastronomie, Manufakturen und infrastrukturelle Einrichtungen wie Parkplätze. Die Größe orientiert sich an anderen Karls-Standorten, die ähnliche Dimensionen aufweisen und auf hohe Besucherzahlen ausgelegt sind.
Warum der Harz?
Der Harz zählt seit Jahren zu den etablierten Tourismusregionen Deutschlands. Wernigerode nimmt dabei eine besondere Rolle ein: Die Stadt verbindet historische Altstadt, Schlossblick und gute Verkehrsanbindung mit einer hohen Bekanntheit bei Familien und Tagesgästen. Für Karls war dies ein ausschlaggebender Faktor bei der Standortentscheidung. Der Harz bietet ein großes Einzugsgebiet und eine touristische Grundfrequenz, an die ein Erlebnispark anknüpfen kann.
Zeitrahmen und Projektstatus
Ein konkretes Eröffnungsdatum für das Karls Erdbeer-Dorf im Harz wurde bislang nicht offiziell bestätigt. Nach übereinstimmenden Berichten und Aussagen aus dem Umfeld des Projekts ist jedoch davon auszugehen, dass die Fertigstellung bei planmäßigem Verlauf im Zeitraum um das Frühjahr 2028 liegen könnte.
Aktuell befindet sich das Vorhaben in der Planungs- und Genehmigungsphase. Details zur Bauausführung, zu einzelnen Bauabschnitten oder zu einer schrittweisen Eröffnung wurden bisher nicht veröffentlicht. Die Stadt Wernigerode begleitet das Projekt auf Verwaltungsebene.
Das Konzept: Erlebnis, Handwerk und Familie
Das Karls Erdbeer-Dorf im Harz folgt dem bekannten Grundkonzept des Unternehmens. Im Mittelpunkt steht ein familienfreundliches Erlebnisangebot, das Freizeitpark-Elemente mit handwerklicher Produktion und gastronomischen Angeboten verbindet.
Typisch für Karls sind Erlebnisbereiche, die ohne klassischen Eintritt zugänglich sind und sich über Konsum, Gastronomie und freiwillige Attraktionen finanzieren. Dieses Modell hat sich an anderen Standorten bewährt und soll auch im Harz Anwendung finden.
Attraktionen und Erlebnisangebote
Welche konkreten Attraktionen im Karls Erdbeer-Dorf im Harz entstehen, ist noch nicht im Detail bekannt. Erfahrungsgemäß zählen dazu jedoch:
- Fahrgeschäfte und Spielattraktionen für Kinder und Familien
- Begehbare Erlebnis- und Themenwelten
- Großzügige Spiel- und Kletterbereiche
- Saisonale Angebote und Mitmachaktionen
- Innen- und Außenbereiche für ganzjährigen Betrieb
Karls setzt traditionell auf ein niedrigschwelliges Freizeitangebot, das sich besonders an Familien mit jüngeren Kindern richtet. Der Fokus liegt weniger auf spektakulären Fahrgeschäften, sondern auf Erlebnissen, die Entschleunigung, Entdeckung und gemeinsames Erleben ermöglichen.
Manufakturen und Gastronomie
Ein zentrales Element des Karls-Konzepts sind die offenen Manufakturen. Besucher können dort zusehen, wie Produkte hergestellt werden – von Marmeladen und Süßwaren bis hin zu handwerklichen Artikeln. Diese Verbindung von Produktion und Erlebnis ist ein Markenzeichen des Unternehmens.
Auch im Karls Erdbeer-Dorf im Harz sollen gastronomische Angebote fester Bestandteil sein. Diese reichen an anderen Standorten von einfachen Imbissen bis zu thematisch gestalteten Restaurants. Der Schwerpunkt liegt auf frischen Zutaten, familienfreundlichen Speisen und Produkten rund um die Erdbeere.
Regionale Einbindung und Wertschöpfung
Karls betont regelmäßig die Zusammenarbeit mit regionalen Produzenten. Auch für den Standort im Harz ist vorgesehen, regionale Lieferketten zu nutzen, wo immer dies möglich ist. Dadurch soll das Karls Erdbeer-Dorf im Harz nicht nur als Freizeitpark, sondern auch als wirtschaftlicher Impulsgeber wirken.
Für landwirtschaftliche Betriebe, Handwerksunternehmen und Dienstleister aus der Region eröffnen sich damit potenzielle Kooperationsmöglichkeiten. Die genaue Ausgestaltung dieser Zusammenarbeit ist bislang offen.
Arbeitsplätze und wirtschaftliche Effekte
Mit dem Bau und Betrieb des Karls Erdbeer-Dorfes im Harz sind erhebliche wirtschaftliche Effekte verbunden. Nach bisherigen Angaben sollen rund 180 feste Arbeitsplätze entstehen. Hinzu kommen saisonale Beschäftigungen mit bis zu etwa 130 weiteren Arbeitskräften, insbesondere in besucherstarken Zeiten.
Diese Arbeitsplätze verteilen sich auf verschiedene Bereiche, darunter Gastronomie, Verkauf, Handwerk, Technik, Verwaltung und Service. Für die Region Harz, die in Teilen mit strukturellen Herausforderungen konfrontiert ist, gilt dies als wichtiger Impuls.
Auswirkungen auf Tourismus und Stadtentwicklung
Das Karls Erdbeer-Dorf im Harz dürfte die touristische Attraktivität Wernigerodes weiter erhöhen. Erwartet wird eine zusätzliche Nachfrage nach Übernachtungen, Gastronomie und weiteren Freizeitangeboten in der Umgebung. Gerade Familien könnten ihren Aufenthalt verlängern, um neben Natur und Kultur auch das neue Erlebnisangebot zu nutzen.
Gleichzeitig stellt das Projekt Anforderungen an die städtische Infrastruktur. Verkehrsführung, Parkraum und Besucherlenkung werden zentrale Themen sein, sobald konkrete Planungen vorliegen.
Das Unternehmen Karls: Ein bewährtes Modell
Hinter dem Projekt steht die Karls Tourismus GmbH mit Sitz in Rövershagen bei Rostock. Das Unternehmen betreibt seit 2005 mehrere Erlebnis-Dörfer in Deutschland. Standorte finden sich unter anderem in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Niedersachsen und Brandenburg.
Karls hat sich mit seinem Konzept einen festen Platz im deutschen Freizeitmarkt erarbeitet. Die Mischung aus Erlebnis, Handel und Gastronomie hebt das Unternehmen von klassischen Freizeitparks ab und ermöglicht eine breite Zielgruppenansprache.
Offene Punkte und nächste Schritte
Trotz der Vielzahl bekannter Eckdaten bleiben zahlreiche Fragen offen. Dazu zählen:
- Die endgültige Gestaltung der Erlebnisbereiche
- Ein detaillierter Bau- und Zeitplan
- Die konkrete Verkehrs- und Parkplatzlösung
- Details zur Preis- und Angebotsstruktur
Diese Punkte sollen in den kommenden Monaten weiter konkretisiert werden. Stadt, Betreiber und weitere Beteiligte stehen hierzu im Austausch.
Ein Projekt mit langfristiger Perspektive
Das Karls Erdbeer-Dorf im Harz steht exemplarisch für einen Trend im Inlandstourismus: Erlebnisangebote, die regional verankert sind und zugleich überregionale Strahlkraft entfalten. Für Wernigerode und den Harz bedeutet das Projekt die Chance, das touristische Profil weiter zu schärfen und neue Besuchergruppen anzusprechen.
Ob das Vorhaben seine Erwartungen erfüllt, wird sich erst mit der Umsetzung zeigen. Fest steht jedoch schon jetzt: Das Karls Erdbeer-Dorf im Harz ist eines der ambitioniertesten Tourismusprojekte der Region in den kommenden Jahren – und ein Vorhaben, das aufmerksam verfolgt werden dürfte, weit über den Harz hinaus.







